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Oper in drei Aufzügen

Komponist Richard Strauss · Libretto von Hugo von Hofmannsthal
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dienstag, 19. Januar 2016
19.00 Uhr – 22.15 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten · 1 Pause zwischen 1. Akt und 2. Akt + 3. Akt (ca. 20.00 - 20.35 Uhr)

Freier Verkauf · Serie 21

Premiere am 06. Juli 2015

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Besetzung

Musikalische Leitung
Constantin Trinks
Inszenierung
Andreas Dresen
Bühne
Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme
Sabine Greunig
Licht
Michael Bauer
Dramaturgie
Rainer Karlitschek
Chor
Sören Eckhoff

Graf Waldner
Kurt Rydl
Adelaide
Doris Soffel
Arabella
Anja Harteros
Zdenka
Hanna-Elisabeth Müller
Mandryka
Thomas J. Mayer
Matteo
Joseph Kaiser
Graf Elemer
Dean Power
Graf Dominik
Andrea Borghini
Graf Lamoral
Tareq Nazmi
Die Fiakermilli
Erin Morley
Eine Kartenaufschlägerin
Heike Grötzinger
Ein Zimmerkellner
Johannes Kammler
Welko
Bastian Beyer
Djura
Vedran Lovric
Jankel
Tjark Bernau
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Mehr dazu

„Aber der Richtige“ – singt Arabella: Nur diesem allein will sie ihre Liebe schenken. Und die Hoffnung, diesen „auf dieser Welt“ zu treffen und genau das zu erleben, ist noch immer der zentrale Traum heutiger Liebeskonzeptionen. Arabella, von ihrer Familie zu einer lukrativen Zweckehe angehalten, beharrt auf der Idee der einen wahren Liebe, beharrt darauf, als wäre dies die letzte Bastion ihrer Selbsterhaltung gegenüber dem Milieu, in dem alles den Bach hinunter geht. Und der Librettist Hugo von Hofmannsthal und sein Komponist Richard Strauss wagen es: Arabellas Wunsch wird erfüllt, der Mann ihrer Träume, Mandryka, taucht auf. Doch ohne Blessuren geht auch dieses ideale Paar nicht in die Ehe, denn eines erfüllt sich an Arabellas Traum nicht: „…und keine Zweifel werden sein und keine Fragen“.

 

Die Familie der Grafen Waldner steht finanziell am Rande des Ruins: Der Vater Theodor verhökert das letzte Geld beim Kartenspiel, die Mutter Adelaide versetzt den Familienschmuck für die Prophezeiungen einer Kartenaufschlägerin. Die Schuldner im Nacken sind sie bereits in ein Hotel gezogen. Die jüngere Tochter Zdenka kann in der Öffentlichkeit nur mehr in Jungenkleidung als Zdenko auftreten, da nicht genug Geld vorhanden ist, um zwei Töchter standesgemäß auszuführen. Die einzige Chance in dieser Misere liegt in der wunderschönen Arabella, die möglichst reich verheiratet werden soll. Verehrer gibt es genug, die Grafen Elemer, Dominik und Lamoral etwa, die um die Gunst Arabellas wetteifern. Außerdem rechnet sich der Offizier Matteo Chancen aus, da er von Arabella einen Brief erhalten hat. Was er nicht durchschauen kann ist, dass diesen Zdenka verfasst hat, die in Matteo verliebt ist, als Zdenko aber nur die Rolle des besten Freundes und Unterstützer Matteos als Eheanwärter Arabellas spielen kann. Arabella weiß, dass sie sich bald für einen der Bewerber entscheiden muss, möglichst noch am Abend des anstehenden Fiaker-Balls, obwohl sie die Hoffnung nicht aufgeben will, dass da noch ein Besserer auftaucht, bei dem sie nicht mehr zweifeln werde. Erst am Morgen ist sie einem Herrn begegnet, der vom Äußeren einen imposanten Eindruck bei ihr hinterlassen hat. Dieser Unbekannte entpuppt sich als der steinreiche Herr von Mandryka, gleichnamiger Neffe eines ehemaligen slawonischen Regimentskameraden des Grafen Waldner, den er – auf dessen Vermögen spekulierend – als potentiellen Schwiegersohn angeschrieben und ein Bild seiner Tochter geschickt hat, ohne zu wissen dass dieser bereits verstorben ist. Mandryka aber hat sich sofort in das Bild verliebt und die Familie Waldner ausfinding gemacht. Graf Waldner ist begeistert und verspricht Mandryka ohne zu zögern die Hand seiner Tochter. Am Abend auf dem Ball will er sie ihm vorstellen.

Auf dem Fiaker-Ball treffen Arabella und Mandryka erstmals aufeinander. Gegenseitig tief beeindruckt  verloben sie sich kurzerhand. Arabella will sich noch von den drei Grafen verabschieden, die sie durch die Fiaker-Milli zur Ballkönigin krönen. Matteo hingegen setzt seinen Freund Zdenko unter Druck, der ihm daraufhin den Schlüssel zu Arabellas Zimmer gibt und ein Tête-a-Tête mit seiner Schwester ankündigt. Mandryka, der das mitbekommt, glaubt sich von Arabella betrogen. Geschockt von so viel Unverfrorenheit wird Mandryka übergriffig gegenüber der Fiaker-Milli. Die Eltern Waldner bauen aber darauf, dass Missverständnis so schnell wie möglich aufklären zu können.

Zdenka hat unterdessen unerkannt die Nacht mit Matteo verbracht. Daher kann er auch nicht verstehen, warum sich Arabella, mit der er doch gerade intim auf dem Zimmer gewesen ist, im Treppenhaus des Hotels so abweisend zeigt. Mandryka sieht wiederum Arabellas Schuld durch Matteos Reaktionen als bewiesen und will die Verbindung lösen. Da Arabella ihre Unschuld beteuert fordert Graf Waldner Satisfaktion. Erst als Zdenka sich als Frau zu erkennen gibt, klärt sich das Missverständnis, woraufhin Mandryka zur Ehrenrettung die Verlobung Zdenkas mit dem völlig überforderten Matteo herbeiführt. Für das Ehepaar Waldner ist damit alles in bester Ordnung, der Skandal abgewendet. Beschämt von seinen heftigen Anklagen gegenüber Arabella glaubt Mandryka, alle Ansprüche verloren zu haben. Doch Arabella, nachdem sie sich kurz zurückgezogen hat, willigt zu seiner Überraschung dennoch in die Ehe ein.

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Biografien

Constantin Trinks war von 2006 bis 2009 Generalmusikdirektor am Staatstheater Saarbrücken und von 2009 bis 2012 in gleicher Funktion am Staatstheater Darmstadt, wo er u. a. Der Ring des Nibelungen, Die Meistersinger von Nürnberg, Parsifal, Fidelio und die postume Uraufführung von Orffs Gisei – Das Opfer dirigierte. Seither gab er Debüts am Neuen Nationaltheater Tokio (u. a. Don Giovanni), der Semperoper Dresden (u. a. Der Rosenkavalier und Jaromír Weinbergers Schwanda, der Dudelsackpfeifer), der Opéra national de Paris, der Wiener Staatsoper, dem Theater an der Wien und der Deutschen Oper Berlin (Tannhäuser). Weitere Engagements führten ihn u. a. nach Straßburg, Zürich (The Turn of the Screw), Leipzig, Hamburg, Frankfurt a.M. und zu den Bayreuther Festspielen. (Stand: 2017)

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