Infos

Münchner Opernfestspiele
Freitag, 30. Juli 2021
19.00 Uhr
Nationaltheater

Wendende Punkte

Bitte beachten Sie, dass pro Kundennummer nur 2 Karten gekauft werden können.

Neue Besucherhinweise! Bitte beachten Sie, dass während der Münchner Opernfestspiele (ab dem 29. Juni) für den Besuch aller Vorstellungen der Nachweis einer der sogenannten „Drei-Gs“ (Geimpft, getestet, genesen) nötig ist! Alle Informationen zu Ihrem Besuch finden Sie hier.

Preise T

ausverkauft

Diese Vorstellung wird im Rahmen von Staatsoper.TV live im Internet übertragen.

Zwei Stunden vor Beginn der Vorstellung sowie ggf. in den Pausen können Sie die Ausstellung SPHINX OPERA von Alexander Kluge im Nationaltheater besuchen. 
(Eine Eintrittskarte für die jeweilige Vorstellung ist nötig!)

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Termine & Karten

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Besetzung

Nikolaus Bachler
Ivor Bolton
Pavol Breslik
Constantinos Carydis
Diana Damrau
Alex Esposito
Asher Fisch
Elīna Garanča
Christian Gerhaher
Anja Harteros
Gerold Huber
Ermonela Jaho
Anja Kampe
Jonas Kaufmann
Wolfgang Koch
Kent Nagano
Anna Netrebko
Anne Sofie von Otter
Marlis Petersen
Kirill Petrenko
Anne Schwanewilms
Nina Stemme
Bryn Terfel
Georg Zeppenfeld
  • Bayerisches Staatsorchester

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PROGRAMM

Richard Wagner Das Rheingold
Vorspiel
Musikalische Leitung Kent Nagano

Francis Poulenc Dialogues des Carmélites
Arie der Madame Lidoine aus dem 3. Aufzug: „Mes filles, voilà que s’achève
Anne Schwanewilms
Musikalische Leitung Kent Nagano

Richard Strauss Die schweigsame Frau
Monolog des Sir Morosus vom Ende des 3. Aufzugs: „Wie schön ist doch die Musik“
Georg Zeppenfeld
Musikalische Leitung Kent Nagano

Claudio Monteverdi L’Orfeo
Arie des Orfeo aus dem 3. Akt: „Possente spirto“
Orfeo Christian Gerhaher
Musikalische Leitung Ivor Bolton

Wolfgang Amadeus Mozart Le nozze di Figaro
Cavantina der Gräfin aus dem 2. Akt: „Porgi, amor“
Diana Damrau
Musikalische Leitung Ivor Bolton

Abendempfindung KV 523
Gesang Anne Sofie von Otter
Klavier Constantinos Carydis

Antonín Dvořák Rusalka
Arie des Prinzen aus dem 2. Akt: „Vidino divna, přesladka“
Pavol Breslik
Musikalische Leitung Ivor Bolton

Giacomo Puccini Suor Angelica
Romanze der Suor Angelica: „Senza mamma“
Ermonela Jaho
Musikalische Leitung Asher Fisch

Ludwig van Beethoven Fidelio
Streichquartett Nr. 15 a-Moll op. 132, 3. Satz (Ausschnitt)

Giacomo Puccini Tosca
Arie der Floria Tosca aus dem 2. Akt: „Vissi d’arte“
Anna Netrebko
Musikalische Leitung Asher Fisch

Umberto Giordano Andrea Chénier
Arie des Andrea Chénier aus dem 1. Bild: „Un dì all’azzurro spazio“
Jonas Kaufmann
Musikalische Leitung Asher Fisch

Wolfgang Amadeus Mozart Don Giovanni
Arie des Leporello aus dem 1. Akt: „Madamina, il catalogo è questo“
Alex Esposito
Musikalische Leitung Ivor Bolton

Gaetano Donizetti La Favorite
Arie der Léonor aus dem 3. Akt: „O mon Fernand !“
Elīna Garanča
Musikalische Leitung Asher Fisch

Richard Wagner Die Walküre
Gesang der Sieglinde aus dem 1. Aufzug: „Der Männer Sippe“
Anja Kampe
Musikalische Leitung Asher Fisch

Gesang des Wotan aus dem 3. Aufzug: „Leb wohl, du kühnes, herrliches Kind“
Bryn Terfel
Musikalische Leitung Asher Fisch

Richard Wagner Tristan und Isolde
Schlussgesang der Isolde aus dem 3. Aufzug: „Mild und leise“
Nina Stemme
Musikalische Leitung Asher Fisch

Richard Wagner Die Meistersinger von Nürnberg
Vorspiel zum 3. Aufzug
Gesang des Sachs aus dem 3. Aufzug: „Wahn! Wahn! Überall Wahn!“
Wolfgang Koch
Musikalische Leitung Kirill Petrenko

Richard Strauss Salome
Schlussgesang von Salome am Ende der 4. Szene: „Ah! Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen“
Marlis Petersen
Musikalische Leitung Kirill Petrenko

Erich Wolfgang Korngold Die tote Stadt
Schlussgesang des Paul am Ende des 3. Bildes: „O Freund, ich werde sie nicht wiedersehn“
Jonas Kaufmann
Musikalische Leitung Kirill Petrenko

Richard Strauss Der Rosenkavalier
Der „Zeitmonolog“ der Feldmarschallin aus dem 1. Akt: „Da geht er hin, der aufgeblas’ne, schlechte Kerl“
Anja Harteros
Musikalische Leitung Kirill Petrenko

Franz Schubert Abschied D 475
Gesang Christian Gerhaher
Klavier Gerold Huber

Ein letzter Abend über Ende und Anfang

Am Beginn der Operngeschichte steht Orpheus als Sänger, den der Tod seiner Gattin Eurydike dazu bewegt, sich emporzuschwingen und den Riss in seinem Leben durch Kunst zu überwinden: schöpferisch in ständiger Entwicklung seiner selbst und der Welt.

Rainer Maria Rilkes Schilderungen in den Sonetten an Orpheus umkreisen und beobachten den Kern der Kunst wie in einem Prozess, gleich Stolzing und Sachs in der Schusterstube, die beide durch den Schöpfungsvorgang mit einem Mal den Parnass der Kunst erklimmen. Dieser Moment ist das Wesen des Theaters, er birgt dessen Geheimnis und offenbart es durch Mozart oder Beethoven oder Strauss: ein Abrunden und Weitertreiben zugleich.

Bei Rilke heißt das: „Wolle die Wandlung.“ Kunst beschreibt der Dichter als Bewegung, als „das heiter Geschaffne, das mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt“. Nach 13 Jahren beschwört ein solcher Gedanke nicht allein das Abrunden, das Ende, sondern gerade den „wendenden Punkt“ – besungen von jenen, die eine Zeit
entscheidend mitgeprägt und die Oper in München lebendig gestaltet haben. Ihre Kunst hat sich dem Bleiben widersetzt. Mehr noch: Ihr Wirken war direkter Austausch mit dem Publikum im Sinne Rilkes, „daß du dich wandelst in Wind“.

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Biografien

Nikolaus Bachler wurde in der Steiermark/Österreich geboren. Nach der Ausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien folgten mehrere Jahre Engagements als Schauspieler an verschiedenen Bühnen Deutschlands und Österreichs. Im Alter von 27 Jahren wurde er künstlerischer Leiter an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. 1990 wechselte er als „Producteur artistique“ zum Taller Europe Paris. Von 1991 bis 1996 war Nikolaus Bachler Intendant der Wiener Festwochen und von 1996 bis 1999 Direktor der Volksoper Wien. In dieser Funktion engagierte er Kirill Petrenko als Kapellmeister.

Von 1999 bis 2008 leitete Nikolaus Bachler das Wiener Burgtheater. Er verpflichtete große Regisseure wie Peter Zadek, Luc Bondy, Klaus Michael Grüber, Thomas Langhoff und Andrea Breth an das Haus, genauso wie die junge Regie-Generation von Nicolas Stemann über Falk Richter und Christiane Pohle bis René Pollesch. Künstler wie Hermann Nitsch, Christoph Schlingensief und Anselm Kiefer arbeiteten ebenfalls unter seiner Direktion am Burgtheater. Mit großen Podiumsdiskussionen etablierte er das Burgtheater als Ort für (kultur-)politische Auseinandersetzungen.

2008 übernahm Nikolaus Bachler die Intendanz der Bayerischen Staatsoper. Unter seiner Führung setzte sich die künstlerische Vision der Burgtheater-Jahre fort: Die großen Opernregisseure der Gegenwart wie Hans Neuenfels, Dmitri Tcherniakov, Martin Kušej, Krzysztof Warlikowski und Calixto Bieito sind ebenso vertreten wie die Schauspielregisseure David Bösch, Andreas Kriegenburg und Antú Romero Nunes, die zum ersten Mal Neuproduktionen im Opernmetier präsentierten.

In Zusammenarbeit mit Kent Nagano wurden Neuinterpretationen unter anderem von Wagners Lohengrin (2009), Poulencs Dialogues des Carmélites (2010), Messiaens Saint François dʼAssise (2011) oder Mussorgskys Boris Godunow (2013) erarbeitet; im Jahr 2012 folgte Wagners Der Ring des Nibelungen. Nach den Uraufführungen von Peter Eötvösʼ Die Tragödie des Teufels (2010), Miroslav Srnkas Make No Noise (2011) und Jörg Widmanns Babylon hatte im Januar 2016 mit South Pole von Miroslav Srnka ein weiteres Auftragswerk an der Bayerischen Staatsoper Premiere. Im 2021/21 folgt ein weiteres Werk von Miroslav Srnka: Singularity.

Mit dem Beginn der Saison 2013/14 verpflichtete Nikolaus Bachler den Dirigenten Kirill Petrenko als Generalmusikdirektor an die Bayerischen Staatsoper. Gemeinsam entstanden seither die Neuinszenierungen von Die Frau ohne SchattenLa clemenza di TitoDie SoldatenLucia di LammermoorLuluDie Meistersinger von NürnbergLady Macbeth von MzenskTannhäuserIl trittico, ParsifalOtello, Salome und Die tote Stadt sowie die Uraufführung von Miroslav Srnkas South Pole. Zu den Festspielen 2021 folgt Tristan und Isolde.

Im September 2019 wurde Nikolaus Bachler zum Geschäftsführenden Intendant der Osterfestspiele Salzburg ab 1. Juli 2020 und zum Künstlerischen Gesamtleiter des Festivals ab 2022 ernannt. (Stand: 2020)

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