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Musikalische Komödie in fünf Bildern von Franz Lehár (1932/33)

Komponist Franz Léhar · Libretto von Paul Knepler und Fritz Löhner-Beda
In deutscher Sprache · Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache | Neuproduktion

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Gábor Káli
Inszenierung
Christoph Marthaler
Bühne und Kostüme
Anna Viebrock
Licht
Michael Bauer
Dramaturgie
Malte Ubenauf

Giuditta
Vida Miknevičiūtė
Octavio
Daniel Behle
Antonio
Jochen Schmeckenbecher
Pierrino
Sebastian Kohlhepp
Anita
Kerstin Avemo
  • Bayerisches Staatsorchester
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Die Uraufführung von Lehárs musikalisch opulent inszenierter, letzter Operette Giuditta wurde enthusiastisch gefeiert. 120 Rundfunkstationen sollen an der weltweiten Übertragung beteiligt gewesen sein. Die massenhafte Verbreitung von Unterhaltungsmusik war geboren und Lehárs Musik entfaltete einmal mehr ihre rauschhafte Wirkung. Der klischeehaft-unverfängliche Inhalt von Giuditta steht im krassen Kontrast zur gesellschaftlichen Gegenwart in den 1930er Jahren. Seit einem Jahr war Adolf Hitler in Deutschland an der Macht, in Österreich hatte man wenige Monaten zuvor das Parlament aufgelöst, Europa stand zwischen zwei Kriegen. Der Regisseur Christoph Marthaler inszeniert einen Abend, der Giuditta mit Musik von komponierenden Zeitgenossen konfrontiert; zerbrechlich, fragwürdig, und damit offen für einen kritischen gesellschaftlichen Diskurs.

Liebesschwüre, pralle Küsse, heiße Lippen… Wie es sich gebührt für die Operette, lassen Octavio und Giuditta für die Liebe alles hinter sich. Doch der Aufprall in der Realität lässt ihren Liebestraum zerplatzen. Octavio wendet sich dem Militär und Giuditta anderen Männern zu.

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Biografien

Gábor Káli wurde in Budapest geboren. Er studierte Klavier und Dirigieren am Budapester Béla-Bartók-Konservatorium, an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und an der Universität der Künste Berlin. Er wurde im Rahmen des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats gefördert. Nach Engagements als Dirigent am Theater Aachen sowie als 1. und 2. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD am Staatstheater Nürnberg gewann er 2018 den 1. Hongkong International Conducting Competition sowie den Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award bei den Salzburger Festspielen. Seit 2015 verbindet Gábor Káli eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Ungarischen Staatsoper, wo er 2016 die Neuproduktion von Don Pasquale leitete. Gastdirigate führten ihn zuletzt u. a. an die Deutschen Oper am Rhein (Rigoletto) oder die Semperoper Dresden (Die Zauberflöte). Mit Giuditta gibt Gábor Káli sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper. (Stand: 2021)

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