Infos

Melodramma tragico in vier Akten - 1847

Komponist Giuseppe Verdi · Libretto von Andrea Maffei nach Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

  • sponsored by

zur Stücknavigation

Termine & Karten

zur Stücknavigation

Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Giampaolo Bisanti
Inszenierung
Johannes Erath
Bühne und Kostüme
Kaspar Glarner
Video
Lea Heutelbeck

Massimiliano
Bálint Szabó
Carlo
Charles Castronovo
Francesco
Igor Golovatenko
Amalia
Carmen Giannattasio
Arminio
Kevin Conners
Moser
Callum Thorpe
Rolla
James Ley
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper
Zur Stücknavigation

Medien

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

Zur Detailseite von
Oper
Bildergalerie

I MASNADIERI: Bildergalerie

zur Stücknavigation

Mehr dazu

Ein berühmtes Stück von Verdi, das kaum jemand kennt. Eine Handlung, die von Anfang an unter Hochdruck steht. Ein Werk, weißglühend vor Liebe und Hass, um Menschen, die ein Ventil suchen für ihre Leidenschaften, mit Arien, die vor emotionaler Überfülle kaum zu bändigen sind. Eine deutsche Geschichte als italienische Oper: Verdi schrieb I masnadieri auf ein Libretto nach Friedrich Schillers Räubern. Karl und Franz werden zu Carlo und Francesco; statt gegen gesellschaftliche Missstände anzukämpfen wie im Schauspiel, haben in der Oper alle Figuren mit einer Familiengeschichte zurande zu kommen, die von frühem Verlust und brüderlicher Rivalität, von unterdrücktem Begehren und missverstandenen Bedürfnissen geprägt ist. Verleumdung, Erpressung und Messerkampf werden zu Mitteln der Auseinandersetzung. Der politische Konflikt der Räuber ist in Verdis Oper im Persönlichen aufgehoben: Nicht die Epoche zeigt sich krank, sondern der Mensch. Als Auftragswerk von Her Majesty’s Theatre in London war die Masnadieri die erste Oper, die Verdi für ein Theater außerhalb Italiens schrieb, ein Werk des Umbruchs am Ende seiner „Galeerenjahre“. Im fast gleichzeitig entstandenen Macbeth brechen die Erdspalten schon auf, in I masnadieri stehen die unterirdischen Verwerfungen kurz vor der Explosion – eine Spannung, die sich in jedem Takt der Musik äußert, in den Soli nicht weniger als in den berühmten Räuberchören. Johannes Erath, der in München schon eine die Figuren tief auslotende Interpretation von Un ballo in maschera auf die Bühne gebracht hat, inszeniert diese Oper als Kammerspiel von überbordenden Ausmaßen.

1. Teil
Carlo Moor hat sich nach einem Zerwürfnis mit seinem Vater Massimiliano einer Gruppe von moralisch verkommenen Männern angeschlossen. Angewidert vom Zustand der Welt und seiner Rolle darin sehnt er sich nach einer Versöhnung mit seinem Vater und nach einer Wiedervereinigung mit seiner Verlobten Amalia. Doch auf sein Entschuldigungsschreiben hin teilt ihm sein Bruder Francesco im Namen des Vaters mit, dass seine Heimkehr unerwünscht und er von zu Hause verstoßen sei. Derart zurückgewiesen nimmt Carlo das Angebot seiner Gefährten an, mit ihnen als ihr Hauptmann eine Räuberbande zu gründen und Angst und Schrecken zu verbreiten. Alle schwören einander lebenslange Treue. Francesco konstatiert den Erfolg seiner bisherigen Intrigen: Er hat dem Vater vorgespiegelt, der eigentlich reumütige Carlo sei ein zügelloser Wüstling geworden, und seinem Bruder dann die gefälschte Antwort zukommen lassen. Nun will er den Vater umbringen, um als Oberhaupt seine Allmachtsfantasien zu verwirklichen und spannt Arminio, den Diener der Familie, für seinen Plan ein. So will Francesco sich für die eingebildete Ungerechtigkeit rächen, mit der die Natur ihn als Zweitgeborenen benachteiligt hat. Massimiliano, von Zweifeln geplagt, wird von seiner Nichte Amalia bedauert, obwohl er ihren geliebten Carlo verbannt hat. Wie von Francesco verlangt übermittelt Arminio die fingierte Nachricht, Carlo sei auf dem Schlachtfeld gefallen, und den angeblichen letzten Wunsch des Sterbenden, Amalia möge statt seiner nun Francesco heiraten. Massimiliano erleidet einen Schock und sinkt wie tot zusammen. Francesco triumphiert.

2. Teil
Amalia trauert um Carlo und Massimiliano, deren Seelen sie jetzt im Himmel vereint hofft, während der von ihr verachtete Francesco mit seinen Anhängern im Schloss feiert. Arminio gesteht ihr die vorgetäuschte Todesmeldung und verrät, dass Carlo noch lebt; im Taumel ihrer Glücksgefühle überhört sie, dass auch ihr Onkel nicht gestorben ist. Francesco sucht Amalia auf und erklärt ihr seine Liebe. Als sie ihn empört abweist, droht er ihr, sie zu seiner Mätresse zu machen. In ihrer Bedrängnis wehrt sie sich mit Gewalt; Francesco muss vorerst weichen, kündigt aber seine Rache an. Rolla, einer der Räuber, ist gefangengenommen worden. Er wird von Carlo und seiner Truppe befreit, doch die Aktion fordert viele Todesopfer. Die Konsequenzen seines Daseins belasten Carlo immer mehr; noch schärfer als zuvor empfindet er seine Existenz als verfehlt, aber der Wunsch nach Rückkehr wird zum unrealistischen Traum. Umzingelt von einer schier übermächtigen Zahl an Verfolgern erwächst ihm aus seiner Verzweiflung Todesmut.

3. Teil
Unter unwahrscheinlichsten Umständen begegnen sich Amalia und Carlo wieder: Nachdem er und seine Räuber den Angriff abgewehrt haben, sind sie auf seinen Befehl in seine Heimat gezogen; Amalia ist aus dem Schloss geflüchtet und hat sich im Wald verirrt. Die Wiedersehensfreude ist überschwänglich. Carlo erfährt vom vermeintlichen Tod seines Vaters. Selig, Carlo lebend wiedergefunden zu haben, erträumt sie sich schon eine ewige Verbindung im Jenseits. Carlo stimmt in Amalias Jubel ein, im Wissen, dass er ihre Erwartungen nicht wird einlösen können. Die Räuber feiern ihr skrupelloses Leben. Carlo sucht die größte Distanz zwischen sich und die anderen zu bringen, nimmt aber Abstand vom äußersten Schritt. Francesco hat seinen Vater in ein Verlies im Wald gesperrt, wo er ihn verhungern lassen will. Arminio versorgt den alten Moor heimlich mit Essen und wird dabei von Carlo überrascht. Massimiliano erkennt seinen Sohn nicht wieder. Er erzählt dem scheinbar fremden Wohltäter seine Leidensgeschichte und fällt erschöpft in Ohnmacht. Carlo verpflichtet alle Räuber, seinen Vater zu rächen.

4. Teil
Francesco ist wie von Sinnen. Er träumt vom Jüngsten Gericht, bei dem die Waagschale seines Urteils sich vom Gewicht der Locke eines weißhaarigen Greises – seines Vaters – zur Schuld-  seitesenkt und ihm ewige Verdammnis voraussagt. Von Pastor Moser will Francesco erfahren, welches die schlimmsten Verbrechen seien: Vatermord und Brudermord – beide hat er direkt und indirekt zu begehen versucht. Er ist dem Wahnsinn nahe, als Arminio voll Entsetzen berichtet, das Schloss werde angegriffen. Carlo lässt sich von Massimiliano wie einen Sohn segnen. Die Räuber kehren vom Schloss zurück, wo sich Francesco ihrem Zugriff im letzten Moment entzogen hat. Dafür bringen sie Amalia als Beute mit sich. Zur Verwunderung der Räuber offenbart Carlo Amalia und seinem Vater, dass er der Anführer der Bande sei. Amalia bekräftigt, Carlo zu lieben, was auch immer geschehe, doch seine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft wird durch die Räuber zunichtegemacht, die ihn an seinen Schwur gemahnen. Wenn ein Leben mit ihm nicht möglich sei, wünscht sich Amalia den Tod. Carlo sieht keinen Ausweg, ersticht seine Geliebte und liefert sich aus.

zur Stücknavigation

Biografien

Giampaolo Bisanti wurde in Mailand geboren und studierte dort Dirigieren, Klarinette, Klavier und Komposition am Conservatorio Giuseppe Verdi. Er dirigiert regelmäßig an Opernhäusern u. a. in Venedig, Zürich, Berlin, Lissabon, Barcelona, Wien, Strasbourg, Seoul, Stockholm und Tel Aviv. Seit 2016 ist er Generalmusikdirektor am Teatro Petruzzelli in Bari, Italien. Zuletzt leitete er u. a. Anna Bolena an der Opéra Royal de Wallonie, Andrea Chénier an der Deutschen Oper Berlin, Madama Butterfly am Gran Teatre del Liceu in Bercelona, Norma am Théâtre du Capitole de Toulouse sowie Macbeth, Rigoletto und Tosca an der Wiener Staatsoper. An der Bayerischen Staatsoper debütierte er in der Spielzeit 2018/19 mit La bohème. Dirigate hier 2020/21: Macbeth sowie Giuseppe Verdis I masnadieri. (Stand: 2020)

zur Stücknavigation

Shop

zur Stücknavigation