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Goldberg-Variationen / Gods and Dogs

Freitag, 08. Juni 2012
19.30 Uhr – 21.50 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 20 Minuten · Goldberg-Variationen (ca. 19.30 - 20.50 Uhr) · Pause (ca. 20.50 - 21.25 Uhr) · Gods and Dogs (ca. 21.25 - 22.00 Uhr)

Preise F

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Besetzung

Goldberg-Variationen

Musik
Johann Sebastian Bach
Choreographie
Jerome Robbins
Kostüme
Joe Eula
Licht
Thomas Skelton

1, Pas de deux Frau
Ekaterina Petina
1. Pas de deux Herr
Lukáš Slavický
2. Pas de deux Frau
Roberta Fernandes
2. Pas de deux Herr
Maxim Chashchegorov
3. Pas de deux Frau
Katherina Markowskaja
3. Pas de deux Herr
Tigran Mikayelyan
1. Pas de trois Frau
Zuzana Zahradníková
1. Pas de trois Herr 1
Léonard Engel
1. Pas de trois Herr 2
Javier Amo
2. Pas de trois Frau
Ilana Werner
2. Pas de trois Herr 1
Wlademir Faccioni
2. Pas de trois Herr 2
Ilia Sarkisov

Gods and Dogs

Musik
Dirk Haubrich
Musik
Jiri Kylián
Choreographie
Jiri Kylián
Bühne
Jiri Kylián
Kostüme
Joke Visser
Licht
Kees Tjebbes
Projektionen
Daniel Bisig
Projektionen
Tatsuo Unemi

Paar 1 Frau
Giuliana Bottino
Paar 1 Herr
Nikita Korotkov
Paar 2 Frau
Stephanie Hancox
Paar 2 Herr
Matej Urban
Paar 3 Frau
Monika Hejdukova
Paar 3 Herr
Karen Azatyan
Paar 4 Frau
Zuzana Zahradníková
Paar 4 Herr
Lukáš Slavický
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Medien

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Mehr dazu

2008 kreierte Jiří Kylián dieses geheimnisvolle, fast mystische Ballett für vier Paare für das NDT mit fast dem identischen Team aus Komponisten, Bühnenbildner und Projektionsdesignern, das auch „Zugvögel“ in München realisierte. „Gods and Dogs“, eine rätselhafte Doppelfigur, die aus dem Reich der Pharaonen stammt, ist ein weiterer Schritt in den aktuellen Kosmos des tschechischen Choreographen, der von sich sagt: „Mich interessieren die Grenzen zwischen Normalität und Verrücktheit, zwischen Gesundheit und Krankheit und die Normen, die beides definieren. In jedem Moment seines Lebens kann man der einen oder anderen Kategorie zugeordnet werden. Aber der genaue Moment, an dem man ultimativ über die unsichtbare Grenze ins dunkle Reich von krankhafter Verrücktheit gestoßen wird, entzieht sich unserer Wahrnehmung.“

Die Goldberg-Variationen haben in den letzten Jahrzehnten die unterschiedlichsten Choreographen zur Auseinandersetzung gereizt, die zu verschiedenen gültigen Lösungen gefunden haben. Aber unbestritten ist, dass Jerome Robbins’ Arbeit von 1971 die Krone gebührt. „Ein tänzerisches Jubelstück“, schrieb Horst Koegler nach der Uraufführung, „die Choreographie als freie Raum- und Bewegungsparaphrase, die Musik umspielend, mit ihr wetteifernd... Demonstration einer nur sich selbst verpflichteten Tanzphilosophie, eine Anleitung, Tanz sehen zu lernen...“ Robbins’ unverwechselbare Aneignung und zwanglose Variierung des klassischen Bewegungskanons, sein Gespür für Struktur und sein Aufgehen in Bachs musikalischem Kosmos - die physische Vollkommenheit des Balletts transzendiert zum metaphysischen Ereignis.

 

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Biografien

Jerome Robbins ist nicht nur für seine Ballette, sondern auch für seine Kreationen für Theater, Film und Fernsehen bekannt. Seine Karriere begann 1939 am American Ballet Theatre, New York City, wo er zunächst im Corps tanzte, bald aber auch als Solist in Balletten Fokines, Tudors, Massines, Lichines und de Milles zu sehen war.

1944 kreierte er sein erstes eigenes Stück, Fancy Free, das vom American Ballet Theatre uraufgeführt wurde. In den Folgejahren entstanden über 60 weitere Ballette, darunter Afternoon of a Faun (1953), The Concert (1956), Les Noces (1965), Dances at a Gathering (1969), In the Night (1970), The Goldberg Variations (1971), In G Major (1975), Other Dances (1976), Glass Pieces (1983) und Ives Songs (1989) für Compagnien in aller Welt. Besonders eng arbeitete er mit dem New York City Ballet zusammen. Dort wurde er 1949 unter George Balanchine Associate Artistic Director und später, zusammen mit Peter Martins, Ballet-Master-in-Chief.

Robbins arbeitete außerdem als Choreograph und Direktor an zahlreichen Broadway-Produktionen mit. Genannt seien an dieser Stelle On the Town (1945), Billion Dollar Baby (1946), High Button Shoes (1947), Miss Liberty (1949), Call me Madame (1950), The King and I (1951), Peter Pan (1954), West Side Story (1957), das gleich mit zwei Academy Awards ausgezeichnet wurde, Gypsy (1959) und Fiddler on the Roof (1964).Sein letztes Musical Jerome Robbins’ Broadway von 1989 brachte ihm sechs Tony Awards ein, unter anderem in den Kategorien Bestes Musical und Bester Regisseur.

Unter den zahlreichen Auszeichnungen, die Robbins für seine Arbeit erhielt, waren fünf Donaldson Awards, ein Emmy Award, der Screen Directors' Guild Award, der New York Drama Critics Circle Award, der Kennedy Center Honors und der French Chevalier dans l’Ordre National de la Legion d’Honneur.

Jerome Robbins starb 1998 im Alter von 80 Jahren.

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