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Komödie für Musik in drei Aufzügen - 1911

Komponist Richard Strauss (Bearbeitung von Eberhard Kloke) · Libretto von Hugo von Hofmannsthal
In deutscher Sprache · Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache | Neuproduktion

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  • Bayerisches Staatsorchester
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Ein sonderbar‘ Ding, der Rosenkavalier. Da hatte sich Richard Strauss mit Salome und Elektra gerade einen Ruf als Bürgerschreck auf der Opernbühne erarbeitet, war, wie er selbst schrieb, „an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit heutiger Ohren“ gegangen – um dann zusammen mit seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal das Publikum ausgerechnet mit den anachronistisch wehenden Walzern einer Hochadelskomödie in einem imaginierten Wien eines fantasierten 18. Jahrhunderts zu erobern. Das Wunderbare an dieser Sonderlichkeit ist dabei, dass Strauss und Hofmannsthal das Künstliche dieser Welt in Sprache und Musik auf die Spitze treiben und zu einem traum- und albtraumhaften Szenarium anwachsen lassen, in dem Platz ist für all die Themen, die den Rosenkavalier so bestechend machen: die Möglichkeiten und die Unmöglichkeit von Liebe, die Dringlichkeit und die Unerbittlichkeit der vergehenden Zeit, die Unverzichtbarkeit und unerbittliche Bedingtheit von Autonomie und Entscheidungsfreiheit.
Barrie Koskys Rosenkavalier zollt auch meist weniger rezipierten Quellen des Werks wie der französischen Operette L’ingenu libertin von Claude Terrasse und Louis Artus Tribut, fügt den liebgewonnenen Figuren von Sophie und Octavian, Ochs und Marschallin dadurch überraschende Facetten hinzu und erweitert in opulenten Bildern die Münchner Inszenierungsgeschichte des Werkes um ein aufregendes Kapitel.  

In der Online-Premiere und den folgenden Vorstellungen wird das Werk in der Bearbeitung des Komponisten und Dirigenten Eberhard Kloke zur Aufführung kommen. Klokes Bearbeitung nimmt den Charakter des Rosenkavaliers als Konversationsstück zum Ausgangspunkt, um seine Partitur in die Orchesterbesetzung von Strauss' darauffolgender Oper Ariadne auf Naxos zu transkribieren – ihrerseits ein Werk, das aus der Schnittmenge von Schauspiel und Musiktheater entstanden ist. Dabei geht es um eine Veränderung des Klangbildes und damit der klanglichen Struktur innerhalb des Orchesters sowie der Balance zwischen Bühne und Orchester, mit der sowohl eine Erweiterung wie auch eine Verdichtung des Klangs erzielt wird; die Instrumentation bevorzugt anstelle des Mischklangs eine Bandbreite kontrastreicher Spaltklänge. So drückt sich der Bezug zum Ariadne-Orchester zum Beispiel im häufigen Einsatz von Klavier, Harfe, Celesta und Harmonium aus.

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