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Samstag, 06. April 2019
10.00 Uhr – 13.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden

Drama Plus

Preise PG18 , € 18

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Besetzung

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Unter der Rubrik Ballett extra bietet Ihnen das Bayerische Staatsballett ein vielfältiges Rahmenprogramm an. Genaue Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Rubrik "Mehr dazu" auf der Webseite der einzelnen Termine.  

Mehr zu: (fast) Die Kameliendame

Ein Ballett ist bekanntlich mehr als seine Choreographie. Bühne, Kostüm und Licht sind ästhetische Parameter, die einer Aufführung ihr Gesicht geben, in Verbindung mit der Musik eine spezifische Atmosphäre oder Illusion schaffen, unsere Wahrnehmung beeinflussen, historische Bezüge und couleur locale liefern und uns beim Handlungsverlauf auf die Sprünge helfen. Oft genug geben sie dem Abend Glanz (wie in Ray Barras Raymonda oder zuletzt in George Balanchines Jewels), oder aber den Rahmen für ein tragisches Ende (wie in John Crankos Romeo und Julia). Eine Bühne kann eine Welt sein, in die wir eintauchen.
Was aber wäre, wenn man sie verlässt, diese Welt der Illusion? Wie sähe eine Aufführung ohne Kostüm, Maske, Bühnenbild und Licht aus? Manches Arrangement, so künstlerisch und liebevoll gestaltet es auch sein mag, ist eindeutig in ferner Vergangenheit verortet, während die Choreographie zwar ebenso Merkmale ihrer Zeit aufweist, jedoch oftmals eine visionäre Qualität besitzt und sich durch die Interpretation der Tänzer als relevant und aktuell erweist.

Die Versuchsfrage lautet: Ändert sich der Blick auf die Bewegungen und Körper, wenn sie nicht im historischen Ballkleid oder in glänzender Rüstung stecken, sondern in privaten Trainingshosen, T-Shirts und Trikots? Sehen wir mehr von den Menschen, die die Figuren mit Leben füllen? Und was ändert sich, wenn die Wucht des Orchesters durch das intime Klavier ersetzt wird?
Mit (fast) Die Kameliendame wollen wir den Blick freimachen und schärfen – sowohl für die Choreographie als auch für das feine Beziehungsnetz zwischen den Tänzern. Eigentlich heißt das „offene Probe“ und eigentlich ist es das auch. Doch liegt der Fokus hier nicht so sehr auf der Probenarbeit selbst, als vielmehr auf der Präsentation des (fast) vollständigen Werkes in einem buchstäblich anderen Licht, also auf der Verschiebung der Wahrnehmung.

Sie sehen einen Probendurchlauf auf der Bühne des Nationaltheaters (mit Klavierbegleitung), der jederzeit durch die Probenleitung unterbrochen werden kann, um einzelne Sequenzen zu wiederholen oder zu überspringen. Die Zuschauer sitzen im Parkett des Nationaltheaters. Es erfolgt eine kurze Einführung zu Beginn. 

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