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Mittwoch, 05. Februar 2020
20.00 Uhr
Wernicke-Saal

Drama Plus · U30

Preise PG10

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Besetzung

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Ein schier unmögliches Unterfangen: Schon die französischen Aufklärer d’Alembert und Diderot hatten die Idee, sämtliches Wissen der Welt festzuhalten und für alle systematisch aufzuarbeiten. Die Enzyklopädie wurde ein großer Erfolg – als gedankliches Projekt hingegen ist sie natürlich bis heute nicht abgeschlossen. Auch die Welt des Musiktheaters bietet eine Fülle an Begriffen, die Künstler bis heute immer wieder beschäftigen.

Die Dramaturgie von Staatsoper und Staatsballett lädt Sie daher auf eine gewagte Entdeckungsreise ein. Werden Sie zum Kenner zahlreicher Geheimnisse von Oper und Ballett und lassen Sie sich einmal im Monat an entlegene, ungesehene Orte der Oper entführen und kommen Sie mit einem Begriff auf die Spur – zusammen mit Künstlern und Musikern unseres Opernhauses sowie mit Experten unterschiedlichster Profession und Passion.

Abschied

Das aktuelle Spielzeitmotto „Kill your Darlings“ beinhaltet die Aufforderung, von etwas oder auch jemandem Abschied zu nehmen: Als alltäglicheres Phänomen begegnet uns Loslassen, wenn wir uns beim Ausmisten von überflüssigem Besitz trennen, um Platz zu schaffen. Das Abschiednehmen ist ein aktiver Prozess und meint die vorübergehende Trennung von Menschen, bevor man sich wiedersieht ebenso wie das beschlossene Ende einer Partnerschaft oder gar den endgültigen Abschied von Verstorbenen, also das Akzeptieren des Todes. So löst sich Paul in Erich Wolfgang Korngolds Oper Die tote Stadt von der Fixierung an seine tote Frau Marie und den daran gekoppelten Totenkult: Abschied als psychoanalytische Verarbeitung des Todes und gleichzeitig lebensbejahender Aufbruch. Ist Abschied damit ein zwangsläufiges Arrangieren mit der Vergänglichkeit oder ein bewusstes Annehmen der Flüchtigkeit allen Seins?

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