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Melodramma tragico in vier Akten (1847)

Komponist Giuseppe Verdi · Libretto von Andrea Maffei nach Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Michele Mariotti
Inszenierung
Johannes Erath
Bühne und Kostüme
Kaspar Glarner
Licht
Olaf Freese
Chor
Stellario Fagone
Dramaturgie
Malte Krasting

Massimiliano
Mika Kares
Carlo
Charles Castronovo
Francesco
Igor Golovatenko
Amalia
Diana Damrau (08.03.2020, 11.03.2020, 14.03.2020, 18.03.2020, 22.03.2020, 26.03.2020, 01.07.2020, 04.07.2020), Carmen Giannattasio (29.03.2020)
Arminio
Kevin Conners
Moser
Callum Thorpe
Rolla
Dean Power
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper
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Medien

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Mehr dazu

Ein berühmtes Stück von Verdi, das kaum jemand kennt. Eine Handlung, die von Anfang an unter Hochdruck steht. Ein Werk, weißglühend vor Liebe und Hass, um Menschen, die ein Ventil suchen für ihre Leidenschaften, mit Arien, die vor emotionaler Überfülle kaum zu bändigen sind. Eine deutsche Geschichte als italienische Oper: Verdi schrieb I masnadieri auf ein Libretto nach Friedrich Schillers Räubern. Karl und Franz werden zu Carlo und Francesco; statt gegen gesellschaftliche Missstände anzukämpfen wie im Schauspiel, haben in der Oper alle Figuren mit einer Familiengeschichte zurande zu kommen, die von frühem Verlust und brüderlicher Rivalität, von unterdrücktem Begehren und missverstandenen Bedürfnissen geprägt ist. Verleumdung, Erpressung und Messerkampf werden zu Mitteln der Auseinandersetzung. Der politische Konflikt der Räuber ist in Verdis Oper im Persönlichen aufgehoben: Nicht die Epoche zeigt sich krank, sondern der Mensch. Als Auftragswerk von Her Majesty’s Theatre in London waren die Masnadieri die erste Oper, die Verdi für ein Theater außerhalb Italiens schrieb, ein Werk des Umbruchs am Ende seiner „Galeerenjahre“. Im fast gleichzeitig entstandenen Macbeth brechen die Erdspalten schon auf, in I masnadieri stehen die unterirdischen Verwerfungen kurz vor der Explosion – eine Spannung, die sich in jedem Takt der Musik äußert, in den Soli nicht weniger als in den berühmten Räuberchören. Johannes Erath, der in München schon eine die Figuren tief auslotende Interpretation von Un ballo in maschera auf die Bühne gebracht hat, inszeniert diese Oper als Kammerspiel von überbordenden Ausmaßen.

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Biografien

Michele Mariotti wurde in Pesaro geboren und studierte Komposition am dortigen Rossini Konservatorium. Zusätzlich machte er einen Abschluss als Dirigent an der Accademia Musicale Pescarese. Von 2008 bis 2014 war er Chefdirigent des Orchestra del Teatro Comunale in Bologna und von 2015 bis 2018 war er dort als Generalmusikdirektor engagiert. Gastengagements führten ihn u. a. an De Nationale Opera Amsterdam, die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House Covent Garden in London und die Deutsche Oper Berlin sowie zu den Salzburger Festspielen. Er trat mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Orchestre National de France auf. 2019 dirigierte er u. a. Don Pasquale und La traviata an der Opéra national de Paris, I masnadieri am Teatro alla Scala in Mailand und Semiramide beim Rossini Opera Festival in Pesaro. An der Bayerischen Staatsoper debütierte er 2017 mit Semiramide. (Stand: 2020)

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