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Musiktheater in zwei Teilen und einem Epilog

Komponist Nikolaus Brass · Libretto vom Komponisten unter Verwendung von Texten von Tomas Tranströmer, Rose Ausländer und Mahmoud Darwish | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Freitag, 13. Juli 2018
20.30 Uhr – 22.10 Uhr
Reithalle

Nachspielzeit nach Vorstellungsende

Nach der Vorstellung wird die Reithalle noch eine Weile geöffnet bleiben. Wir laden Sie dazu ein, noch vor Ort den Abend ausklingen zu lassen und so das Gesehene mit Gästen im persönlichen Gespräch zu diskutieren. An der Bar können nach Vorstellungsende Getränke sowie kleine Snacks erwerben.

Hier finden Sie einen Anfahrtsplan.

 

Dauer ca. 1 Stunden 40 Minuten

Drama Plus · Junges Publikum

Preise E32

Premiere am 13. Juli 2018

Uraufführung · Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper

  • Partner der Festspiel-Werkstatt

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Besetzung

Musik
Nikolaus Brass
Musikalische Leitung
Marie Jacquot
Inszenierung
Ludger Engels
Bühne und Kostüme
Ric Schachtebeck
Licht
Benedikt Zehm
Dramaturgie
Miron Hakenbeck, Malte Krasting
Chorleitung
Martin Steidler

Der Liebende
Nikolay Borchev
Der Schatten
Vasily Khoroshev
Die Liebende / Die Liebende als junge Frau
Sarah Maria Sun
Der Flüchtling / Der Reisende
Ilker Arcayürek
Der Liebende als junger Mann
Joshua Owen Mills
Vater
Wolfgang Newerla
Mutter
Ulrike Helzel
Chor
Vokalensemble Die Vorübergehenden
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Medien

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Mehr dazu

Unangekündigt und ungerufen, in einem Moment ruhelosen Stillstands mitten auf der Reise namens Leben brechen über einen Mann Erinnerungen an längst vergessene Geschehnisse herein. Vor allem Gesichter und Stimmen von Menschen, die ihm einmal nahestanden, tauchen wieder auf, zunächst bruchstückhaft, dann in immer deutlicheren Szenen und Bildern: eine Geliebte, die ihn verlassen hat, ein Flüchtling, dem er nicht helfen konnte, sein Kind, dem gegenüber er genauso versagt hat wie einst seine eigenen Eltern, deren erbärmlicher Welt er den Rücken kehrte. Trotz seines sprechenden Namens – Nikolaus Brass bezeichnet seinen Protagonisten als „Der Liebende“ – muss er schmerzlich feststellen, dass es ihm nicht gelungen ist, sich diesen Menschen restlos zu öffnen. Nachdem er sich gegen den Besuch der Vorübergehenden anfänglich wehrt, nimmt er ihn mehr und mehr zum Anlass für eine schonungslose Selbstbefragung darüber, was sein Leben ausmacht. In Nikolaus Brass’ Musiktheater für sieben Solisten, zwölfstimmigen Chor und Kammerorchester wird das Leben als Geflecht flüchtiger Begegnungen und unvollendeter Beziehungen erfahrbar – als Klangraum, in dem das Publikum mal die Perspektive des Liebenden und mal die des Vorübergehenden einnimmt und Vergangenheit und Gegenwart auf utopische Weise zusammenfließen.

 

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Biografien

Nikolaus Brass studierte Komposition in München und Berlin sowie bei Helmut Lachenmann. Er komponierte zahlreiche Auftragswerke u. a. für das SWR Radiosymphonieorchester Stuttgart, das Rundfunksinfonieorchester Berlin, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (innerhalb der Reihe musica viva), das Münchner Kammerorchester, die Donaueschinger Musiktage und die Wittener Tage für neue Kammermusik. Sein Kammermusiktheater Sommertag nach John Fosse wurde im Rahmen der Münchner Biennale uraufgeführt und jüngst an der Staatsoper Unter den Linden neu inszeniert. Für die Ruhrtriennale und das belgische Ensemble Muziektheater Transparant entstand 2016 das Musiktheater earth diver. Im Jahr 2009 erhielt Brass den Musikpreis der Landeshauptstadt München. Seit 2014 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Komposition an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2017/18: Die Vorübergehenden. (Stand: 2018)

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