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Choreographie John Neumeier · Komponist Peter I. Tschaikowsky

Sonntag, 09. Februar 2014
15.00 Uhr – 17.30 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten · 1. Akt (ca. 15.00 - 15.55 Uhr) · Pause (ca. 15.55 - 16.25 Uhr) · 2. Akt (ca. 16.25 - 17.20 Uhr)

Freier Verkauf

#BSBnussknacker

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Besetzung

Musikalische Leitung
Aivo Välja
Inszenierung und Choreographie
John Neumeier
Bühnenbild und Kostüme
Jürgen Rose
Musik
Peter I. Tschaikowsky

Konsul Stahlbaum
Norbert Graf
Frau Konsul Stahlbaum
Séverine Ferrolier
Marie, ihre Tochter
Ivy Amista
Louise, ihre Schwester, eine Ballerina
Ekaterina Petina
Fritz, ihr Bruder, ein Kadett
Ilia Sarkisov
Ballettmeister Drosselmeier
Javier Amo
Günther, Anführer der Kadetten
Maxim Chashchegorov
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester

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Der Nussknacker: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
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Der Nussknacker: Marta Navarete Villalba (Der chinesische...
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Warum muss Der Nussknacker ein Weihnachtsmärchen sein? Muss er gar nicht. Ein Wintermärchen vielleicht. Und das ist er - ein Geburtstagsgeschenk für Marie. John Neumeier erzählt in seinem stimmungsvollen, poetischen Ballett E.T.A. Hoffmanns Märchen vom Nussknacker und Mäusekönig etwas anders. „So ward ein Klassiker geboren“, schreibt Dorion Weickmann, „eine unverwüstliche Säule des Repertoires, voller 'Mitteilungen über menschliche Verhältnisse, die zur Zeit der Entstehung dieser Werke gültig waren und heute noch gültig sind'.“ So Neumeier 1975, vier Jahre, nachdem er dem Der Nussknacker ein frisches Gesicht gegeben, oder besser noch: das alte neu modelliert hatte. Der amerikanische Choreograph, damals wie heute Ballettchef in Hamburg, häutete die über Jahrzehnte vergorenen Schalen der Handlungs-Zwiebel, bis deren Innerstes zutage lag: Marie, die dabei ist, erwachsen zu werden, ihre Probleme, ihre Empfindungen. Mit süffisantem Witz, barocker Eleganz und feinporiger Psychodramatik entwarf Neumeier ein Tableau, das Hoffmanns Original zur Kenntlichkeit entstellt. Sein Der Nussknacker ist ein kühn geschliffener Gesellschaftsspiegel, ein Familienporträt ebenso wie die ergreifende Schilderung einer rite de passage und nicht zuletzt: die allerehrfürchtigste Verbeugung vor der hohen Schule des Balletts. Kein geringerer als der große Petipa (alias Drosselmeier!) entführt Marie in eine fremde (Traum-)Theater-Welt, in der sie den Gestalten großer Ballette begegnet und deren Charme und Faszination erliegt - und der Zuschauer mit ihr.

 

1. Akt

1. Bild: Maries Geburtstag
Marie wird 12 Jahre alt, ist also in einem Alter, in dem Mädchen aufhören, mit Puppen zu spielen. Ihr Bruder Fritz, ein Kadett, hat seine Regimentskameraden eingeladen, ihre Schwester Louise, Ballerina am Hoftheater, den Ballettmeister Drosselmeier. Der Kadett Günther, ein Freund von Fritz und Wortführer seiner Kameraden, schenkt Marie im Namen des Regiments einen Nussknacker, Ballettmeister Drosselmeier macht ihr ein paar Spitzenschuhe zum Präsent. Drosselmeier fasziniert Marie, in Günther verliebt sie sich.

2. Bild: Maries Traum - Die Probe
Als die Gäste gegangen sind, kommt Marie mit dem Nussknacker im Arm noch einmal ins Zimmer und zieht heimlich die Spitzenschuhe an. Sie erschrickt vor der Erscheinung Drosselmeiers, der sie im Traum in die geheimnisvolle Welt des Theaters führt. Marie ist von dieser Umgebung bezaubert. Die Begegnung mit Günther kehrt im Traum wieder: sie trifft ihn als Solist des Hofballetts und tanzt mit ihm zum ersten Mal auf Spitze. Sie nimmt an einer großen Probe teil.

2. Akt

Maries Traum - Die Vorstellung
Drosselmeier führt Marie vor, wie eine Aufführung entsteht; die leere Bühne verwandelt sich in eine Szenerie, in der sich alles auf die Vorstellung vorbereitet. Drosselmeier führt verschiedene Divertissements vor und tanzt zuweilen selber mit. Auch ihr Bruder Fritz erscheint Marie als Tänzer. Im Grand Pas de Deux tanzt Louise mit Günther. Nach einem turbulenten Finale verschwindet die Theaterwelt - Marie wird von ihrer Mutter aufgeweckt. Wehmütig nimmt sie Abschied von ihrem Traum.


© Bayerisches Staatsballett

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Biografien

Der Dirigent Aivo Välja kommt aus Estland und studierte Chor- und Orchesterdirigieren an der Akademie für Musik und Theater in seiner Heimatstadt Tallinn. In den Jahren 1996 bis 1998 studierte er zusätzlich am Staatlichen Konservatorium zu St. Petersburg Symphonieorchester- und Operndirigieren und ergänzte seine Fachkenntnisse im Gaststudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. Claus-Peter Seibel und in Wien bei Prof. Karl Österreicher.

Während seiner Ausbildung beschäftigte sich Välja umfassend mit zeitgenössischer Musik, kam durch seine Zusammenarbeit mit dem Tallinn Baroque Orchester und Chor aber auch mit der barocken Musik intensiv in Kontakt, sodass sein Repertoire sich vom Barock bis zur Moderne erstreckt.

1993 gewann er den Wettbewerb im Orchesterdirigieren in Estland. 1996 wurde ihm in St. Petersburg ein Diplom für seine erfolgreiche Performance beim Sergej Prokofiew Wettbewerb überreicht. Im Jahre 2003 folgte ein Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung für die Bayreuther Festspiele.

Mit dem Nationalorchester Estland arbeitete er erstmals 1993 zusammen. 1994 folgte eine Kooperation mit der Nationaloper Estland wo er ab 1997 das Chefdirigigat übernahm. In der Periode von 2001 bis 2007 arbeitete Aivo Välja als erster Kapellmeister der Estnischen Nationaloper, wo er ca. 70 Aufführungen von Oper über Ballett bis Orchester pro Saison dirigierte. Es folgten leitende Positionen am Landestheater Schleswig-Holstein (2009) und an der Nationaloper Finnland (2011).

Aivo Välja stand am Pult vieler großer Orchester wie dem Orchestra der Oper Maribor, dem Malmö Opernorchestra, den Tampere Philharmonikern, der Glinka Kapelle St. Petersburg, dem Maikop City Orchestra, dem Kammerorchester Tallinn, dem Pärnu City Orchestra, dem Narva City Orchestra oder dem Orchester des Theaters Vanemuine

Zu den wichtigsten Aufführungen unter seiner Leitung zählen die Premiere von Offenbachs Orpheus in der Unterwelt mit dem Landestheater Schleswig-Holstein, Mozarts Don Quijote, Neumeiers Der Nussknacker beim Bayerischen Staatsballett und sein Dirigat von Petipas/Liškas Le Corsaire an der Finnischen Nationaloper, das er für die Wiederaufnahme 2015/2016 auch in München übernahm.

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