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Oper in drei Akten

Komponist Leoš Janáček · Libretto vom Komponisten nach „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“ von Fjodor M. Dostojewski
In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

Samstag, 26. Mai 2018
19.00 Uhr
Nationaltheater

Einführung: 18.00 Uhr

Freier Verkauf · Serie 45

Preise L, € 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11

Karten

Premiere am 21. Mai 2018

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Simone Young
Inszenierung
Frank Castorf
Bühne
Aleksandar Denic
Kostüme
Adriana Braga-Peretzki
Licht
Rainer Casper
Video
Andreas Deinert, Jens Crull
Dramaturgie
Miron Hakenbeck
Chor
Sören Eckhoff

Aleksander Petrowitsch Gorjantschikow
Peter Rose
Alej
Evgeniya Sotnikova
Filka Morosow
Aleš Briscein
Der große Sträfling
Manuel Günther
Der kleine Sträfling
Tim Kuypers
Der Platzkommandant
Christian Rieger
Der ganz alte Sträfling
Ulrich Reß
Skuratow
Charles Workman
Tschekunow
Johannes Kammler
Der betrunkene Sträfling
Studiom
Der Koch
Boris Prýgl
Der Schmied
Alexander Milev
Der Pope
Peter Lobert
Dirne
Heike Grötzinger
Ein Sträfling in der Rolle des Don Juan und des Brahminen
Callum Thorpe
Kedril
Matthew Grills
Schapkin
Kevin Conners
Schischkow
Bo Skovhus
Tscherewin
Dean Power
Eine Stimme hinter der Szene
Dean Power
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

Besetzung für alle Termine

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Mediathek

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Mehr dazu

„Totenhaus“ – so wird das sibirische Strafgefangenenlager von denen genannt, die hier eingesperrt sind: Diebe, Totschläger, Mörder, politische Gefangene. Dieser Ort der Überwachung und Bestrafung mit seinen ganz eigenen Regeln von Macht und Unterwerfung, seinen Rangordnungen und den Schikanen der Bewacher liegt fernab der zivilisierten Gesellschaft, ist zugleich ihr blinder Fleck und ihr Spiegel.

Basierend auf Fjodor Dostojewskis Roman Aufzeichnungen aus einem Totenhaus, in dem dieser seine eigene vierjährige Lagerhaft literarisch verarbeitete, schuf Leoš Janáček ein singuläres Werk des Musiktheaters: eine Oper ohne Helden, ohne eine auf Konflikte und Lösung setzende Handlung. Vor dem Hintergrund des immergleichen, zermürbenden Lageralltags lässt er einzelne Gefangene und ihre Lebensgeschichten für Augenblicke aus der Menge hervortreten, wirft Schlaglichter auf von Erniedrigungen und Beleidigungen gezeichnete Biographien. Janáčeks einzigartiges, dem menschlichen Sprechen abgelauschtes musikalisches Idiom findet einen ungeschönten gestischen Ausdruck für die im Lager herrschende Brutalität, aber auch für die Momente von geteilter Hoffnung auf Freiheit, von Mitgefühl und Solidarität.

 

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Biografien

Simone Young studierte in ihrer Heimatstadt Sydney Klavier und Komposition. Nach Stationen als Chefdirigentin des Bergen Philharmonic Orchestras und als Künstlerische Leiterin sowie Chefdirigentin an der Australian Opera in Sydney und Melbourne war sie von 2005 bis 2015 Intendantin der Staatsoper Hamburg und Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Darüber hinaus gastierte sie an zahlreichen Opernhäusern, darunter die Wiener Staatsoper, die Opéra national de Paris, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Metropolitan Opera in New York und die Staatsoper Berlin. Neben ihrer umfangreichen Operntätigkeit dirigierte sie u. a. die Berliner, Wiener und Münchner Philharmoniker.

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