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Donnerstag, 19. März 2020
20.00 Uhr
Freunde-Foyer

Drama Plus · U30

€ 5,- mit der Drama Plus Karte und für U30

€ 9,90

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Reduzieren bedeutet: Aus mehr weniger machen. Aber das ist erst der Anfang, nur ein Bruchteil, in gewisser Weise die reduzierte Fassung der Faszination Reduktion. Denn was immer reduziert wird, die Gründe lassen sich nicht auf ein „weniger“ engführen. Wenn wir – kill your darlings – die Menge an Informationen, die wir weitergeben, reduzieren, um das „Wesentliche“ herauszustellen, ist das Ergebnis dann „Weniger“ oder „Mehr“? Beides – und außerdem noch „anderes“, denn jeder Zugriff auf eine Information bedeutet ihre Veränderung. Und jede Weitergabe einer Information bedeutet ihre Veränderung; dass, wie Marshall McLuhan schrieb, das Medium die Botschaft ist, zeigt sich umso deutlicher an Kurznachrichten, die von uns verlangen, einen Inhalt auf eine bestimmt Anzahl von Zeichen zu reduzieren. Reduktion als Redaktion.

Welche Wege die Reduktion in der Musik nehmen kann, hat nicht nur und nicht erst John Cage gezeigt. Zu vielen Zeiten wurden Klänge bereichernd reduziert: Reduktion als Konzentration, als Betonung, als Eröffnung neuer Erfahrungsräume. Eine Frage, die wir an alle Künste stellen können: Sind radikal reduzierte Formen wie Minimal Art, Minimal Music, Laut- und Buchstabenpoesie unvermeidliche Entwicklungen, die Kunst- und Weltgeschichte notwendig hervorbringen mussten? Oder ist die radikale Reduktion auch immer die radikale Lenkung der Rezeption? Reduktion als Manipulation?

In Gesprächen und künstlerischen Darbietungen versuchen wir an diesem Abend herauszufinden: was passiert ist, nachdem Barnett Newman die Tür zugemacht hat; ob der Reduktionismus etwas mit Sauerstoff zu tun hat; wann aus einer Reduktion ein Sonderangebot wird und um wieviel weniger Musik mehr ist als mehr (Musik).

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