Infos

Sonntag, 20. Januar 2019
11.00 Uhr
Nationaltheater

Junges Publikum · Drama Plus

€ 0,- mit der Drama Plus Karte

Ermäßigung für Schüler, Studierende und Azubis: € 5,-

Freunde-Foyer (Eingang Nord, Alfons-Goppel-Straße)

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Termine & Karten

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Besetzung

Gast: Prof. Dr. Marcus Llanque, Professor für Politische Theorie an der Universität Augsburg

Besetzung für alle Termine

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Der Kompromiss hat es nicht leicht. Meist hält man ihn für faul, denn er verwässert gute Ideen. Wer sich mit ihm zufriedengibt, hat nicht genug für seine Sache gekämpft; wer dauernd Kompromisse eingeht, von dem bleibt am Ende nicht viel übrig. Wie weit dürfen wir aufeinander zugehen, ohne unseren Standpunkt zu verlieren?
Heutzutage – so scheint es – hat der Kompromiss keinen guten Ruf. „Keine Kompromisse!“ schallt es uns entgegen – aus der Werbung, die mit vorgeblicher äußerer oder funktionaler Puristik zum Kauf animieren will, und zunehmend auch in der Politik, die auf Konfrontation setzt statt auf Konsens, und das scheint ja prima zu klappen. Aber ist deren vornehmstes Instrumentarium, die Diplomatie, nicht eigentlich die Kunst des Kompromisses per excellence?
Und die Bühnenkünste, Oper, Ballett, auch Konzerte, sind doch ein Zusammenspiel verschiedenster Kunstformen und vor allem vieler Künstlerinnen und Künstler – jener Spezies, deren Metier man landläufig mit besonders großer Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit verbindet, die aber hier doch offensichtlich alle miteinander an einem großen Kompromiss arbeiten. Was geschieht hier: Verstehen wir da etwas falsch? Ist es Zeit, über den Begriff Kompromiss neu nachzudenken?

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