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Komische Oper in drei Aufzügen

Komponist Richard Strauss · Stefan Zweig frei nach "Epicoene or The silent woman" (1609) von Ben Jonson
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Kent Nagano (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010) , Pedro Halffter (25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015) , Stefan Soltesz (12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
Inszenierung
Barrie Kosky
Bühne und Kostüme
Esther Bialas
Licht
Benedikt Zehm
Dramaturgie
Olaf A. Schmitt
Chor
Sören Eckhoff

Sir Morosus
Franz Hawlata (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010, 25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015, 15.11.2017, 18.11.2017) , Lars Woldt (12.11.2017, 24.11.2017)
Haushälterin
Catherine Wyn-Rogers (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010) , Okka von der Damerau (25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015, 12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
Der Barbier
Nikolay Borchev
Henry Morosus
Toby Spence (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010) , Daniel Behle (25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014) , Peter Sonn (05.07.2015, 09.07.2015) , Pavol Breslik (12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
Aminta
Diana Damrau (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010) , Brenda Rae (25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015, 12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
Isotta
Elena Tsallagova (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010) , Elsa Benoit (25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015) , Lavinia Dames (12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
Carlotta
Anaïk Morel (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010, 09.07.2015) , Tara Erraught (25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
Morbio
Christian Rieger (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010, 25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015, 12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017) , Matthias Henneberg (11.10.2014)
Vanuzzi
Christoph Stephinger (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010, 25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015) , Peter Lobert (12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
Farfallo
Steven Humes (20.07.2010, 23.07.2010, 26.07.2010, 30.07.2010) , Tareq Nazmi (25.09.2014, 28.09.2014, 02.10.2014, 05.10.2014, 11.10.2014, 05.07.2015, 09.07.2015) , Callum Thorpe (12.11.2017, 15.11.2017, 18.11.2017, 24.11.2017)
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Mehr dazu

Jähzorn und unberechenbare Gewaltausbrüche bestimmen den Alltag des wohlhabenden Morosus, der auf alle Klänge und Geräusche seiner Umgebung äußerst empfindlich reagiert, seien es Glockenläuten oder die Musik der Operntruppe seines plötzlich auftauchenden Neffen Henry. Beinahe erschlägt er seine Haushälterin und enterbt seinen Neffen, weil sich dieser der Kunst gewidmet hat. Um trotzdem an sein Geld zu kommen, erfinden der schlaue Barbier und Henrys Operntruppe ein perfides Spiel um eine schweigsame Frau, die Morosus heiraten soll, ihm aber zum Albtraum wird.

Als erste Oper nach dem Tod von Hugo von Hofmannsthal komponierte Richard Strauss die Bearbeitung von Ben Jonsons The silent woman durch Stefan Zweig und sah das Werk als seine einzige komische Oper an. 

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Erster Aufzug

Sir Morosus reagiert empfindlich und aggressiv auf jedes Geräusch. Die einzig geduldeten Personen in seiner Umgebung sind seine Haushälterin, die seit siebzehn Jahren bei ihm lebt und insgeheim hofft, seine Liebe zu gewinnen, sowie sein Barbier. Als Morosus des Geschwätzes seiner Haushälterin wieder einmal überdrüssig wird, schlägt ihm der Barbier vor, eine schweigsame Frau zu heiraten, die er ihm besorgen könne. In diesem Moment verschafft sich Henry Morosus, der totgeglaubte Neffe, Einlass und wird von seinem Onkel leidenschaftlich begrüßt und zu dessen Erben ernannt. Henry wird allerdings von seiner Operntruppe begleitet, die mit großem Lärm hereinkommt, darunter seine Frau Aminta, Isotta, Carlotta, Morbio, Vanuzzi und Farfallo. Morosus muss erfahren, dass sein Neffe ein Sänger ist, enterbt ihn kurzerhand wieder, beleidigt die Operntruppe und fordert den Barbier auf, ihm bis zum nächsten Tag eine schweigsame Frau zu bringen. Allein mit den Künstlern erläutert ihnen der Barbier Morosus’ Lärmempfindlichkeit, die von einer traumatischen Erfahrung während seiner Zeit als Matrose herrührt. Er fasst den Plan, mit Hilfe der Operntruppe Morosus scheinbar eine schweigsame Frau heiraten zu lassen, die sich nach der Hochzeit als Furie entpuppt, so dass er sie wieder loswerden möchte. Eine gleichfalls gespielte Scheidung ließe so die Truppe und natürlich auch den Barbier an das reichlich vorhandene Geld kommen, das Morosus im Keller hütet.

Zweiter Aufzug

Herausgeputzt von seiner Haushälterin erwartet Morosus drei Damen, die ihm der Barbier als Heiratswillige präsentiert. Carlotta tritt als dummes Landmädchen auf, Isotta als hochgebildetes Plappermaul, einzig Aminta weiß als schüchterne Timidia die Vorstellungen Morosus’ zu erfüllen. Mit Hilfe Vanuzzis als Priester und Morbios als Notar wird Morosus mit ihr verheiratet. Angeführt von Farfallo brechen mit großem Lärm die anderen Gaukler als ehemalige Matrosen herein, die ihrem Genossen gratulieren wollen. Morosus muss sich machtlos dem Getöse aussetzen. Endlich mit Aminta/Timidia allein, versucht er ihre stille Traurigkeit zu ergründen. Als er immer zudringlicher wird, fordert sie lautstark ihre Ruhe und richtet Chaos in der Wohnung an, um den alten Muff zu beseitigen. Henry eilt Morosus schließlich zur Hilfe, wirft die vermeintliche Timidia hinaus und beruhigt seinen Onkel mit der Aussicht, für den nächsten Tag die Scheidung vorzubereiten.

Dritter Aufzug

Mit großem Lärm hat Aminta/Timidia die Wohnung umgestaltet und einen Papageien einziehen lassen. Den flehentlichen Bitten der Haushälterin nach Ruhe zum Trotz lässt sie ein Cembalo hereinbringen, Henry und Farfallo treten als Gesangslehrer und Musiker auf. Gemeinsam mit Henry singt Aminta/Timidia zwei Bravourstücke der italienischen Oper. Morosus ist verzweifelt. Vanuzzi und Morbio treten als Scheidungsrichter auf und suchen mit gespielter Umständlichkeit nach einem rechtmäßigen Trennungsgrund. Der Barbier glaubt ihn schließlich in Timidias vorehelicher Beziehung gefunden zu haben und führt Henry als Zeugen herein. Timidia streitet dies ab, Henry sieht durch das Spiel die Ernsthaftigkeit von Amintas Liebe gefährdet. Da die Unschuld Timidias nicht Gegenstand des Ehevertrags war, muss Morosus seine vermeintliche Gattin behalten und bricht entsetzt zusammen. Endlich beendet Henry das grausame Spiel und klärt seinen verwirrten Onkel auf. Morosus lacht über sich selbst und nimmt die Operntruppe bei sich auf. Er sieht sich geläutert und genießt beseelt die Ruhe in sich.

Premiere von Richard Strauss' "Die schweigsame Frau" am 20. Juli 2010 im Prinzregententheater

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Biografien

Kent Nagano, geboren in Kalifornien, war Musikdirektor des Berkeley Symphony Orchestra, der Opéra National de Lyon, des Hallé Orchestra und der Los Angeles Opera sowie künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonieorchesters Berlin, bevor er 2006 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper wurde. In dieser Position, die er bis 2013 innehatte, leitete er zahlreiche Neuproduktionen, darunter Billy Budd, Chowanschtschina, Eugen Onegin, Idomeneo, Ariadne auf Naxos, Wozzeck, Lohengrin, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Wolfgang Rihms Das Gehege, Unsuk Chins Alice in Wonderland, Minas Borboudakis’ liebe.nur liebe und Jörg Widmanns Babylon. Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu Festivals wie denen von Grafenegg, Gent, Berlin und Baden-Baden. Seit 2006 ist Kent Nagano zudem Musikdirektor des Orchestre Symphonique de Montréal, seit 2013 auch Erster Gastdirigent der Göteborger Symphoniker. (Stand 2014)

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Fundstücke (4)

Im Grunde handelt es sich bei diesem Foto ja um gar kein „Fundstück“. Auch, wenn es aussieht, als hätten wir dieses Bild aus unserem Archiv gefischt, ist es neuesten Datums. Wer nämlich etwas genauer hinschaut, erkennt darauf Diana Damrau und Steven Humes. Und zwar in welcher Oper? mehr lesen

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