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Erster Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“

Komponist Richard Wagner · Dichtung vom Komponisten
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Mittwoch, 04. Juli 2012
17.00 Uhr – 22.35 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 5 Stunden 35 Minuten · Pausen zwischen 1. Aufzug und 2. Aufzug (ca. 18.05 - 18.40 Uhr) zwischen 2. Aufzug und 3. Aufzug (ca. 20.10 - 20.55 Uhr)

Freier Verkauf

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Besetzung

Musikalische Leitung
Kent Nagano
Inszenierung
Andreas Kriegenburg
Bühne
Harald B. Thor
Kostüme
Andrea Schraad
Licht
Stefan Bolliger
Choreographie
Zenta Haerter
Dramaturgie
Miron Hakenbeck
Dramaturgie
Marion Tiedtke

Siegmund
Klaus Florian Vogt
Hunding
Ain Anger
Wotan
Thomas J. Mayer
Sieglinde
Anja Kampe
Brünnhilde
Katarina Dalayman
Fricka
Sophie Koch
Helmwige
Barbara Morihien
Gerhilde
Danielle Halbwachs
Ortlinde
Golda Schultz
Waltraute
Heike Grötzinger
Siegrune
Roswitha Christina Müller
Roßweiße
Alexandra Petersamer
Grimgerde
Okka von der Damerau
Schwertleite
Anaïk Morel
  • Bayerisches Staatsorchester

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Mehr dazu

Der Kampf der Sippen nährt die Schlachtfelder. Walküren, Götterkinder, werden zu Instrumenten des Vaters und sammeln ihm ein Heer aus lauter Toten.

Seine Nachkommen sollen Wotans Macht sichern. Ein Zwillingspaar, Siegmund und Sieglinde, scheint geboren dafür: Der Bruder landet am Herd seines Feindes, findet dort nach Jahren seine Schwester und gewinnt ihr Herz. Alles läuft nach Plan, und doch verstößt die Geschwisterliebe gegen Gesetze. Der Vater muss den Sohn opfern. Brünnhilde, Lieblingstochter, widersetzt sich zum ersten Mal dem Vater und schützt vergebens das inzestuöse Paar.

Am Ersten Tag des Rings des Nibelungen, in der 1870 in München uraufgeführten Walküre, scheitern die Pläne des Göttervaters, seine Verstrickungen zu lösen: Am Ende sind die Kinder ermordet oder bestraft und verbannt. Bleibt allen das Warten auf den Helden einer kommenden Zeit. Den trägt Sieglinde in sich, Samen ihres Bruders, irgendwo auf der Flucht durch den Wald.

 

Vorgeschichte

Der Ring, den sich Alberich unter dem Verzicht auf die Liebe hat schmieden lassen und der ihm die Weltherrschaft sichern sollte, ist zusammen mit dem Nibelungenhort durch Wotans Betrug an den Riesen Fafner gefallen. Inzwischen sind Jahre vergangen. In einen Lindwurm verwandelt hütet Fafner in einem Wald den Schatz, den sowohl Alberich als auch Wotan begehren. Ohne Liebe hat Alberich einen Sohn gezeugt, der ihm als Werkzeug dienen soll, den Ring zurück zu gewinnen. Auch Wotan hat Strategien entwickelt, um wieder in den Besitz des Rings zu kommen und sich zugleich vor der Bedrohung durch Alberich und sein Heer zu schützen. Walküren, Töchter seines Willens, bringen ihm ein Heer toter Helden nach Walhall. Mit einer Menschenfrau zeugte er den Sohn Siegmund, der ihm als freier Held den Ring zurück bringen soll. Siegmund ist mit seiner Zwillingschwester Sieglinde als Wälsungenpaar zur Welt gekommen, aber schon als Kinder wurden sie durch die Kriegsumstände getrennt. Wotan hat Siegmund im Gewand eines Wolfes jahrelang zum Rebellen erzogen, bevor er spurlos verschwand.

1. Akt

Auf der Flucht vor seinen Verfolgern und auf der Suche nach Schutz während eines heftigen Gewitters findet ein Fremder in einer um eine Esche gebauten Hütte Unterschlupf. Die Frau des Hauses gibt ihm zu trinken, beide sind unmittelbar voneinander angezogen. Ihr Gatte Hunding kehrt heim, mit dem die Frau in einer Zwangsehe lebt. Auch er gewährt dem Fremden Gastrecht, bittet ihn zu Tisch und erfährt aus dessen Schilderungen, dass dieser eigentlich Feind seiner Sippe ist. Für die eine Nacht gesteht er ihm Schutz zu, doch für den nächsten Morgen fordert er ihn zum Zweikampf auf.

Der waffenlose Fremde erinnert sich der Worte seines Vaters, in höchster Not ein Schwert zu finden. Die Frau hat inzwischen Hunding einen Schlaftrunk gereicht. Sie will dem Gast bei der Flucht helfen und zeigt ihm ein Schwert in der Esche, das bisher niemand aus dem Stamm ziehen konnte. Durch das Erzählen ihrer Lebensgeschichte erkennen die beiden einander. Sieglinde nennt ihren Bruder bei seinem richtigen Namen: Siegmund. Als Zwillinge und als Liebende finden sie ihre Identität und ihr Glück in einer Liebesnacht und begeben sich schließlich mitsamt dem Schwert auf die Flucht.

2. Akt

Wotan fordert seine Lieblingstochter, die mit der Göttin Erda gezeugte Walküre Brünnhilde, auf, Siegmund auf seiner Flucht beizustehen. Seine Gattin Fricka stimmt ihn jedoch um, indem sie ihm vor Augen führt, dass Siegmund und Sieglinde gegen das Recht der Ehe verstoßen haben und Wotans Sohn keineswegs der freie Held ist, der den Hort und den Ring erobern kann. Siegmund ist das Werkzeug Wotans, und so muss Wotan seiner Frau versprechen, ihn durch Hundings Hand töten zu lassen.

Wotan sieht keinen Ausweg. Seiner Tochter Brünnhilde offenbart er seinen Schmerz, seine Begierden, seine Abhängigkeiten und Zwänge, die ihn nicht anders handeln lassen. Er beauftragt die Tochter, sich auf Hundings Seite zu schlagen. Brünnhilde ist tief erschüttert. Sie trifft auf Siegmund, der den Schlaf der von der Flucht erschöpften Sieglinde bewacht. Ihm verheißt sie den Tod und verspricht, ihn nach Walhall ins Heldenheer des Vaters zu bringen. Siegmund verweigert sich jedoch ihrem Ansinnen, als er hören muss, dass er Sieglinde dort nicht treffen werde. Brünnhilde erlebt durch die Unzertrennlichkeit der beiden zum ersten Mal die Liebe und entscheidet sich gegen den Willen ihres Vaters: Die beiden Wälsungen sollen leben. Hunding hat inzwischen die Flüchtlinge eingeholt und fordert Siegmund zum Kampf auf. Trotz seines Schwertes und der Unterstützung durch Brünnhilde fällt Siegmund Hunding zum Opfer, da Wotan in den Kampf eingreift und mit seinem Speer Siegmunds Schwert zerstört. Frickas Wille ist durchgesetzt. Hunding wird von Wotan ermordet. Brünnhilde sammelt die Stücke von Siegmunds zerbrochenen Schwert Nothung auf und ergreift mit Sieglinde die Flucht.

3. Akt

Auf dem Weg nach Walhall versammeln sich die Walküren. Brünnhilde bittet ihre Schwestern um Unterstützung, damit sie sich und Sieglinde vor dem Zorn Wotans schützen kann. Doch diese wollen sich nicht gegen den Vater auflehnen. Sieglinde will Siegmund in den Tod folgen. Sie lässt sich erst umstimmen, als Brünnhilde ihr offenbart, dass sie mit dem Kind ihres Bruders schwanger sei. Brünnhilde gibt dem Ungeborenen den Namen Siegfried und bittet Sieglinde, dem dereinst größten Helden der Welt die Stücke des Schwertes seines Vaters aufzubewahren. Sieglinde flieht in den Wald, in dem Fafner haust, wo allein sie vor Wotan sicher ist. Brünnhilde liefert sich Wotan aus, der ihr aus Zorn über den Ungehorsam die Göttlichkeit nimmt, sie in einen tiefen Schlaf versetzt und zur leichten Beute des erst besten Mannes macht. Brünnhilde kann ihrem Vater gerade noch abringen, einen Flammenring um sie zu legen, so dass nur ein furchtloser Held zu ihr gelangen kann.

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Biografien

Kent Nagano, geboren in Kalifornien, war Musikdirektor des Berkeley Symphony Orchestra, der Opéra National de Lyon, des Hallé Orchestra und der Los Angeles Opera sowie künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonieorchesters Berlin, bevor er 2006 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper wurde. In dieser Position, die er bis 2013 innehatte, leitete er zahlreiche Neuproduktionen, darunter Billy Budd, Chowanschtschina, Eugen Onegin, Idomeneo, Ariadne auf Naxos, Wozzeck, Lohengrin, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Wolfgang Rihms Das Gehege, Unsuk Chins Alice in Wonderland, Minas Borboudakis’ liebe.nur liebe und Jörg Widmanns Babylon. Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu Festivals wie denen von Grafenegg, Gent, Berlin und Baden-Baden. Seit 2006 ist Kent Nagano zudem Musikdirektor des Orchestre Symphonique de Montréal, seit 2013 auch Erster Gastdirigent der Göteborger Symphoniker. (Stand 2014)

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Blog

Eine Esche für Hundings Hütte

Dominierendes Bühnenbildmerkmal in Harald B. Thors Bühnenbild zu Wagners „Walküre“ ist die riesige Esche, die in Hundings Hütte steht. Wir haben bei Peter Pfitzner, dem Leiter der Bühnenplastik, nachgefragt, wie die Esche entstanden ist, wie sie ihren Weg ins Nationaltheater und schließlich auf die Bühne gefunden hat. mehr lesen

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