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Musiktheater in zwei Teilen und einem Epilog

Komponist Nikolaus Brass · Libretto vom Komponisten unter Verwendung von Texten von Tomas Tranströmer, Rose Ausländer und Mahmout Darwish | Neuproduktion

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Marie Jacquot
Inszenierung
Ludger Engels
Ausstattung
Ric Schachtebeck
Licht
Benedikt Zehm
Dramaturgie
Miron Hakenbeck, Malte Krasting

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Unangekündigt und ungerufen, in einem Moment ruhelosen Stillstands mitten auf der Reise namens Leben brechen über einen Mann Erinnerungen an längst vergessene Geschehnisse herein. Vor allem Gesichter und Stimmen von Menschen, die ihm einmal nahestanden, tauchen wieder auf, zunächst bruchstückhaft, dann in immer deutlicheren Szenen und Bildern: eine Geliebte, die ihn verlassen hat, ein Flüchtling, dem er nicht helfen konnte, sein Kind, dem gegenüber er genauso versagt hat wie einst seine eigenen Eltern, deren erbärmlicher Welt er den Rücken kehrte. Trotz seines sprechenden Namens – Nikolaus Brass bezeichnet seinen Protagonisten als „Der Liebende“ – muss er schmerzlich feststellen, dass es ihm nicht gelungen ist, sich diesen Menschen restlos zu öffnen. Nachdem er sich gegen den Besuch der Vorübergehenden anfänglich wehrt, nimmt er ihn mehr und mehr zum Anlass für eine schonungslose Selbstbefragung darüber, was sein Leben ausmacht. In Nikolaus Brass’ Musiktheater für sieben Solisten, zwölfstimmigen Chor und Kammerorchester wird das Leben als Geflecht flüchtiger Begegnungen und unvollendeter Beziehungen erfahrbar – als Klangraum, in dem das Publikum mal die Perspektive des Liebenden und mal die des Vorübergehenden einnimmt und Vergangenheit und Gegenwart auf utopische Weise zusammenfließen.

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Biografien

Marie Jacquot, geboren in Paris, begann 2004 ihre Studien am Conservatoire National Régional de Paris, die sie mit einem Bachelor im Posaunenspiel abschloss. 

Anschließend studierte sie Dirigieren in Wien bei Uros Lajovic und Simeon Pironkoff und nahm an Meisterkursen u.a. bei Sir Simon Rattle, Zubin Mehta und Bertrand de Billy teil. Während dieser Zeit dirigierte sie in Sofia und Danzig und assistierte bei Opernproduktionen u.a. auf Mauritius, in New York City und beim Festival Wien Modern. Derzeit studiert sie an der Weimarer Hochschule für Musik bei Nicolas Pasquet. An der Bayerischen Staatsoper assistierte sie Generalmusikdirektor Kirill Petrenko bei der Uraufführung von South Pole. Für das Festspielprojekt Tonguecat übernimmt sie hier die musikalische Leitung.

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