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Dienstag, 29. April 2008
19.30 Uhr – 21.45 Uhr
Ingolstadt

Dauer ca. 2 Stunden 15 Minuten · 1. Teil (ca. 19.30 - 20.25 Uhr) · Pause (ca. 20.25 - 20.55 Uhr) · 2. Teil (ca. 20.55 - 21.45 Uhr)

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Besetzung

Choreographie
Jörg Mannes
Bühne
Tina Kitzing
Kostüme
Lenka Radecky-Kupfer
Licht
Christian Kass

Ariel
Lucia Lacarra
Miranda
Séverine Ferrolier
Prospero
Alen Bottaini
Ferdinand
Lukáš Slavický
Caliban
Wlademir Faccioni
Antonio
Karen Azatyan
Alonso
Marlon Dino
Gonzalo
Norbert Graf
Stefano
Filip Janda
Sebastian
Nour El Desouki
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Das Werk erzählt die Geschichte von Prospero und seiner Tochter Miranda, vom Luftgeist Ariel und dem bösen Sklaven Caliban, erzählt von Raub, Verrat, Großzügigkeit und Verzeihen - vor allem aber von der Liebe zwischen Miranda und Ferdinand, die eine zerrissene Familie wieder vereint.

Großes neoklassisches Handlungsballett auf Spitze in einem wandlungsfähigen, modernen Bühnenbild und Kostümen, die die Shakespeare-Zeit zitieren.

 

Akt I

Auf einer einsamen Insel -
Prospero, der rechtmäßige Herzog von Mailand und ein großer Zauberer, beobachtet mit seiner Tochter Miranda den Schiffbruch des Königs von Neapel, Alonso, und seines Gefolges.
Alonso und Prosperos Bruder Antonio hatten ihn zwölf Jahre zuvor von seinem Thron verstoßen und zusammen mit dem Kind Miranda auf dem Meer ausgesetzt. Vater und Tochter konnten sich auf eine einsame Insel retten. Von seinem neuen Reich aus sinnt Prospero seitdem auf Rache.
Die Herrschaft über die Insel hat er von Caliban übernommen, einem Wilden, den er domestiziert und schließlich unterjocht hat. Auch ein Luftgeist, Ariel, den er aus der Gefangenschaft befreit hat, steht ihm zu Diensten. Mit seiner Hilfe hat Prospero den Sturm entfacht, der das Schiff seiner Feinde zum kentern brachte. Nacheinander stranden diese – einzeln und in Gruppen – auf verschiedenen Teilen der Insel.
Ferdinand, der Sohn Alonsos, irrt allein umher und erblickt Miranda. Diese nähert sich ihm bei ihrer ersten Begegnung neugierig. Er ist der erste Mann, der ihr in ihrem Leben begegnet.
Währenddessen stößt Trinculo, auf der Suche nach einem Unterschlupf vor dem Regen, auf Caliban. Als Stephano dazukommt, bietet ihnen Caliban seine Dienste an. Er hofft mit ihrer Hilfe, Prospero loswerden zu können und die Herrschaft über die Insel wieder zu erlangen.
Der König trauert um seinen verloren geglaubten Sohn. Er und sein Gefolge, sein Bruder Sebastian, Antonio und der weise, gütige Gonzalo, sind vom Umherirren hungrig und müde. Alonso und Gonzalo schlafen ein. Antonio nutzt die Chance und überredet Sebastian dazu, einen Anschlag auf Alonso zu verüben, um selbst König werden zu können. Der Mord wird in letzter Minute von Ariel vereitelt.
Vielgestaltig jagt der Luftgeist die Gestrandeten über die Insel.

Akt II

Ariel spielt auf Geheiß Prosperos weiter seine Spielchen mit der hungrigen Gruppe des Königs und verhindert den Überfall Calibans und seiner neuen Kumpanen auf den Zauberer. Als der Luftgeist zum wiederholten Male seine Freiheit einfordert, zwingt ihn Prospero ihm noch eine Weile Untertan zu sein.
Währenddessen kommen sich Miranda und Ferdinand näher. Prospero, der es mit Genugtuung beobachtet, stellt Ferdinand trotzdem auf die Probe, indem er ihn für sich arbeiten lässt. Ferdiand lässt sich jedoch – da er in der Nähe seiner geliebten Miranda sein kann – nicht davon beirren. Schließlich besiegelt Prospero das Bündnis.
Mitleid mit seinen Widersachern keimt im Zauberer auf, als er sieht wie sein Plan aufgeht. Von Ariel lässt er alle zusammentreiben. Er enthüllt dem trauernden Alonso den verloren geglaubten Ferdinand, der mit Miranda in ein Schachspiel vertieft ist.
Noch einmal demonstriert Prospero seine Macht. Er entlässt Ariel in die lange versprochene Freiheit.
Der Zauberer entsagt seiner Macht und begibt sich in die Hände seiner Feinde. Geläutert versöhnen sie sich.
Caliban findet sich am Ziel seiner Wünsche – endlich allein auf seiner Insel.

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Biografien

Jörg Mannes wurde in 1969 in Wien geboren. Mit acht Jahren begann er seine Ausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper, die er in Monte Carlo, London und New York komplettierte. 1985 wurde er Mitglied des Balletts der Wiener Staatsoper. Ein Rudolf Nurejev-Stipendium ermöglichte ihm 1988 einen sechsmonatigen Aufenthalt an der Opéra de Paris. 1991 ging er als Solotänzer zu Heinz Spoerli an die Deutsche Oper am Rhein. Jörg tanzte in Choreografien u.a. von Frederick Ashton, August Bournonville, George Balanchine, John Cranko, William Forsythe, Jiří Kylián, Léonide Massine, John Neumeier, Rudolf Nurejev, Heinz Spoerli, Rudi van Dantzig und Hans van Manen. Sein Debüt als Choreograph gab Mannes 1994 in Düsseldorf. Gastchoreographien führten ihn u.a. mehrfach nach Montréal, Indianapolis und an das Bolschoi Theater Moskau, an das Badisches Staatsballett Karlsruhe und das Bayerische Staatsballett München. 2001 bis 2004 war Jörg Mannes als Chefchoreograf am Stadttheater Bremerhaven und von 2004 bis 2006 in der gleichen Position am Landestheater Linz tätig, bevor er mit Beginn der Saison 2006/07 als Ballettdirektor an die Staatsoper Hannover wechselte. Nach dreizehn erfolgreichen Jahren in Hannover und der Schaffung von fast 30 abendfüllenden Balletten choreografiert Jörg Mannes für Ballettkompagnien und Tanzensembles auf der ganzen Welt.

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