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Sonntag, 26. September 2010
18.00 Uhr – 20.30 Uhr
Prinzregententheater

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten · 1. Akt (ca. 18.00 - 18.45 Uhr) · Pause (ca. 18.45 - 19.05 Uhr) · 2. Akt (ca. 19.05 - 19.48 Uhr)

Preise PEE

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Besetzung

Choreographie
Mats Ek
Bühne und Kostüme
Marie-Louise Ekman
Licht
Göran Westrup
Musik
Adolphe Adam

Giselle
Gözde Özgür
Albrecht
Matej Urban
Hilarion
Lukáš Slavický
Myrtha
Emma Barrowman
Bathilde
Emma Barrowman
1 Wili
Lucie Barthélémy
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Der schwedische Choreograph Mats Ek gilt weltweit als Spezialist, der alte Ballett-Geschichten neu erzählt.

Giselle, eines der großen Ballette des 19. Jahrhunderts, handelt von der betrogenen Liebe des Bauernmädchens Giselle. Herzog Albrecht, als Bauer verkleidet, erschleicht sich ihre Zuneigung, bis sie erkennen muss, dass er in Wahrheit mit Bathilde verlobt ist. Giselle wird wahnsinnig und stirbt an gebrochenem Herzen. Als Geisterwesen entsteigt sie um Mitternacht dem Grab und tanzt im Kreise der Wilis - der rachdurstigen Geister betrogener Bräute, die jeden Mann, der ihnen um diese Stunde begegnet, zu Tode tanzen. Giselles Liebe aber reicht über den Tod hinaus und sie rettet Albrecht, der sie betrogen hat, das Leben.

Zur traditionellen Musik von Adolphe Adam schuf Mats Ek eine völlig neue Choreographie in seinem eigenen, modernen Idiom. Er verlegte die Handlung in die Gegenwart. Die um ihre Liebe betrogene Giselle erwacht im 2. Akt nicht zu einem Geisterdasein als Wili, sondern befindet sich in einer Heilanstalt. Aber auch in dieser radikal zeitgenössischen Fassung bleibt die Essenz des Werkes erhalten und der Zuschauer wird zum Zeugen des erschütternden Läuterungsprozesses, den Albrecht durchlebt.

Die Münchner Premiere der modernen Fassung von Giselle im Dezember 1996 wurde zu einem der größten Erfolge in der Geschichte des Bayerischen Staatsballetts.

Mit der Figur der Giselle schuf Mats Ek eine Rolle, die an die Interpretin Anforderungen stellt, als handle es sich um ein zweistündiges Solo. Obwohl neben den vier Protagonisten Giselle, Albrecht, Hilarion und Bathilde Bauern, Freunde und Wilis (Kranke) in das Geschehen verstrickt sind, bleibt um Giselle eine Aura, als sei sie das ganze Stück hindurch mit sich allein. Es ist Giselles Perspektive, aus der der Choreograph - und damit auch der Zuschauer - die Welt sieht; und obwohl Giselle scheinbar die Kranke ist, bleibt sie bis zum Schluss unangreifbar in ihrer menschlichen Integrität.

 

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Biografien

Solist

Matej Urban ist gebürtiger Tscheche und besuchte bis 2006 das Staatliche Konservatorium in Prag. Anschließend erhielt er sein erstes Engagement am Nationaltheater Prag und tanzte dort zwei Spielzeiten.Seit Herbst 2008 ist Matej Urban beim Bayerischen Staatsballett. Zuerst als Gruppentänzer, seit der Spielzeit 2010/2011 als Halbsolist und seit der Spielzeit 2011/2012 als Solist.

Matej Urban hat das Bayerische Staatsballett zum Ende der Spielzeit 2016/2017 verlassen.

Debüts beim Bayerischen Staatsballett

Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Albrecht in Giselle - Mats Ek (M. Ek)
Mann 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Briaxis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Albrecht in Once Upon an Ever After (T. Kohler)
Solo im Pas Fabergé 3. Akt in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška)
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Fernando in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa/A. Gorski, Tradition)
Pas de six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Gods and Dogs (J. Kylián)
'Mann im Schatten' in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Birthday Offering (F. Ashton)
BIPED (M. Cunningham)
1. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Lysander in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Armand Duval in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Lucien d'Hervilly in Paquita (M. Petipa/A. Ratmansky)
Onegin in Onegin (J.Cranko)
Birbanto, Korsar in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Adam is (A. Barton), Kreation
3. Pas de deux in In the Night (J. Robbins)
Für die Kinder von gestern von gestern, heute und morgen. Ein Stück von Pina Bausch (P. Bausch)
Hilarion in Giselle (P. Wright/M. Petipa)
Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Gladiator in Spartacus (Y. Grigorovich)
Die Herzogin in Alice im Wunderland (C. Wheeldon)

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