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Oper in drei Aufzügen

Komponist Franz Schreker · Libretto vom Komponisten
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln | Neuproduktion

Samstag, 19. Mai 2018
19.00 Uhr
Nationaltheater

1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.40 - 21.10 Uhr)

Einführung: 18.00 Uhr

Freier Verkauf · Serie 21

Preise K, € 132 / 115 / 95 / 74 / 52 / 30 / 14 / 10

Karten

Premiere am 01. Juli 2017

  • gefördert durch

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Markus Stenz
Inszenierung
Krzysztof Warlikowski
Bühne und Kostüme
Małgorzata Szczęśniak
Licht
Felice Ross
Choreographie
Claude Bardouil
Video
Denis Guéguin
Dramaturgie
Miron Hakenbeck
Chor
Sören Eckhoff
Kinderchor
Stellario Fagone

Herzog Antoniotto Adorno
Tomasz Konieczny
Graf Andrea Vitellozzo Tamare
Christopher Maltman
Lodovico Nardi
Alastair Miles
Carlotta Nardi
Catherine Naglestad
Alviano Salvago
John Daszak
Guidobaldo Usodimare
Manuel Günther
Menaldo Negroni
Kevin Conners
Michelotto Cibo
Sean Michael Plumb
Gonsalvo Fieschi
Andrea Borghini
Julian Pinelli
Peter Lobert
Paolo Calvi
Andreas Wolf
Capitano di giustizia
Tomasz Konieczny
Ginevra Scotti
Paula Iancic
Martuccia
Heike Grötzinger
Pietro
Dean Power
Ein Jüngling
Galeano Salas
Dessen Freund
Milan Siljanov
Ein Mädchen
Selene Zanetti
1. Senator
Ulrich Reß
2. Senator
Christian Rieger
3. Senator
Kristof Klorek
Diener
Milan Siljanov
Dienerin
Niamh O’Sullivan
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Mediathek

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Mehr dazu

Äußerlich entstellt sieht sich Alviano Salvago zu einem Leben ohne Liebe und erotische Erfüllung verdammt. All seine Energie verwendet er auf die Erschaffung einer perfekten wenngleich künstlichen Welt nach seiner Vision – die Insel Elysium. 

Die schöne Utopie hat jedoch eine Kehrseite: Von Alvianos Leitspruch „Die Schönheit sei Beute des Starken“ ermutigt, entführt die männliche Elite der Stadt Genua regelmäßig junge Frauen hierhin, um sie zu vergewaltigen. Alviano will dem ein Ende setzen und sein Werk der ganzen Menschheit zugänglich machen. Als Carlotta, Tochter des Stadtobersten, Alviano einlädt, ihr für ein Portrait Modell zu sitzen, weckt sie in ihm die Hoffnung auf ein ganz persönliches Glück. Beider Begegnung gerät jedoch ebenso zur Katastrophe wie die Öffnung des Elysiums. Im Gewand der italienischen Renaissance wagt Franz Schreker die Verortung der eigenen komplexen Identität als Künstler und Mensch und reflektiert so das Wesen menschlicher Natur im Taumel zwischen geistigem Streben nach dem Absoluten und instinktiver Begierde, zwischen den Gefühlen von Allmacht und Erbärmlichkeit.

 

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Ein künstliches Paradies wollte sich der missgestaltete Adelige Alviano Salvago schaffen – doch seine Insel Elysium ist zu einem Ort des Verderbens geworden. Seine adeligen Freunde entführen genuesische Mädchen dorthin und zwingen sie, an Orgien teilzunehmen, die sie in einer geheimen Grotte feiern. Als Alviano dies erfährt, ist er entsetzt. Er verkündet seinen Freunden, er wolle die Insel den Bürgern Genuas schenken. Sie protestieren, weil sie um die Entdeckung ihrer Untaten fürchten. Indessen empfängt Alviano bereits den Podestà – den Gouverneur Genuas – und dessen Tochter Carlotta, der die Schenkung im Namen der Bürger entgegennehmen soll. Die Malerin Carlotta hat die Aufmerksamkeit des jungen Adeligen Tamare erregt. Sie weist seine Avancen jedoch zurück und wendet sich stattdessen Alviano zu, den sie malen will. Der Übergabe der Insel soll auf Wunsch der Bürger noch der Herzog Adorno zustimmen. Tamare spricht bei ihm vor, um die Schenkung aufzuhalten und ihn als seinen Freund zu bitten, für ihn bei Carlotta zu werben. Sollte sie seine Liebe nicht erwidern, will Tamare sie sich mit Gewalt nehmen. Der Herzog durchschaut die grausamen Geschehnisse in der Lustgrotte der Insel und will ihnen ein Ende bereiten. Durch ihre Kunst sind Carlotta und Alviano sich nähergekommen, und sie gesteht ihm ihre Liebe. Doch Alviano, hin- und hergerissen zwischen sexueller Lust und ihrer Unterdrückung, gibt seinem Verlangen nach Carlotta nicht nach, da er erkennt, dass sie an einer geheimnisvollen Krankheit leidet, die sie schwächt. Als Alviano seine Insel ungeachtet der Warnung Adornos für die Bürger Genuas öffnet, sind diese überwältigt von der Schönheit des Ortes. Alviano sucht verzweifelt nach Carlotta – auch sie ist dem Zauber der Insel erlegen und Tamare in die Lustgrotte gefolgt. Alviano wird die Schuld am Raub und am Missbrauch der Mädchen gegeben, doch die Bürger Genuas schützen ihren Gönner. Als Alviano endlich in der Grotte Carlotta findet, liegt sie im Sterben. Tamare höhnt, Carlotta habe sich ihm freiwillig hingegeben. Rasend vor Eifersucht ersticht Alviano ihn. In dem Moment erwacht Carlotta und ruft mit ihrem letzten Atemzug nach Tamare. Alviano verfällt dem Wahnsinn.

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