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Oper in zwei Akten

Komponist Ludwig van Beethoven · Libretto von Joseph Sonnleithner nach Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean-Nicolas Bouillys Libretto „Léonore, ou L'Amour conjugal“
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Sonntag, 27. Oktober 2019
19.00 Uhr – 21.50 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 50 Minuten · 1. Akt (ca. 19.00 - 20.20 Uhr) · Pause (ca. 20.20 - 20.50 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.50 - 21.50 Uhr)

Preise L , € - /- /- /- /- /- /- /11

#BSOfidelio

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Besetzung

Musikalische Leitung
Stefan Soltesz
Inszenierung
Calixto Bieito
Bühne
Rebecca Ringst
Kostüme
Ingo Krügler
Licht
Reinhard Traub
Choreographische Mitarbeit
Heidi Aemisegger
Dramaturgie
Andrea Schönhofer
Chor
Stellario Fagone

Don Fernando
Edwin Crossley-Mercer
Don Pizarro
Michael Kupfer-Radecky
Florestan
Klaus Florian Vogt
Leonore
Adrianne Pieczonka
Rocco
Günther Groissböck
Marzelline
Louise Alder
Jaquino
Dean Power
1. Gefangener
Caspar Singh
2. Gefangener
Markus Suihkonen
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper
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Medien

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Mehr dazu

Leonore erschleicht sich in Männerkleidung unter dem Namen Fidelio das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco und seiner Tochter Marzelline. So verschafft sie sich Zutritt zum Hochsicherheitstrakt, wo ihr Mann Florestan von Don Pizzaro willkürlich festgehalten wird. Florestan schwebt in Todesgefahr, diese scheut seine Frau nicht und will ihn befreien. Beider Rettung ist jedoch nur durch einen Gesandten des Monarchen möglich. Am Ende leuchtet eine Utopie in Form eines Schlusschors, der nicht nur für Freiheit und Gerechtigkeit steht, sondern zugleich gegen die Ängste und Schranken des menschlichen Daseins ansingt.

Pläne für Opernkompositionen hatte Beethoven viele, doch realisiert hat er schließlich nur ein Projekt: In einem jahrzehntelangen Schaffens- und Umarbeitungsprozess wurde aus der französischen Vorlage, der Rettungsoper Leonore oder die eheliche Treue des Komponisten Pierre Gaveaux und Librettisten Jean Nicolas Bouilly, die auf einer wahren Begebenheit aus der Revolutionsepoche basiert, Beethovens einzige fertig gestellte Oper Fidelio – eine musikalische Grenzüberschreitung zwischen Singspiel und theatraler Symphonie.

Bitte beachten Sie, dass es zu Beginn der Vorstellung zu einem Stroboskopeffekt auf der Bühne kommt.

 

Florestan ist verschwunden. Leonore, seine Frau, sucht ihn. Sie will ihn retten. Pizarro, sein Feind, hat ihn verfolgt. Er will ihn töten.

1. Aufzug

Leonore vermutet ihren Mann Florestan in Pizarros Machtbereich. Sie nimmt eine andere Identität an und verschafft sich unter dem Namen Fidelio eine Anstellung bei Rocco, der als Wärter in Pizarros Gefängnis arbeitet.

Marzelline, Roccos Tochter, hat sich in Fidelio verliebt. Ihr Verehrer Jaquino, ebenso Angestellter Roccos, ist ihr seitdem ein lästiges Anhängsel, das es los zu werden gilt. Rocco ist davon überzeugt, dass zum Glücklichsein nicht nur Liebe, sondern auch Geld nötig ist. Er stellt sich auf die Seite seiner Tochter und unterstützt ihr neues Liebesvorhaben. Marzelline sieht bereits die Erfüllung ihrer Träume vor sich: glücklich verliebt an der Seite von Fidelio ihr Leben zu verbringen. Durch das gewonnene Vertrauen von Vater und Tochter hofft sich auch Leonore ihrem Ziel näher, Florestan zu finden. Für Jaquino hingegen bricht eine Welt zusammen.
Pizarros Vorgesetzter Fernando will das Gefängnis inspizieren, weil ihm zu Ohren gekommen ist, dass dort Menschen unrechtmäßig festgehalten werden. Pizarro stimmt sich auf seinen Racheplan ein: Florestan muss noch vor Ankunft Fernandos beseitigt werden. Erledigen soll dies Rocco – natürlich gegen gute Bezahlung. Rocco weigert sich zwar zu morden, doch folgt er seiner Pflicht, als Pizarro ihm den Befehl zur Mithilfe zum Mord erteilt.

Leonore, die das Gespräch zwischen Pizarro und Rocco belauscht hat, ist nun zu allem entschlossen. Sie gewährt den Gefangenen Hofgang, doch unter den verzweifelten, lebensmüden Gestalten kann sie ihren Gatten nicht finden. Deshalb überredet sie Rocco, sie mit in die unterirdischen Gefängnisse zu nehmen, wo sie Florestan vermutet.

Pizarro befiehlt zornig, die Gefangenen wieder einzusperren. Rocco stellt sich schützend vor Marzelline und Leonore. In Anbetracht des Komplotts, Florestan zu beseitigen, sieht Pizarro von einer Bestrafung Roccos für dessen befehlswidriges Handeln ab.

2. Aufzug

Florestan beklagt sein Schicksal. Gleichsam halluzinatorisch erscheint ihm in der Erinnerung das Bild Leonores als rettender Engel.

Rocco und Fidelio steigen hinab zu dem Gefangenen und beginnen mit den Mordvorbereitungen. Entsetzt und hoffnungsvoll zugleich erkennt Leonore in ihm ihren Ehemann. Pizarro erscheint, um Florestan zu töten. Fidelio kann im letzten Moment durch ihr mutiges Dazwischentreten den Mord verhindern und gibt sich als Florestans Gattin zu erkennen, als ein Trompetensignal Fernandos Ankunft verkündet.

Die Gerechtigkeit wird hergestellt und bejubelt: Fernando gibt seinem tot geglaubten Freund Florestan und allen anderen Gefangenen die Freiheit. Pizarro wird bestraft.

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Biografien

Stefan Soltesz, geboren in Ungarn, studierte Dirigieren, Komposition und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Hans Swarowsky. Nach Stationen als Dirigent in Wien und Graz und als musikalischer Assistent von Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen war er Dirigent der Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper Berlin sowie GMD am Staatstheater Braunschweig. Von 1992 bis 1997 war er Chefdirigent der Vlaamse Opera in Antwerpen/Gent, von 1997 bis 2013 GMD der Essener Philharmoniker und Intendant des Aalto-Musiktheaters. Gastdirigate führen ihn regelmäßig an alle großen Opernhäuser Deutschlands und nach Wien, Paris, Rom, Budapest, Warschau, Amsterdam, London, zu den Festivals in Aix-en-Provence, Glyndebourne und Savonlinna sowie nach Buenos Aires, Japan und in die USA. (Stand: 2019)

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