Infos

Montag, 01. April 2019
19.00 Uhr
Marstall-Café

Das Marstallcafé befindet sich im Marstall im ersten Stock (Eingang über den Marstallplatz).

€ 0,- mit der Drama Plus Karte

Ermäßigung für Schüler, Studierende und Azubis: € 5,-

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Termine & Karten

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Besetzung

Solist I
Milan Siljanov
Akkordeon
Andreas Bittl

Gäste
Frater Prior Emmanuel Rotter OSB 
Dr. Katja Gunkel

Besetzung für alle Termine

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Mehr dazu

Ein schier unmögliches Unterfangen: Schon die französischen Aufklärer d’Alembert und Diderot hatten die Idee, sämtliches Wissen der Welt festzuhalten und für alle systematisch aufzuarbeiten. Die Enzyklopädie wurde ein großer Erfolg – als gedankliches Projekt hingegen ist sie natürlich bis heute nicht abgeschlossen. Auch die Welt des Musiktheaters bietet eine Fülle an Begriffen, die Künstler bis heute immer wieder beschäftigen.

Die Dramaturgie von Staatsoper und Staatsballett lädt Sie daher auf eine gewagte Entdeckungsreise ein. Werden Sie zum Kenner zahlreicher Geheimnisse von Oper und Ballett und lassen Sie sich einmal im Monat an entlegene, ungesehene Orte der Oper entführen und kommen Sie mit einem Begriff auf die Spur – zusammen mit Künstlern und Musikern unseres Opernhauses sowie mit Experten unterschiedlichster Profession und Passion.

Wer beichtet, handelt und gesteht einen Fehler ein. Ausgehend von Ernst Kreneks Bühnenwerk Karl V., das die Lebensbeichte des abgedankten Kaisers des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation bei einem jungen Mönch zeigt, wird das Thema „Beichte“ in der Enzyklopädie Nr. 46 aus mannigfachen Perspektiven beleuchtet. Gebeichtet wird nicht nur bei Geistlichen, sondern auch beim Arzt, vor Gericht, bei der Polizei, gegenüber den Eltern oder unter Partnern. Inwiefern hat sich das Beichten in der Gesellschaft über die Jahre hinweg verändert? Oscar Wilde proklamierte ganz im reformatorischen Sinn: „Wenn wir uns selbst anklagen, fühlen wir, dass kein anderer das Recht hat, uns anzuklagen. Die Beichte, nicht der Priester, gibt uns Absolution.“ Im Jahr 1530 machte Karl V. auf seinem Weg von Bologna nach Augsburg Halt in München. Im alten Rosengarten - dort, wo heute der Marstall steht - bekam der Kaiser ein großes Bankett und genau an diesem Ort, im Marstall-Café, wird die Unmögliche Enzyklopädie stattfinden.  

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Biografien

Milan Siljanov studierte Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste und absolvierte den Opera Course der Guildhall School of Music & Drama in London. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den 1. Preis des Wigmore Hall/Kohn Foundation International Song Competition 2015 und den 2. Preis des ARD-Musikwettbewerbs 2018. Sein Repertoire umfasst Partien wie Collatinus (The Rape of Lucretia), Leporello (Don Giovanni) und die Titelpartie in Le nozze di Figaro. Zudem war er Stipendiat der Independent Opera Voice Fellowship der Wigmore Hall. In den Spielzeiten 2016/17 sowie 2017/18 war er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, seit der Spielzeit 2018/19 ist er hier Ensemblemitglied. (Stand: 2019)

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