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Ballett in zwei Akten nach William Shakespeare

Choreographie John Cranko · Komponist Kurt-Heinz Stolze nach Domenico Scarlatti

Samstag, 19. November 2011
19.00 Uhr – 21.30 Uhr
Shanghai

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten · 1. Akt (ca. 19.00 - 20.00 Uhr) · Pause (ca. 20.00 - 20.30 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.30 - 21.25 Uhr)

#BSBTaming

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Besetzung

Choreographie
John Cranko
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose

  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Medien

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William Shakespeares Drama aus dem Jahr 1595 diente dem Südafrikaner John Cranko als literarische Vorlage für dieses abendfüllende Handlungsballett, das 1969 in Stuttgart uraufgeführt und 1976 ins Repertoire des Bayerischen Staatsballetts übernommen wurde.

In Der Widerspenstigen Zähmung ist alles ein bisschen anders, als es zunächst den Anschein hat. Die kratzbürstige Katharina wird am Ende die Zahme, zwei Huren springen als Ehefrauen ein und Katharinas zunächst zurückhaltende Schwester Bianca entpuppt sich letztlich als ausgemachtes Biest. Und das kommt so: Bevor Bianca heiraten darf, muss ein Ehemann für die willensstarke, widerspenstige Katharina gefunden werden. Dafür engagieren Biancas Verehrer den Draufgänger Petrucchio. Dieser schafft es zur allgemeinen Überraschung nicht nur, der aufmüpfigen Katharina Contra zu geben, sondern es gelingt ihm letztlich sogar, Katharinas eigentlich sanftes und liebenswertes Wesen zum Vorschein zu bringen. Der unterhaltsame Geschlechterkampf endet schließlich in einer gleichberechtigten und auf Liebe beruhenden Partnerschaft. 

 

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I. Akt

1. Vor Baptistas Haus: Der Geck Hortensio, der launische Student Lucentio und der alte Roué Gremio sind verliebt in Baptistas jüngere Tochter Bianca. Sie bringen ihr ein Ständchen dar, werden aber überrascht durch ihre misslaunige ältere Schwester Katharina. Baptista erklärt, dass vor Bianca erst Katharina unter die Haube kommen müsse. Die Nachbarn protestieren lärmend gegen die nächtliche Störung.

2. In einer Taverne: Die erfolglosen Freier ziehen sich in eine Schenke zurück, wo sie Petrucchio entdecken, dessen Geld von zwei Dirnen gestohlen worden ist. Die Freier schlagen ihm vor, Katharina zu heiraten, die eine beachtliche Mitgift zu erwarten hat. Petrucchio stimmt zu.

3. Im Hof von Baptistas Haus: Petrucchio hält bei Baptista um die Hand Katharinas an. Die drei Freier – als Gesangs-, Musik- und Tanzlehrer verkleidet – nützen die Gelegenheit, um mit Bianca zu flirten. Katharina willigt nach einer stürmischen Auseinandersetzung in die Heirat ein.

4. Katharinas Hochzeit: Während der Hochzeitsfeier benimmt sich Petrucchio abscheulich und entführt schließlich Katharina vor den Gästen.

II. Akt

1. Die Reise zum Haus Petrucchios: Durch Sturm und Regen führt Petrucchio sein widerspenstiges Weib nach Hause.

2. Petrucchios Küche: Katharina kommt hungrig und durchnässt an. Unter dem Vorwand, die Mahlzeit wäre für seine Frau nicht gut genug, weist Petrucchio das vorbereitete Essen zurück und lässt sie hungern.

3. Karneval: Lucentio überredet die beiden Dirnen, sich als Bianca zu verkleiden. Hortensio und Gremio lassen sich durch die Maskeraden täuschen und heiraten die Dirnen.

4. Petrucchios Haus: Katharina hungert und friert. Als Petrucchio selbst an ihren Kleidern Mängel auszusetzen hat, bricht ihr Widerstand allmählich zusammen.

5. Die Reise zu Biancas Hochzeit: Allmählich freundet sich Katharina mit Petrucchios heiterem Wesen an.

6. Biancas Hochzeit: Während Katharina und Petrucchio ein liebevoll harmonisierendes Paar bilden, scheinen die Ehe von Lucentio und Bianca sowie die Verbindungen von Gremio und Hortensio mit den beiden Dirnen unter keinem guten Stern zu stehen.

Kurt-Heinz Stolze über die Musik

Domenico Scarlatti (1685 – 1757), Sohn des großen Alessandro und Zeitgenosse Bachs, hat uns neben einigen Opern über 550 Klavier-Sonaten hinterlassen. Der Gedanke, nach Musik von ihm Der Widerspenstigen Zähmung zu choreographieren, kam von Erich Schäfer.
„Nach Scarlatti“ sei hier in einem weiten Sinn verstanden. Zuweilen werden Themen seiner Sonaten variiert, dann wieder ganz allgemein für Scarlatti typische formale Schemata aufgegriffen. Manchmal ging es auch lediglich um eine Anlehnung an das Klangidiom des italienischen „Concerto grosso“ jener Zeit. In jedem Fall gab seine farbig vielfältige, vitale Musik gerade für eine solche Ballettkomödie die ideale Anregung.

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Biografien

John Cranko kam 1946 von Kapstadt, wo er bereits als blutjunger Anfänger choreographische Versuche gemacht hatte, nach London.

Kaum an der Sadler’s Wells School, wurde er schon ins Royal Ballet aufgenommen; dort tanzte er sowohl mit der Covent Garden Company als auch mit der Sadler’s Wells Company. Sehr früh zeigte sich, dass seine Begabung mehr in der Choreographie als im Tanzen lag. Unter seinen Balletten beim Sadler’s Wells and Royal Ballet befanden sich Tritsch-Tratsch Polka (1946), Children’s Corner (1947), Beauty and the Beast (1949), Pineapple Poll (1951) und The Lady and the Fool (1954).

Werke für andere Compagnien waren The Witch (1950) für das New York City Ballet, Variations on a Theme (1954) für das Ballet Rambert, La Belle Hélène für das Ballet de l’Opéra de Paris, Romeo und Julia (1958) für La Scala di Milano sowie die beiden Revuen Cranks (1955) und New Cranks (1960). Daneben inszenierte er die Erstaufführung von Brittens Oper A Midsummer Night’s Dream in Aldeburgh 1960.

Nach der Stuttgarter Einstudierung seines für das Royal Ballet 1957 kreierten abendfüllenden Balletts Der Pagodenprinz verließ er 1961 das Royal Ballet um Ballettdirektor in Stuttgart zu werden. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich hier unter seiner Führung das „Stuttgarter Ballettwunder“, eine außergewöhnlich starke Compagnie mit einem vielfältigen Repertoire, die sich durch Gastspiele zwischen New York und Peking Weltgeltung ertanzte. Parallel zu seiner Arbeit als Direktor in Stuttgart übernahm er von 1968 bis 1972 auch die Tätigkeit als Chefchoreograph des Balletts der Bayerischen Staatsoper in München. Sein Einfluss auf die Deutsche Ballettszene in den 60er und Anfang der 70er Jahre ist nicht hoch genug einzuschätzen. Seinen herausragenden Platz in der Ballettgeschichte aber errang er wohl durch seine Kreationen abendfüllender Ballette – ein Genre, das durch ihn neue Belebung, einen neuen Stellenwert im Ballett der westlichen Welt bekam. Unverlierbar im Weltrepertoire haben sich bis heute Romeo und Julia (1962), Onegin (1965/1967) und Der Widerspenstigen Zähmung durchgesetzt. Onegin wird darüber hinaus von vielen als das einzige abendfüllende Werk des 20. Jahrhunderts betrachtet, das den Klassikern des neunzehnten ebenbürtig an die Seite gestellt werden kann.

Neben den bereits genannten abendfüllenden Klassikern und kürzeren Werken, die er vor allem für Stuttgart kreierte, seien noch erwähnt: Katalyse (1961), Daphnis und Chloé (1962), L’estro armonico, Schwanensee (beides 1963), Der Feuervogel (1964) für die Deutsche Oper Berlin, Onegin (1965), Opus 1 (1965), Konzert für Flöte und Harfe (1966), Der Nussknacker (1966), Die Befragung (1968), Présence (1969), Brouillards, Poème de l’extase (beides 1970), Carmen (1971), Initialen R.B.M.E. (1972) und Spuren (1973).

Für München schuf er unter anderem Begegnung in drei Farben, Gesang der Nachtigall (1968), Triplum, Französische Suite, Une Fete Galante (1969), Orpheus, und Ebony Concerto (1970). Im Münchner Repertoire befanden sich darüber hinaus folgende seiner Ballette: Schwanensee, Katalyse, Quatre Images, Présence, Daphnis und Chloé und Jeu de cartes. Seine drei Meisterwerke Romeo und Julia, Onegin und Der Widerspenstigen Zähmung sind bis heute prägende Säulen des Münchner Ballettrepertoires.

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