Infos

Mittwoch, 17. Februar 2016
20.00 Uhr – 22.20 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 20 Minuten · 1. Teil (ca. 20.00 - 21.00 Uhr) · Pause (ca. 21.00 - 21.20 Uhr) · 2. + 3. Teil (ca. 21.20 - 22.10 Uhr)

Konzerteinführung: 19.15 Uhr · Junges Publikum

Preise H

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Besetzung

Musikalische Leitung
Zubin Mehta
Chöre
Sören Eckhoff

Waldemar
Stephen Gould
Tove
Anne Schwanewilms
Waldtaube
Okka von der Damerau
Klaus-Narr
Gerhard Siegel
Bauer
Goran Jurić
Sprecher
Klaus Maria Brandauer
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor und Extrachor der Bayerischen Staatsoper
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Mehr dazu

Arnold Schönberg
Gurre-Lieder

Größer geht's kaum. Orchester und Chöre von Zahl und Stärke, wie es jenseits von Mahlers Achter im Konzertsaal nicht zu erleben ist – ganze Hundertschaften von Musikern, dazu ein Quartett von Gesangssolisten werden aufgeboten und außerdem ein Sprecher: Klaus Maria Brandauer wird in dieser Rolle sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper geben. Und natürlich der Dirigent: Zubin Mehta verbindet eine lange Geschichte mit Schönbergs spätromantischem Opus magnum, schon zweimal hat er es eingespielt. Für sein Akademiekonzert mit den geballten musikalischen Kräften der Bayerischen Staatsoper hätte es keine bessere Wahl geben können. Erstmals seit fast 25 Jahren wird Schönbergs Jahrhundertwerk nun im Februar auf der Bühne des Nationaltheaters gespielt: der richtige Rahmen für die Liebesgeschichte von Waldemar und Tove, das große Lied der Waldtaube, für den Überschwang der Gefühle und die zehrende Trauer und zum Schluss den pantheistischen Hoffnungstraum mit der aufgehenden Sonne.

Künstlergespräch zu Arnold Schönbergs "Gurre-Lieder"
18.00-18.45 Uhr Capriccio-Saal
Gast: Mitlied des Staatsopernchores
Gesprächsleitung: Andreas Friese

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Biografien

Zubin Mehta wurde in Bombay geboren und erhielt von seinem Vater Mehli Mehta, dem Gründer des Bombay Symphony Orchestra, seine erste musikalische Ausbildung. Nach zwei Semestern Medizinstudium konzentrierte er sich ganz auf die Musik und absolvierte an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky eine Dirigentenausbildung. Er gewann den Internationalen Dirigentenwettbewerb von Liverpool und war Preisträger der Akademie in Tanglewood.  

Er war Music Director des Montreal Symphony Orchestra (1961-1967) und des Los Angeles Philharmonic Orchestra (1962-1978). 1969 wurde er außerdem musikalischer Berater des Israel Philharmonic Orchestra, wo man ihn 1977 zum Chefdirigenten und 1981 zum Music Director auf Lebenszeit ernannte. Von 1978 bis 1991 war er Music Director des New York Philharmonic Orchestra. Seit 1985 ist er Chefdirigent des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz.

Sein Debüt als Operndirigent gab er 1964 in Montreal mit Tosca und stand seitdem u.a. am Pult der Metropolitan Opera in New York, der Wiener Staatsoper, des Royal Opera House Covent Garden in London, des Teatro alla Scala in Mailand, der Opernhäuser in Chicago und Florenz sowie bei den Salzburger Festspielen. Zwischen 1998 und 2006 war Zubin Mehta Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, wo er 2006 zum Ehrenmitglied ernannt worden ist.

Er erhielt diverse Auszeichnungen und Ehrungen, u.a. ist er Träger des Nikisch-Rings, Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv und wurde 2008 mit dem Praemium Imperiale ausgezeichnet. Zudem ist er Ehrendirigent der Wiener und der Münchner Philharmoniker, des Los Angeles Philharmonic Orchestras, der Staatskapelle Berlin und des Bayerischen Staatsorchesters. 2011 erhielt er außerdem als erster klassischer Musiker einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

2006 eröffnete er mit einer Produktion von Beethovens Fidelio den Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia, gefolgt von einer Neuproduktion von Der Ring des Nibelungen mit La Fura dels Baus in Koproduktion mit dem Opernhaus Florenz. 2008 dirigierte er Don Carlos zur Eröffnung des neuen Opernhauses in Oslo. In der Spielzeit 2015/16 leitet er an der Bayerischen Staatsoper außer den Gurre-Liedern noch die Wiederaufnahme von Fidelio und die Neuproduktion von Un ballo in maschera.

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