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Der Diktator / Der zerbrochene Krug

Komponist Ernst Krenek und Viktor Ullmann
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln | Neuproduktion

Freitag, 13. April 2018
19.00 Uhr – 22.10 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 10 Minuten

Premiere am 13. April 2018

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Besetzung

Musikalische Leitung
Pinchas Steinberg
Regie
Martin Kušej
Bühne
Martin Zehetgruber
Kostüme
Werner Fritz
Licht
Reinhard Traub
Chor
Sören Eckhoff
Dramaturgie
Sebastian Huber
Dramaturgie
Olaf A. Schmitt

Macbeth
Simon Keenlyside
Banco
Roberto Tagliavini
Lady Macbeth
Anna Smirnova
Dama di Lady Macbeth
Miriam Clark
Macduff
Joseph Calleja
Malcolm
Dean Power
Arzt
Kristof Klorek
Diener
Christian Rieger
Mörder
Christian Rieger
Erscheinung 1
Christian Rieger
Erscheinung 2
Miriam Clark
Erscheinung 3
Solist/en des Tölzer Knabenchors

Münchener Kammerorchester

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Medien

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Mehr dazu

Handlung Der Diktator

Der Diktator ordnet erneut einen Krieg an. Seine Frau Charlotte beschwört ihn, mit dem Blutvergießen aufzuhören und hält ihm ein anderes Ideal entgegen: den Frieden der Natur. Das lässt den Diktator kalt. Dafür begehrt er Maria, die Frau des verwundeten Offiziers. Nachdem der Offizier Maria von seinen Verletzungen während des Krieges und den damit verbundenen Ängsten erzählt hat, sinnen beide nach Rache. Der Offizier bringt Maria dazu, einen Mord am Diktator zu planen. Charlotte hegt Misstrauen gegen Maria. Sie sieht sich darin bestätigt, als sie eine Pistole bei Maria entdeckt. Doch als Maria dem Diktator gegenübersteht, fühlt sie sich von ihm angezogen, legt die Waffe weg und die beiden schwören unerwarteter Weise ihre gemeinsame Liebe. Eifersüchtig greift Charlotte nach der Waffe und will ihren Mann erschießen, stellt jedoch fest, dass sie dazu nicht in der Lage ist, und gibt die Waffe dem Offizier weiter. Dieser erschießt nicht den Diktator, sondern seine Frau. Der Offizier ist fassungslos über seine Tat.


Handlung Der zerbrochene Krug

Der Dorfrichter Adam hat Wunden am Gesicht, Kopf und Bein, weil er gestrauchelt sei, wie er seinem Gerichtsschreiber Licht weismachen will. Zu allem Übel ist der strenge Gerichtsrat Walter vor Ort: Er will die Zustände am Gericht kontrollieren. Adam stellt fest, dass ihm seine Gerichtsperücke abhandengekommen ist. Der Gerichtstag beginnt mit Frau Marthe, die Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, verklagt: Nachts sei dieser in Eves Kammer eingedrungen, und bei seiner Flucht habe er auch noch einen wertvollen Krug zerbrochen. Ruprecht weist die Anschuldigungen zurück und wirft stattdessen seiner Verlobten Untreue vor. Während Adam Ruprecht zu einem Geständnis drängt, schickt Walter nach einer Entlastungszeugin, Frau Brigitte. Zudem bittet er Eve um eine Aussage. Diese beteuert Ruprechts Unschuld und erklärt, dass sie nicht aussagen wolle, wer für die Tat verantwortlich sei. Als Frau Brigitte Adams Perücke vorlegt, gerät dieser in Erklärungsnot. Adam will den Fall abwimmeln und Ruprecht schnell ins Gefängnis werfen. Nun bricht Eve ihr Schweigen und bezichtigt Adam, den Krug selbst zerbrochen zu haben, weil er sie in ihrer Kammer aufgesucht hat. Adam sucht das Weite. Ruprecht bittet Eve um Verzeihung und Walter verweist Frau Marthe nach Utrecht, um dort Gerechtigkeit für den zerbrochenen Krug zu erstreiten. Und obwohl der Übeltäter nicht verurteilt wurde, sammelt sich die Dorfgemeinschaft und sinnt über Gerechtigkeit nach: „Fiat justitia, damals wie ebenda: Richter soll keiner sein, ist nicht sein Herze rein.“ 

Förderer des Opernstudios: Dr. Arnold und Emma Bahlmann, Rolf und Caroli Dienst, Vera und Volker Doppelfeld-Stiftung, Christa Fassbender, Freunde des Nationaltheaters e.V., Dr. Joachim Feldges, Oliver und Claudia Götz, Dirk und Marlene Ippen, Christine und Marco Janezic, LfA Förderbank Bayern, Ligne Roset FÜNF HÖFE, The Opera Foundation, Eugénie Rohde, Schwarz Foundation, Georg und Swantje von Werz

 

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Biografien

Martin Kušej wurde in Kärnten geboren und studierte Regie in Graz. Nach Assistenzen in Salzburg und Ljubljana entstanden ab 1987 eigene Inszenierungen u. a. am Burgtheater Wien, am Bayerischen Staatsschauspiel, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Thalia Theater Hamburg sowie an der Volksbühne Berlin. Von 1993 bis 2000 war er Hausregisseur am Schauspiel Stuttgart. Er inszenierte Opern am Opernhaus Zürich (u. a. Salome, Die Zauberflöte, Genoveva), bei den Salzburger Festspielen (Don Giovanni, La clemenza di Tito), an der Staatsoper Berlin (Carmen) und an De Nationale Opera in Amsterdam (Lady Macbeth von Mzensk, Der fliegende Holländer). 2005 und 2006 leitete er den Bereich Schauspiel der Salzburger Festspiele. Seit der Spielzeit 2011/12 ist er Intendant des Residenztheaters München. (Stand: 2017)

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Blog

Was macht Macht? – Interview zu „Der Diktator / Der zerbrochene Krug“

Am 13. April feiert die Neuproduktion unseres Opernstudios Premiere: „Der Diktator/ Der zerbrochene Krug“. Wir haben die Sänger der zwei Hauptpartien zum Interview getroffen und sie zu ihren Rollen, den Stücken und Macht(missbrauch) befragt. mehr lesen

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