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Oper in drei Bildern

Komponist Erich Wolfgang Korngold · Libretto von Paul Schott frei nach Georges Rodenbachs Roman „Bruges-la-Morte“
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Sonntag, 19. Juli 2020
19.30 Uhr – 22.45 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten · 1. Akt (ca. 19.30 - 20.15 Uhr) · Pause (ca. 20.15 - 20.35 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.35 - 21.20 Uhr) · Pause (ca. 21.20 - 21.50 Uhr) · 3. Akt (ca. 21.50 - 22.35 Uhr)

Einführung: 18.30 Uhr

Freier Verkauf

Preise S , € 243 / 213 / 183 / 143 / 102 / 67 / 21 / 16

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Premiere am 18. November 2019

#BSOstadt

  • sponsored by

  • In Kooperation mit dem Theater Basel

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Kirill Petrenko
Inszenierung
Simon Stone
Bühne
Ralph Myers
Kostüme
Mel Page
Licht
Roland Edrich
Chöre
Stellario Fagone
Dramaturgie
Lukas Leipfinger
Mitarbeit Regie
Maria-Magdalena Kwaschik

Paul
Jonas Kaufmann
Marietta/Die Erscheinung Mariens
Marlis Petersen
Frank/Fritz
Andrzej Filonczyk
Brigitta
Jennifer Johnston
Juliette
Mirjam Mesak
Lucienne
Corinna Scheurle
Gaston/Victorin
Manuel Günther
Graf Albert
Dean Power
Kinderchor
Kinderchor der Bayerischen Staatsoper
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Medien

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Mehr dazu

Die Grenze zwischen Traum und Realität löst sich zunehmend auf, als der um seine verstorbene Frau Marie trauernde Paul auf die Tänzerin Marietta trifft. Aufgrund ihrer äußerlichen Ähnlichkeit zu Marie wird Marietta zur Projektionsfläche für die erotischen Wünsche Pauls, dessen Trauer kultische Züge trägt: Die sorgsam aufbewahrte Haarsträhne der Verstorbenen wird wie eine Reliquie verwahrt. Nach einer nervenaufreibenden „Vision“ mit kathartischer Wirkung wird Paul schließlich in der Wirklichkeit geerdet. Er kann die Stadt Brügge als den Ort für seinen Totenkult verlassen. Der ursprüngliche Werktitel „Triumph des Lebens“ ist für die persönliche Entwicklung des Protagonisten bezeichnend.
Wenige Wochen vor der immens erfolgreichen Uraufführung von Die tote Stadt bezeichnete kein Geringerer als Giacomo Puccini den damals 23-jährigen Erich Wolfgang Korngold als „die stärkste Hoffnung der neuen deutschen Musik“. Arien wie „Glück, das mir verblieb“ und „Mein Sehnen, mein Wähnen“ gehören wegen ihrer melodischen Eindringlichkeit zum Konzertrepertoire zahlreicher Opernsänger und strahlen weit über die Bekanntheit der Toten Stadt hinaus.

 

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Biografien

Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit elf Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem Omsker Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie (Vater Geiger, Mutter Musikwissenschaftlerin) nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Kirill Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren an der Musikuniversität in Wien. 

Direkt nach dem Abschluss engagierte ihn Nikolaus Bachler an die  Wiener Volksoper. Von 1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Meininger Theater. Mit seinem Dirigat von Wagners Der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und in der Ausstattung von Alfred Hrdlicka erregte er 2001 zum ersten Mal internationales Aufsehen. Im Jahr 2002 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin an, wo er bis 2007 eine Reihe von prägenden Produktionen leitete.

Parallel zu seinen Positionen in Meiningen und Berlin entwickelte sich rasch seine internationale Karriere. Im Jahre 2000 debütierte Kirill Petrenko beim Maggio Musicale Fiorentino, 2001 an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden, 2003 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Opéra national de Paris, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Metropolitan Opera in New York. Von 2006 bis 2008 erarbeitete er gemeinsam mit Peter Stein in Lyon Inszenierungen der drei Puschkin-Opern Tschaikowskys (Mazeppa, Eugen Onegin und Pique Dame), die im Frühjahr 2010 auch als Zyklus gezeigt wurden.

Seit seinem Weggang von der Komischen Oper Berlin war Kirill Petrenko als Dirigent freischaffend tätig. In dieser Zeit leitete er unter anderem 2009 an der Bayerischen Staatsoper die Neuproduktion von Janáčeks Jenůfa. In Frankfurt interpretierte er Mussorgskys Chowanschtschina, Pfitzners Palestrina und Puccinis Tosca. Im Jahr 2011 folgten dann zwei Neuproduktionen von Tristan und Isolde, zuerst an der Opéra National de Lyon und dann bei der Ruhrtriennale.

Zu den wichtigsten Orchestern, die Kirill Petrenko bisher geleitet hat, gehören die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das Sinfonieorchester des WDR Köln, die Hamburger Philharmoniker und das NDR-Sinfonieorchester Hamburg, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Wiener Symphoniker, das Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Orchestra Santa Cecilia in Rom, das Orchester der RAI Turin und das Israel Philharmonic Orchestra. Außerdem dirigierte Kirill Petrenko Konzerte bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Von 2013 bis 2015 leitete er Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen.

Im Herbst 2013 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, das er bis Ende der Spielzeit 2019/20 innehaben wird. Seither hat er die Premieren von Die Frau ohne SchattenLa clemenza di TitoDie Soldaten, Lucia di LammermoorLulu, Die Meistersinger von Nürnberg, Lady Macbeth von Mzensk, Tannhäuser, Il trittico, Parsifal und Otello geleitet und im Repertoire unter anderem Richard Wagners Der Ring des Nibelungen. Im Januar 2016 erarbeitete Kirill Petrenko die Uraufführung von Miroslav Srnkas South Pole.

Seit 2019 ist Kirill Petrenko auch Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. In der Spielzeit 2019/20 leitet er an der Bayerischen Staatsoper die Neuinszenierungen von Die tote Stadt und Falstaff, außerdem dirigiert er die Wiederaufnahmen von Die Meistersinger von Nürnberg und Salome sowie zwei Akademiekonzerte des Bayerischen Staatsorchesters.

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