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Komische Oper in drei Akten (fünf Bildern)

Komponist Benjamin Britten · Libretto nach einer Novelle von Guy de Maupassant, frei gestaltet von Eric Crozier
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln | Neuproduktion

Montag, 11. April 2016
19.00 Uhr – 21.35 Uhr
Cuvilliés-Theater

Die Einführung findet 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer 1. Stock statt.

Dauer ca. 2 Stunden 35 Minuten · 1 Pause zwischen 1. Akt und 2. + 3. Akt (ca. 19.55 - 20.15 Uhr)

Einführung: 18.00 Uhr

Preise CE

ausverkauft

Premiere am 05. April 2016

  • Ausstattungspartner der Bayerischen Staatsoper

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Besetzung

Musikalische Leitung
Oksana Lyniv
Inszenierung
Róbert Alföldi
Bühne
Ildiko Tihanyi
Kostüme
Fruzsina Nagy
Licht
Christian Kass
Produktionsdramaturgie
Rainer Karlitschek

Lady Billows
Miranda Keys
Florence Pike
Deniz Uzun
Miss Wordsworth
Anna Rajah
Mr. Gedge
Johannes Kammler
Mr. Upfold
Joshua Owen Mills
Kommissar Budd
Igor Tsarkov
Sid
John Carpenter
Albert Herring
Petr Nekoranec
Nancy
Marzia Marzo
Mrs. Herring
Ann-Katrin Naidu
  • Bayerisches Staatsorchester

Opernstudio der Bayerischen Staatsoper

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Erster Akt

Der Verfall der Sitten grassiert in Loxford – das meinen zumindest Lady Billows und ihre Haushälterin Florence. Um dem entgegenzuwirken, hat Lady Billows die Schulrektorin Miss Wordsworth, den Pfarrer Mr. Gedge, den Polizeichef Mr. Budd und den Bürgermeister Mr. Upfold zu einer Besprechung zu sich rufen lassen. Gemeinsam mit den Honoratioren möchte sie die lang vergessene Wahl der Maikönigin wieder aufleben lassen, die der Gemeinde als Vorbild für Anstand und Tugend diene. Doch stellt sich schnell heraus, dass keine der jungen Damen den strengen Ansprüchen der Lady und Florence genügen. Da schlägt der Polizeichef vor, anstelle einer Maikönigin den braven Albert Herring zu küren, der gewissenhaft im Gemüseladen seiner Mutter arbeite. Nachdem der Pfarrer den Vorschlag bekräftigt und betont, dass es einzig auf die moralische Unbescholtenheit ankomme, wird auch Lady Billows überzeugt.
Emmy, Cis und Harry spielen und stören Albert bei seiner Arbeit. In einem unbeobachteten Moment stecken die drei einige Äpfel ein, werden aber vom Metzgereigehilfen Sid erwischt und verjagt. Sid genießt es, den schwer schuftenden Albert zu ärgern, der noch immer unter dem Pantoffel seiner Mutter steht. Als Sids heimliche Freundin Nancy sich mit diesem verabreden will, ist der Gemüsejunge schnell vergessen.
Für Albert und seine Mutter völlig überraschend kündigt Florence den Besuch von Lady Billows samt ihrem Gefolge an. Stolz verkünden Lady Billows und die Honoratioren die Wahl Alberts zum Maikönig. Obwohl dieser mehr als widerwillig die Entscheidung der Wahl zur Kenntnis nimmt und den Preis ablehnen will, drängt ihn seine Mutter zur Annahme – nicht zuletzt aufgrund des Preisgeldes von 25 Pfund.

Zweiter Akt

Am Tag des Maifestes bereitet Nancy das Mahl für die Festtafel vor, während Florence ungeduldig und mit allerlei Kleinkram beschäftigt mit ihr auf Sid wartet, der sich verspätet. Sid erzählt Nancy vom Gottesdienst, in dem Albert recht missmutig dreingeschaut habe, während der Pfarrer über Moral predigte. Zudem plant er, Albert einen Streich zu spielen, indem er dessen Limonade mit Rum versetzt.
Miss Wordsworth probt mit den Kindern das Lied, das sie eigens für die Feierlichkeit komponiert hat. Als der Gottesdienst endet, muss sie die Probe abbrechen, da die Gäste jeden Moment eintreffen können. Nancy und Sid mischen schnell den Alkohol in Alberts Becher.
Die Honoratioren halten ihre Lobreden auf die vorbildhafte Unbescholtenheit Albert Herrings. Als dieser jedoch zu einer Danksagung genötigt wird, versagen seine Nerven vollends. Er ruft noch schnell ein dreifaches Hoch auf Lady Billows aus und trinkt seine gepanschte Limonade. Gegeneinen plötzlichen Schluckauf Alberts verabreicht ihm Sid schließlich noch mehr Alkohol.
Fröhlich, doch vollkommen betrunken erreicht Albert später am Abend den Laden seiner Mutter, die noch eine Verwandte besuchen gegangen ist. In ihm klingen noch die Eindrücke des Festes nach. Da entdeckt er Nancy und Sid, die sich heimlich treffen. Während sie sich zu einem nächtlichen Stelldichein verabreden, muss Albert mitanhören, dass Sid in ihm, dem angeblichen Musterknaben nur eine Witzfigur sieht. Daraufhin beschließt Albert, einen Münzwurf entscheiden zu lassen, ob er sein Leben noch heute Nacht ändern solle oder nicht. Der Münzwurf ist eindeutig. Ohne ein klares Ziel macht er sich auf und davon. Seine Mutter wähnt ihren guten Jungen jedoch schon im Bett.

Dritter Akt

Der ganze Ort ist in heller Aufregung: Albert wird vermisst. Selbst Nancy macht Sid in ihrer Sorge um Albert große Vorwürfe. Während die Gemeinde einschließlich Lady Billows der aufgelösten Mrs. Herring beisteht, kommt der Polizeiinspektor mit einem Suchtrupp wieder. Man hat Alberts Maikranz zerdrückt und schmutzig am Straßenrand gefunden. Daraufhin sind alle der festen Überzeugung, dass Albert bei einem Unfall ums Leben gekommen sein muss. Während sie den Tod des Jungen beklagen, kehrt dieser unversehens von seiner Tour zurück. Verlottert und verdreckt eröffnet Albert den Versammelten, dass er mit einem gestohlenen Fahrrad in den Nachbarort gefahren ist, um mithilfe seines Preisgeldes das gesamte Sündenregister durchzuprobieren. Empört wenden sich Mrs. Herring und alle Honoratioren von ihrem Maikönig ab.
Nur die drei Kinder sowie Nancy, Sid und Albert sind froh, dass das Spektakel um den Maikönig ein Ende hat.

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Biografien

Oksana Lyniv absolvierte von 2005 bis 2009 ein Aufbau- und Meisterklassenstudium an der Dresdner Musikhochschule. Von 2008 bis 2013 war sie stellvertretende Chefdirigentin am Odessa National Academic Opera and Ballet Theater. Als Dirigentin leitete sie u. a. Opernaufführungen an der Estnischen Nationaloper, der Oper Bonn und der Königlichen Oper in Stockholm. Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie an der Bayerischen Staatsoper als Assistentin des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko engagiert. Hier dirigierte sie u. a. Boris Blachers Die Flut sowie La clemenza di Tito und La traviata. Für die Neuproduktionen von Selma Jezkova und Le Comte Ory wurde sie mit dem Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele sowie mit dem „Stern des Jahres 2015“ im Bereich Klassik ausgezeichnet.

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