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Münchner Opernfestspiele
Sonntag, 16. Juli 2017
20.00 Uhr
Prinzregententheater

Junges Publikum · Drama Plus

20% Ermäßigung mit der Drama Plus Karte (nur am Schalter)

Preise PF, € 40 /33 /25 /- /-

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Uraufführung
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Besetzung

Musikalische Leitung
Kirill Petrenko

Solistin
Caroline Wettergreen

Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters

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Hans Abrahamsen 
Two Inger Christensen Songs 
Uraufführung - Auftragswerk der Freunde und Förderer der Musikalischen Akademie des Bayerischen Staatsorchesters e. V.

Werke von u. a. Claude Debussy, Paul Hindemith und Erich Wolfgang Korngold

Mittlerweile gibt es sie seit 15 Jahren: die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters, das Nachwuchsprogramm für junge Orchestermusikerinnen und -musiker. Anlässlich dieses Jubiläums dirigiert Generalmusikdirektor Kirill Petrenko erstmals das jährliche Festspiel-Konzert. Auf dem Programm steht Musik des 20. und 21. Jahrhunderts – im Mittelpunkt die Uraufführung eines Auftragswerks, das der dänische Komponist Hans Abrahamsen für die jungen Musikerinnen und Musiker geschrieben hat. Außerdem erklingen verschiedene Werke aus dem frühen und mittleren 20. Jahrhundert, darunter die Schauspielmusik zu Shakespeares Viel Lärm um Nichts von Erich Wolfgang Korngold und die Kammermusik Nr. 1 des jungen, wilden Paul Hindemith.

Programm:

Hans Abrahamsen (geb. 1952)
Zwei Inger-Christensen-Lieder (1979/2012) für Sopran und Ensemble
– Uraufführung –

Erich Wolfgang Korngold (1892–1957)
Suite aus der Schauspielmusik zu Much Ado About Nothing

Paul Hindemith (1895–1963)
Kammermusik Nr. 1 für 12 Soloinstrumente op. 24 Nr. 1

Ein Blick in die Zukunft: Die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters kann in diesem Sommer auf ihr 15-jähriges Bestehen zurückblicken, aber sie schaut wie von Anfang an immer nach vorne. Schließlich werden in dem auf zwei Jahre angelegten Programm junge Musikerinnen und Musiker in allen möglichen Aspekten auf die Arbeit in einem großen Opernorchester vorbereitet, und viele der Teilnehmer haben inzwischen ihren Weg in bedeutende Orchester – nicht zuletzt manche ins Staatsorchester selbst – gefunden. Nun dirigiert Generalmusikdirektor Kirill Petrenko erstmals das Festspiel-Konzert der Orchesterakademie, das in dieser Saison im besonders festlichen Rahmen des Prinzregententheaters stattfindet. Und auch in anderer Hinsicht geht der Blick in die Zukunft, denn in regelmäßigen Abständen vergeben die Freunde und Förderer der Musikalischen Akademie e. V. einen Kompositionsauftrag für die Nachwuchsmusiker. Dieses Jahr hat der dänische Komponist Hans Abrahamsen ein Werk beigesteuert: Two Inger Christensen Songs, zwei Lieder auf Texte dieser eigenwilligen Dichterin. Das kostbare Werk für Sopran und sieben Instrumentalisten steht im Zusammenhang mit Abrahamsens anwachsendem Werkzyklus ums Thema „Schnee“ – der auch in den kommenden Jahren an der Bayerischen Staatsoper eine gewisse Rolle spielen wird. Außerdem umfasst das Programm verschiedene Ensemblestücke überwiegend aus dem frühen und mittleren 20. Jahrhundert, darunter die selten zu hörende Schauspielmusik-Suite zu Shakespeares Viel Lärm um Nichts von Erich Wolfgang Korngold und die Kammermusik Nr. 1 des jungen, wilden Paul Hindemith, sowie weitere Werke, die noch bekanntgegeben werden.

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Biografien

Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit elf Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem dortigen Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie (Vater Geiger, Mutter Musikwissenschaftlerin) nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Kirill Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren an der Musikuniversität in Wien. 

Direkt nach dem Abschluss engagierte ihn Nikolaus Bachler an die  Wiener Volksoper. Von 1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Meininger Theater. Mit seinem Dirigat von Wagners Der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und in der Ausstattung von Alfred Hrdlicka erregte er 2001 zum ersten Mal internationales Aufsehen. Im Jahr 2002 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin an, wo er bis 2007 eine Reihe von prägenden Produktionen leitete.

Parallel zu seinen Positionen in Meiningen und Berlin entwickelte sich sehr rasch seine internationale Karriere. Im Jahre 2000 debütierte Kirill Petrenko beim Maggio Musicale Fiorentino, 2001 an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden, 2003 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Opéra National de Paris, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Metropolitan Opera in New York und 2005 an der Oper Frankfurt. Von 2006 bis 2008 erarbeitete er gemeinsam mit Peter Stein in Lyon Inszenierungen der drei Puschkin-Opern Tschaikowskys (Mazeppa, Eugen Onegin und Pique Dame), die im Frühjahr 2010 auch als Zyklus gezeigt wurden.

Seit seinem Weggang von der Komischen Oper Berlin war Kirill Petrenko als Dirigent freischaffend tätig. In dieser Zeit leitete er unter anderem 2009 an der Bayerischen Staatsoper die Neuproduktion von Janáčeks Jenůfa (Inszenierung: Barbara Frey). In Frankfurt interpretierte er Pfitzners Palestrina (Inszenierung: Harry Kupfer) und Puccinis Tosca (Inszenierung: Andreas Kriegenburg). Im Jahr 2011 folgten dann zwei Neuproduktionen von Tristan und Isolde, zuerst an der Opéra National de Lyon und dann bei der Ruhrtriennale.

Zu den wichtigsten Orchestern, die Kirill Petrenko bisher geleitet hat, gehören die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das Sinfonieorchester des WDR Köln, die Hamburger Philharmoniker und das NDR-Sinfonieorchester Hamburg, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Wiener Symphoniker, das Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Orchestra Santa Cecilia in Rom, das Orchester der RAI Turin und das Israel Philharmonic Orchestra. Außerdem dirigierte Kirill Petrenko Konzerte bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Von 2013 bis 2015 leitete er Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen.

Im Herbst 2013 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, das er bis Ende der Spielzeit 2019/20 innehaben wird. Seither hat er die Premieren von Die Frau ohne Schatten, La clemenza di Tito, Die Soldaten, Lucia di Lammermoor, Lulu, South Pole und Die Meistersinger von Nürnberg geleitet und unter anderem die Wiederaufnahme von Der Ring des Nibelungen dirigiert. 

Kirill Petrenko wurde im Juni 2015 zum zukünftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt; diese Position wird er im Herbst 2019 antreten. In der Spielzeit 2016/17 leitet Kirill Petrenko die Neuinszenierungen von Lady Macbeth von Mzensk und Tannhäuser. Außerdem dirigiert er ein breites Repertoire: Die Meistersinger von Nürnberg, Der Rosenkavalier, South Pole, Die Fledermaus, Die Frau ohne Schatten, sowie drei Akademiekonzerte.

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