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Der Diktator / Der zerbrochene Krug

Komponist Ernst Krenek und Viktor Ullmann
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln | Neuproduktion

Freitag, 27. April 2018
19.00 Uhr
Cuvilliés-Theater

Einführung: 18.00 Uhr

Freier Verkauf

Preise CE, € 44 / 40 / 32 / 22 / 14

Karten

Premiere am 13. April 2018

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Karsten Januschke
Bühne
Marie Pons
Kostüme
Gesine Völlm
Licht
Christian Kass


Der Diktator

Inszenierung
Martha Teresa Münder

Diktator
Boris Prýgl
Charlotte
Réka Kristóf
Maria
Paula Iancic


Der zerbrochene Krug

Inszenierung
Andreas Weirich

Walter
Oleg Davydov
Adam
Milan Siljanov
Licht
Long Long
Marthe
Alyona Abramowa
Eve
Anna El-Khashem
Veit
Boris Prýgl
Ruprecht
Galeano Salas
Brigitte
Niamh O’Sullivan
Bedienter
Alexander York
Erste Magd
Paula Iancic
Zweite Magd
Niamh O’Sullivan

Münchener Kammerorchester

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Die Schlussszene des Operneinakters Der Diktator, für die Shakespeares Drama King Richard III Pate stand, sah Ernst Krenek selbst als die zentrale Passage seiner Oper an, habe er das Werk doch nur wegen ihr in Angriff genommen: Der Diktator will sich im Finale – den Warnungen seiner Frau Charlotte zum Trotz – des Objektes seiner erotischen Begierden, Maria, bemächtigen. Von der suggestiven Wortmacht des Diktators beeinflusst, erklärt sich Maria dazu bereit, wirft sich dann allerdings in die Flugbahn einer dem Diktator bestimmten und von dessen Ehefrau abgefeuerten Kugel. Die manipulative Kraft des Tyrannen wird hier im Opfertod durch eine Frau also noch potenziert; für sie gibt es keinen Grund für ein solches Opfer, im Gegenteil: Ihr Mann verlor in einem von dem Diktator angezettelten Krieg sein Augenlicht. Laut der Aussage des Komponisten fände die wechselseitige Integration von handfestem Realismus und symbolistischem Handlungsgeschehen ihre Entsprechung in der „raum- und zeitraffenden Gewalt der Musik, die größte Kontraste auf kleinstem Raum verlangt“ sowie im Wechsel von dissonant-dramatisch und lyrischkonsonant akzentuierten Partien.

Der Dorfrichter Adam muss über eine von ihm selbst begangene Tat, deren Hintergründe sich nur allmählich enthüllen, zu Gericht sitzen. Viktor Ullmann komponierte seine Oper und Heinrich-Kleist-Adaption Der zerbrochene Krug vermutlich 1940/41, also kurz bevor er 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert worden ist. Das Libretto richtete Ullmann nach der Vorlage des kleistschen Lustspiels selbst ein. Der Komponist, Musiklehrer sowie Journalist Ullmann wirkte vor allem in Prag, wo er in den 1920er Jahren zu der Spitze der musikalischen Avantgarde gehörte. Nach der Okkupation der Stadt durchdas nationalsozialistische Deutschland war es ihm unmöglich, eine feste Anstellung zu finden – er arbeitete freiberuflich in der Musikpädagogik, im Rundfunk und hielt Vorträge – und 15 seiner späten Kompositionen konnte er nur dank einer Erbschaft im Eigenverlag veröffentlichen. Die Uraufführung des Zerbrochenen Kruges fand erst 1996 bei den Dresdner Musikfestspielen statt, 52 Jahre nach der Ermordung des Komponisten in einer Gaskammer im Vernichtungslager Auschwitz.

Förderer des Opernstudios: Dr. Arnold und Emma Bahlmann, Rolf und Caroli Dienst, Vera und Volker Doppelfeld-Stiftung, Christa Fassbender, Freunde des Nationaltheaters e.V., Dr. Joachim Feldges, Oliver und Claudia Götz, Dirk und Marlene Ippen, Christine und Marco Janezic, LfA Förderbank Bayern, Ligne Roset FÜNF HÖFE, The Opera Foundation, Eugénie Rohde, Schwarz Foundation, Georg und Swantje von Werz

 

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