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Choreographie Martin Schläpfer · Komponist Gustav Mahler

Mittwoch, 22. April 2015
19.30 Uhr – 21.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 1 Stunden 30 Minuten

Junges Publikum · BallettFestwoche 2015

Preise I , € 100 /88 /73 /56 /40 /25 /12 /9

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Besetzung

Musikalische Leitung
Axel Kober
Choreographie
Martin Schläpfer
Musik
Gustav Mahler
Bühne und Kostüme
Florian Etti
Licht
Volker Weinhart

Orchester
Düsseldorfer Symphoniker
Ballett
Ensemble Ballett am Rhein

 

 

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Medien

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Zur "Compagnie des Jahres 2014" kürte das Magazin tanz das 2009 von Martin Schläpfer neu formierte Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg. In der Choreographie 7 seines Ballettdirektors ist das Ensemble nun erstmals im Nationaltheater München zu erleben, begleitet von den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Axel Kober.

Tänzer in schweren Stiefeln und dunklen Mänteln scheinen wie von einer langen Reise in einer Welt anzukommen, die vielleicht eine neue Heimat werden könnte. Musik und Tanz verbinden sich zu einem Psychogramm getriebener Existenzen. Und dann plötzlich: völlige Unbeschwertheit, hintersinniger Humor, kindliche Naivität, aber auch Spitzentanz-Virtuosität. "Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen", äußerte sich Gustav Mahler einmal über sein eigenes Schaffen.

In Martin Schläpfers abendfüllendem Ballett 7 wird die Welt zu einer Bühne, auf der die Herausforderungen des Lebens buchstäblich in die Körper der Tänzerinnen und Tänzer hineingeschrieben erscheinen. Entstanden ist ein eindringliches Kaleidoskop aus verschiedensten Szenen, die in ihrem Reichtum an Imaginationen jene Bereiche ausloten, in denen der Tanz seine ganz besondere Kraft zu entfalten vermag: die Grauzonen und Zwischentöne, das Wanken und Freisetzen jener Energien zwischen denen etwas zu schwingen beginnt. Ihre Reibungs- wie Tragfläche findet die Choreographie in Mahlers gewaltigen sinfonischen Architekturen ebenso wie in jener tiefen Zerrissenheit, Unruhe und Bangigkeit, die in der Musik der 7. Sinfonie immer wieder auf Passagen von irdischer Entrücktheit, aber auch geradezu banaler Diesseitigkeit prallen. Die Verwerfungen und Brüche bleiben dabei bestehen. Die auf Heimat ausgerichtete Wanderung erscheint der Erfahrung des Vagabundierens nicht mehr entgegengesetzt, sondern in ihr zu sich selbst zu kommen.

 

 

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Biografien

Axel Kober ist seit 2009/2010 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, wo er seither mit einem breiten Repertoire entscheidende Akzente setzte: Er dirigierte Werke von Mozart, Wagner, Verdi, Lehár, Rossini, Bizet, Charpentier und Strauss ebenso wie eine Produktion des französischen Barockkomponisten Rameau sowie Opern des 20. und 21. Jahrhunderts wie Brittens Peter Grimes, Poulencs Dialogues des Carmélites, Widmanns Das Gesicht im Spiegel und die Uraufführung von Oehrings SehnSuchtMEER. Eine enge Verbindung besteht darüber hinaus zum Ballett am Rhein u.a. mit der Aufführung von Brahms' Ein Deutsches Requiem und Mahlers 7. Sinfonie in der Choreographie Martin Schläpfers.

Sein Studium absolvierte Axel Kober an der Hochschule für Musik in Würzburg. 1994 kam er an das Staatstheater Schwerin, von 1998 bis 2003 arbeitete er am Theater Dortmund, zuletzt als Erster Kapellmeister und Stellvertreter des GMD. 2003 wechselte er an das Nationaltheater Mannheim, wo er 2005/2006 zum stellvertretenden GMD und ein Jahr später zum kommissarischen GMD ernannt wurde – ein Engagement, das er zur Erarbeitung seines zentralen Opernrepertoires nutzte. 2007 wurde Axel Kober Musikdirektor in Leipzig und übernahm an der Seite von Riccardo Chailly die musikalische Leitung des dortigen Opernhauses. Er dirigierte zahlreiche Aufführungen, darunter Janáčeks Jenufa, eine Schönberg-Trilogie sowie Wagners Die Meistersinger von Nürnberg und Tristan und Isolde – eine Produktion, die auch beim Hongkong Arts Festival unter seiner Leitung zu erleben war. Auf sein Debüt 2007 beim Großen Konzert des Gewandhausorchesters folgten jährliche Wiedereinladungen. Gastspiele führten Axel Kober außerdem an die Königliche Oper Kopenhagen, an die Volksoper Wien und ans Theater Basel. In Hamburg gastierte er beim NDR Sinfonieorchester und an der Staatsoper.

Sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin gab er 2009 mit Strauss' Die Frau ohne Schatten. Im Sommer 2013 folgte sein Debüt mit Wagners Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen – eine Produktion, für die er auch 2014 auf den 'Grünen Hügel' zurückkehrte.

 

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