Infos

Komponist Ludwig van Beethoven

Sonntag, 23. Juli 2006
19.00 Uhr – 22.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden · 1. Akt (ca. 19.00 - 20.25 Uhr) · Pause (ca. 20.25 - 20.55 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.55 - 22.00 Uhr)

Download Besetzungszettel (PDF) zur Stücknavigation

Besetzung

Musikalische Leitung
Zubin Mehta
Inszenierung und Bühne
Peter Mussbach
Kostüme
Andrea Schmidt-Futterer
Licht
Konrad Lindenberg
Chöre
Andrés Máspero

Don Fernando, Minister
Martin Gantner
Don Pizarro
Juha Uusitalo
Florestan
Peter Seiffert
Leonore
Waltraud Meier
Rocco
Matti Salminen
Marzelline
Aga Mikolaj
Jaquino
Kevin Conners
1. Gefangener
Kenneth Roberson
2. Gefangener
Steven Humes
zur Stücknavigation

Mehr dazu

Beethovens einzige Oper! Eine Hymne auf Hoffnung und Freiheit: Florestan sitzt als politischer Gefangener im Kerker. Seine Frau Leonore verkleidet sich als Mann, nennt sich Fidelio und nimmt einen Job im Gefängnis an. Wird es ihr nun gelingen, Florestan zu befreien? Spannung bis zur letzten Sekunde. Dann: Trompetensignal. Befreiung. Jubel.

 

1. Aufzug

Don Pizarro, der Gouverneur eines Staatsgefängnisses in der Nähe von Sevilla, hält seine politischen Feinde als Opfer willkürlicher Gewalt gefangen. Unter ihnen befindet sich auch Don Florestan, der den Gouverneur wegen Mißbrauchs seiner Macht öffentlich anklagte. Leonore vermutet, daß sich ihr Gatte Florestan in diesem Gefängnis befindet. Deshalb hat sie sich, als Mann verkleidet, unter dem Namen Fidelio bei dem Kerkermeister Rocco anstellen lassen.

Marzelline, Roccos Tochter, hat sich in Fidelio verliebt. Sie weist das Werben des Schließers Jaquino, der sich seit längerer Zeit Hoffnung auf eine Heirat macht, entschieden zurück. Auch Rocco zieht nun den geschickteren Fidelio als möglichen Schwiegersohn dem einfachen Schließer vor und unterstützt seine Tochter in ihrem Anliegen.

Pizarro wird in einem anonymen Brief davor gewarnt, daß der Minister Don Fernando das Gefängnis zu inspizieren beabsichtigt. Er hat davon erfahren, daß politische Gefangene unrechtmäßigerweise festgehalten werden. Sogleich erteilt Pizarro seinen Wachen den Befehl, bei der Ankunft des Ministers ein Trompetensignal zu geben, um Florestan noch vor dem Erscheinen des Ministers beseitigen zu können. Pizarro beauftragt mit dem Mord Rocco, der sich jedoch weigert, diesen zu begehen. Der Gouverneur beschließt nun, selbst die Tat zu vollbringen, und befiehlt dem Kerkermeister, in Florestans Kerker ein Grab auszuheben.

Leonore, die das Gespräch zwischen Pizarro und Rocco belauscht hat, ist jetzt zu allem entschlossen. Sie will Florestan unter den Gefangenen suchen und befreien. Sie bittet Rocco um Hofgang für die Inhaftierten, unter denen sie ihren Gatten jedoch nicht finden kann. Deshalb überredet sie den Kerkermeister, sie mit in die unterirdischen Gefängnisse zu nehmen, wo sie Florestan vermutet.

Pizarro erscheint und befiehlt zornig, die Gefangenen wieder einzusperren. In Anbetracht des Komplotts, Florestan zu beseitigen, sieht er jedoch von einer Bestrafung Roccos für dessen eigenmächtiges Handeln ab.

II. Aufzug

In einem unterirdischen Verlies beklagt Florestan sein Schicksal. Gleichsam halluzinatorisch erscheint ihm in der Erinnerung das Bild Leonores.

Rocco, gefolgt von Leonore, kommt herein, um das Grab auszuheben. Entsetzt erkennt sie in dem Gefangenen ihren Gatten Florestan. Auf das mit Rocco vereinbarte Zeichen erscheint Pizarro, um Florestan zu töten. Leonore gibt sich als Gattin Florestans zu erkennen und kann im letzten Moment durch ihr mutiges Dazwischentreten den Mord an ihrem Gatten verhindern, als ein Trompetensignal die Ankunft des Ministers verkündet.

Don Fernando gibt seinem totgeglaubten Freund Florestan und allen anderen Gefangenen die Freiheit wieder und führt den Tyrannen Pizarro der gerechten Strafe zu.

© Bayerische Staatsoper

zur Stücknavigation

Biografien

Zubin Mehta wurde in Bombay geboren und erhielt von seinem Vater Mehli Mehta, dem Gründer des Bombay Symphony Orchestra, seine erste musikalische Ausbildung. Nach zwei Semestern Medizinstudium konzentrierte er sich ganz auf die Musik und absolvierte an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky eine Dirigentenausbildung. Er gewann den Internationalen Dirigentenwettbewerb von Liverpool und war Preisträger der Akademie in Tanglewood.  

Er war Music Director des Montreal Symphony Orchestra (1961-1967) und des Los Angeles Philharmonic Orchestra (1962-1978). 1969 wurde er außerdem musikalischer Berater des Israel Philharmonic Orchestra, wo man ihn 1977 zum Chefdirigenten und 1981 zum Music Director auf Lebenszeit ernannte. Von 1978 bis 1991 war er Music Director des New York Philharmonic Orchestra. Seit 1985 ist er Chefdirigent des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz.

Sein Debüt als Operndirigent gab er 1964 in Montreal mit Tosca und stand seitdem u.a. am Pult der Metropolitan Opera in New York, der Wiener Staatsoper, des Royal Opera House Covent Garden in London, des Teatro alla Scala in Mailand, der Opernhäuser in Chicago und Florenz sowie bei den Salzburger Festspielen. Zwischen 1998 und 2006 war Zubin Mehta Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, wo er 2006 zum Ehrenmitglied ernannt worden ist.

Er erhielt diverse Auszeichnungen und Ehrungen, u.a. ist er Träger des Nikisch-Rings, Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv und wurde 2008 mit dem Praemium Imperiale ausgezeichnet. Zudem ist er Ehrendirigent der Wiener und der Münchner Philharmoniker, des Los Angeles Philharmonic Orchestras, der Staatskapelle Berlin und des Bayerischen Staatsorchesters. 2011 erhielt er außerdem als erster klassischer Musiker einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

2006 eröffnete er mit einer Produktion von Beethovens Fidelio den Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia, gefolgt von einer Neuproduktion von Der Ring des Nibelungen mit La Fura dels Baus in Koproduktion mit dem Opernhaus Florenz. 2008 dirigierte er Don Carlos zur Eröffnung des neuen Opernhauses in Oslo. In der Spielzeit 2015/16 leitet er an der Bayerischen Staatsoper außer den Gurre-Liedern noch die Wiederaufnahme von Fidelio und die Neuproduktion von Un ballo in maschera.

mehr lesen

zur Stücknavigation