Infos

Ballett in zwei Akten nach der Erzählung von E. T. A. Hoffmann - 1971

Choreographie John Neumeier · Komponist Peter I. Tschaikowsky

Freitag, 15. Januar 2021
19.30 Uhr – 21.55 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 25 Minuten · 1. Akt (ca. 19.30 - 20.25 Uhr) · Pause (ca. 20.25 - 20.55 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.55 - 21.50 Uhr)

Freier Verkauf · Saison-Abo 61

Preise I , € 100 / 88 / 73 / 56 / 40 / 25 / 12 / 9

Karten anfragen

#BSBnussknacker

zur Stücknavigation

Termine & Karten

zur Stücknavigation

Besetzung

Inszenierung und Choreographie
John Neumeier
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose
Musik
Peter I. Tschaikowsky
Musikalische Leitung
Robertas Šervenikas

Konsul Stahlbaum
N.N.
Frau Konsul Stahlbaum
N.N.
Marie, ihre Tochter
N.N.
Louise, ihre Schwester, eine Ballerina
N.N.
Fritz, ihr Bruder, ein Kadett
N.N.
Ballettmeister Drosselmeier
N.N.
Günther, Anführer der Kadetten
N.N.
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester

Besetzung für alle Termine

zur Stücknavigation

Medien

Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Dmitrii Vyskubenko (Kadett) (Foto: ©...
Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Prisca Zeisel (Louise), Jonah Cook...
Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Prisca Zeisel (Louise), Emilio Pavan...
Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Nancy Osbaldeston (Marie) (Foto: © Oliver...
Zur Detailseite von
Ballett
Bildergalerie

DER NUSSKNACKER: Bildergalerie

Der Nussknacker: Marta Navarete Villalba (Der chinesische...
zur Stücknavigation

Mehr dazu

Warum muss Der Nussknacker ein Weihnachtsmärchen sein? Muss er gar nicht. Ein Wintermärchen vielleicht. Und das ist er - ein Geburtstagsgeschenk für Marie. John Neumeier erzählt in seinem stimmungsvollen, poetischen Ballett E.T.A. Hoffmanns Märchen vom Nussknacker und Mäusekönig etwas anders. „So ward ein Klassiker geboren“, schreibt Dorion Weickmann, „eine unverwüstliche Säule des Repertoires, voller 'Mitteilungen über menschliche Verhältnisse, die zur Zeit der Entstehung dieser Werke gültig waren und heute noch gültig sind'.“ So Neumeier 1975, vier Jahre, nachdem er dem Der Nussknacker ein frisches Gesicht gegeben, oder besser noch: das alte neu modelliert hatte. Der amerikanische Choreograph, damals wie heute Ballettchef in Hamburg, häutete die über Jahrzehnte vergorenen Schalen der Handlungs-Zwiebel, bis deren Innerstes zutage lag: Marie, die dabei ist, erwachsen zu werden, ihre Probleme, ihre Empfindungen. Mit süffisantem Witz, barocker Eleganz und feinporiger Psychodramatik entwarf Neumeier ein Tableau, das Hoffmanns Original zur Kenntlichkeit entstellt. Sein Der Nussknacker ist ein kühn geschliffener Gesellschaftsspiegel, ein Familienporträt ebenso wie die ergreifende Schilderung einer rite de passage und nicht zuletzt: die allerehrfürchtigste Verbeugung vor der hohen Schule des Balletts. Kein geringerer als der große Petipa (alias Drosselmeier!) entführt Marie in eine fremde (Traum-)Theater-Welt, in der sie den Gestalten großer Ballette begegnet und deren Charme und Faszination erliegt - und der Zuschauer mit ihr.

 

1. Akt

1. Bild: Maries Geburtstag
Marie wird 12 Jahre alt, ist also in einem Alter, in dem Mädchen aufhören, mit Puppen zu spielen. Ihr Bruder Fritz, ein Kadett, hat seine Regimentskameraden eingeladen, ihre Schwester Louise, Ballerina am Hoftheater, den Ballettmeister Drosselmeier. Der Kadett Günther, ein Freund von Fritz und Wortführer seiner Kameraden, schenkt Marie im Namen des Regiments einen Nussknacker, Ballettmeister Drosselmeier macht ihr ein paar Spitzenschuhe zum Präsent. Drosselmeier fasziniert Marie, in Günther verliebt sie sich.

2. Bild: Maries Traum - Die Probe
Als die Gäste gegangen sind, kommt Marie mit dem Nussknacker im Arm noch einmal ins Zimmer und zieht heimlich die Spitzenschuhe an. Sie erschrickt vor der Erscheinung Drosselmeiers, der sie im Traum in die geheimnisvolle Welt des Theaters führt. Marie ist von dieser Umgebung bezaubert. Die Begegnung mit Günther kehrt im Traum wieder: sie trifft ihn als Solist des Hofballetts und tanzt mit ihm zum ersten Mal auf Spitze. Sie nimmt an einer großen Probe teil.

2. Akt

Maries Traum - Die Vorstellung
Drosselmeier führt Marie vor, wie eine Aufführung entsteht; die leere Bühne verwandelt sich in eine Szenerie, in der sich alles auf die Vorstellung vorbereitet. Drosselmeier führt verschiedene Divertissements vor und tanzt zuweilen selber mit. Auch ihr Bruder Fritz erscheint Marie als Tänzer. Im Grand Pas de Deux tanzt Louise mit Günther. Nach einem turbulenten Finale verschwindet die Theaterwelt - Marie wird von ihrer Mutter aufgeweckt. Wehmütig nimmt sie Abschied von ihrem Traum.


© Bayerisches Staatsballett

zur Stücknavigation

Biografien

Ihn interessiert der Mensch und seine Beziehungen, er spürt choreographisch dem nach, was mit Worten nicht (mehr) gesagt werden kann, und möchte der Musik durch den Tanz eine weitere Dimension geben.

So formulierte John Neumeier einmal den Motor seines Schaffens, dem bisher über hundert Stücke zu verdanken sind: darunter Klassiker-Adaptionen wie Romeo und Julia, Der Nussknacker, Dornröschen und Illusionen – wie Schwanensee, die Menschen zeigen statt Märchenfiguren.

Er hat dem Ballett – ähnlich wie John Cranko – Weltliteratur erschlossen, schuf Die Kameliendame, eine Reihe Shakespeare-Ballette oder Endstation Sehnsucht (nach Tennessee Williams) und wagte sich mit seinem auf der klassischen Technik basierenden, aber durch moderne Bewegungen oder wie improvisiert wirkende Gesten aufgebrochenen Vokabular an Kompositionen, die bis dahin als ganz und gar nicht "vertanzbar" galten: Werke von Gustav Mahler, die Matthäus-Passion, Bachs Magnifikat, das Requiem von Mozart.

John Neumeier stammt aus Milwaukee, kam als einundzwanzigjähriger Tänzer 1963 ans Stuttgarter Ballett, begann zu choreographieren, wurde Ballettdirektor in Frankfurt und ging von dort 1973 nach Hamburg, wo er seitdem künstlerisch zu Hause ist. Hier hat er eine weltweit renommierte Kompanie aufgebaut, ein Ausbildungszentrum für den Nachwuchs eingerichtet und seine eigene, unverwechselbare Tanzsprache entwickelt.

mehr lesen

zur Stücknavigation

Shop

zur Stücknavigation