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Dramma giocoso in zwei Akten

Komponist Wolfgang Amadeus Mozart · Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Samstag, 01. Dezember 2018
18.00 Uhr – 21.35 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 35 Minuten · 1. Akt (ca. 18.00 - 19.35 Uhr) · Pause (ca. 19.35 - 20.05 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.05 - 21.35 Uhr)

Familienvorstellung: ab 10 Jahren · Kindereinführung: 17.15 Uhr

Preise K , € - /- /- /- /- /- /- /10

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Besetzung

Musikalische Leitung
Ivor Bolton
Inszenierung
Dieter Dorn
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose
Licht
Max Keller
Chor
Stellario Fagone

Fiordiligi
Federica Lombardi
Dorabella
Angela Brower
Guglielmo
Sean Michael Plumb
Ferrando
Paolo Fanale
Despina
Tara Erraught
Don Alfonso
Paolo Bordogna
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper
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Medien

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Mehr dazu

So machen's nicht alle. "Diese" Così ist ein Juwel des Mozart-Repertoires an der Bayerischen Staatsoper! Die Produktion von Dieter Dorn zeigt sehr klar und sehr deutlich die bitterböse Geschichte von Partnertausch und Partnertäuschung zweier Paare.

 

1. Akt

Don Alfonso, zynisch veranlagter Philosophentyp der Aufklärungsepoche, fühlt sich herausgefordert durch die Offiziere Ferrando und Guglielmo: Sie preisen für seinen Geschmack zu überschwänglich die Schönheit, vor allem aber die Treue ihrer Verlobten, der Schwestern Dorabella und Fiordiligi. Alfonso ist grundsätzlich skeptisch, was weibliche Treue betrifft. Deshalb schlägt er den heftig protestierenden Freunden eine Wette um hundert Zechinen vor: Innerhalb eines Tages soll die Treue der jungen Frauen auf die Probe gestellt werden. Ferrando und Guglielmo gehen auf den Handel ein. Sie versprechen, Alfonsos Anweisungen bedingungslos zu folgen. Bleiben die Verlobten standhaft, so sind die jungen Männer die Gewinner.

Dorabella und Fiordiligi erwarten ihre Verlobten. An ihrer Stelle erscheint Alfonso mit der Hiobsbotschaft, die beiden Offiziere müssten unverzüglich in den Krieg ziehen. Mit großem, von den Männern gespieltem, von den Damen tief empfundenem Trennungsschmerz nehmen die Paare Abschied voneinander.

Durch Bezahlung sichert sich Don Alfonso die tätige Hilfe der Kammerzofe Despina, der Bediensteten der beiden Damen. Sie soll Ferrando und Guglielmo, verkleidet als reiche Albaner, bei den Damen einführen. Die Fremden bestürmen unerkannt die eigenen Geliebten mit frechen Anträgen, wobei sie ihre anverlobten Bräute auswechseln. Sie werden entrüstet von diesen zurückgewiesen. Die Freunde wollen bereits triumphieren. Aber Alfonso erinnert sie an den Handel, dessen Frist noch nicht abgelaufen ist. So gehen die Männer zum erneuten Angriff über und täuschen einen Selbstmordversuch aus enttäuschter Liebe vor. In den Damen beginnt sich Mitleid zu regen. Despina, als Arzt verkleidet, erweckt die Scheintoten zu neuem Leben. Die starten erneut einen stürmischen Angriff. Daraufhin entfliehen die Damen verwirrt.

2. Akt

Despina, mit Alfonso mittlerweile im besten Einvernehmen, wirbt bei ihren Damen für die fremden Liebhaber. Dorabella und Fiordiligi entschließen sich nach langem Geziere, nur zum Spaß auf einen Flirt einzugehen. Schneller als zu erwarten erliegt Dorabella dem Werben Guglielmos. Fiordiligi hingegen kämpft verzweifelt um ihre Standfestigkeit. Die Freundschaft zwischen den jungen Männern erfährt einen ersten gefährlichen Riss.

Fiordiligi beschließt ­ gleichsam als heilsame Gegenmaßnahme gegen alle Anfechtungen, ihrem Verlobten ins Feld nachzureisen. Als Ferrando ihr plötzlich nochmals entgegentritt, wird sie schwankend und nachgiebig: Sie kann seinen Liebesschwüren nicht länger widerstehen.

Den enttäuschten Freunden hält der Sieger Don Alfonso seine zynische Lebensphilosophie entgegen: Così fan tutte ­ so machen es alle.

Die Hochzeit der beiden neuen Paare wird eilends vorbereitet. Despina tritt, in neuer Verkleidung, als Notar auf. Mitten in dieTrauungszeremonie platzen die aus dem Krieg zurückkehrenden alten Geliebten Ferrando und Guglielmo. Es gibt Enttäuschung und Vorwürfe gegen die Damen auf Seiten der Männer, Schuldgefühle, Scham und Reue bei den Damen. Alfonso deckt das von ihm angezettelte Spiel auf und mahnt zur Versöhnung. Inmitten der Katzenjammer­Stimmung will sich keiner seinem Vorschlag entziehen. Die Paare akzeptieren die Versöhnung als die immer noch beste aller denkbaren Lösungen.

© Bayerische Staatsoper

Premiere von Wolfgang Amadeus Mozarts "Così fan tutte" am 31. Januar 1993 im Alten Residenztheater (Cuvilliés-Theater)

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Biografien

Ivor Bolton studierte am Royal College of Music und am National Opera Studio in London. Anschließend war er Musikdirektor der English Touring Opera, der Glyndebourne Touring Opera und des Scottish Chamber Orchestra. Gastdirigate führten ihn u. a. nach Wien, Zürich, Frankfurt, Paris, London, New York, Amsterdam, Dresden, Leipzig und Barcelona sowie zu den Festspielen in Glyndebourne, Aix-en-Provence und seit 2000 jährlich nach Salzburg. Von 2004 bis 2016 war er Chefdirigent des Mozarteum-Orchesters Salzburg. Im Moment ist er musikalischer Leiter des Dresdner Festspielorchesters, seit 2015 außerdem Musikdirektor am Teatro Real in Madrid und seit 2016 Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2018/19: Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Agrippina. (Stand: 2018)

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