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nach einer Erzählung von Alexander Puschkin - 2021

Choreographie Andrey Kaydanovskiy · Komponist Lorenz Dangel | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Donnerstag, 01. Juli 2021
19.30 Uhr – 21.30 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden · 1. Akt (ca. 19.30 - 20.12 Uhr) · Pause (ca. 20.12 - 20.42 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.42 - 21.19 Uhr)

Freier Verkauf

Preise H , € 88 / 77 / 63 / 50 / 35 / 23 / 11 / 8

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#BSBschneesturm

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Gavin Sutherland
Choreographie
Andrey Kaydanovskiy
Musik
Lorenz Dangel
Sound Design
Aleksandra Landsmann, Felix Trawöger, Lorenz Dangel
Bühne
Karoline Hogl
Kostüme
Arthur Arbesser
Licht
Christian Kass
Dramaturgie
Serge Honegger

  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester

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Medien

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Mehr dazu

Hauschoreograph Andrey Kaydanovskiy setzt im April 2021 Alexander Puschkins Erzählung Der Schneesturm in eine zeitgenössische Ballettsprache um. Während die Erzählung im russischen Kulturkreis zur Schullektüre gehört, ist die Erzählung aus dem Jahr 1831 hierzulande eher unbekannt: Die junge Marja, aus gutem Hause kommend, verliebt sich zum Unmut ihrer Eltern in den armen Fähnrich Wladimir. Der Beschluss des Paars, heimlich zu heiraten, wird jedoch vom Schicksal durchkreuzt, da sich die beiden Liebenden nachts auf dem Weg zur Kirche in einem Schneesturm verpassen. Wladimir wird vom Gefühl des Scheiterns geplagt. Er beschließt Soldat zu werden, zieht in den Krieg und fällt. Marjas Leben sowie dasjenige ihrer Familie nimmt eine ganz andere Wendung. Die Kraft des Schneesturms wirkt fort.

Andrey Kaydanovskiy geht in seinem ersten abendfüllenden Handlungsballett von den existenziellen Fragen aus, die in der Erzählung Puschkins angelegten sind: Was hat es mit dem Schicksal auf sich? Gibt es so etwas wie Bestimmung oder ist alles Zufall? Wie gehen die Menschen mit Situationen des Unplanbaren um? Gemeinsam mit dem aus Film und Theater bekannten Komponisten Lorenz Dangel und dem gesamten künstlerischen Team entwickelt Kaydanovskiy eine mitreißende Erzählweise, die mit viel Dynamik von den schicksalshaften Lebensverläufen der Protagonisten berichtet: „Das Leben ist voller Überraschungen. Während wir versuchen, es in eine bestimmte Richtung zu zwängen, hat es vielleicht schon einen anderen Weg gewählt und uns wie einen Schneesturm aus der Bahn geworfen. Doch manchmal braucht man genau das, um zu realisieren, dass es nicht nur den einen Weg gibt,“ so der Choreograph. Nach den beiden im Rahmen von À Jour im Prinzregententheater uraufgeführten Werken Discovery und Cecil Hotel kreiert Kaydanovskiy nun erstmals ein Stück für die große Bühne.

 

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Biografien

GAVIN SUTHERLAND

Gavin Sutherland ist der musikalische Leiter des English National Ballet (ENB). Er wurde in County Durham geboren, schloss 1993 sein Studium an der Universität von Huddersfield ab und gewann den Krucynski-Preis für Klavier und den Davidson-Preis für besondere Leistungen.

Er begann seine Karriere als fest angestellter Dirigent und Pianist beim Northern Ballet und hat in den letzten 25 Jahren mit vielen national und international gefeierten Tanzkompanien und Orchestern zusammengearbeitet. Er hat über 100 CDs aufgenommen, hauptsächlich mit britischer Musik, darunter viele Weltpremieren. Dieser Teil seiner Karriere hat zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit der BBC geführt, vor allem mit dem BBC Concert Orchestra, der Royal Ballet Sinfonia und dem City of Prague Philharmonic Orchestra.

Als Musikdirektor des ENB pflegt er das Repertoire des Ensembles und widmet sich Projekten wie der Orchestrierung von Vincenzo Lamagnas Partitur für Akram Khans Giselle, die mit dem Olivier Award ausgezeichnet wurde oder der Rekonstruktion von Le Corsaire.

Neben seiner Ballettarbeit arrangiert Sutherland regelmäßig Werke, bei denen die Quellenlage unsicher ist oder Partituren verlorgen gegangen sind, für führende internationale Orchester. Er spricht häufig im Fernsehen und im Radio über Musik und tritt an so unterschiedlichen Orten wie dem Sydney Opera House oder dem Buckingham Palace auf.

2019 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität von Huddersfield verliehen, und 2020 erhielt er den Critics' Circle National Dance Award für seinen herausragenden Beitrag im Bereich des Tanzschaffens.

www.gavinsutherland.com

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