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Il tabarro / Suor Angelica / Gianni Schicchi

Drei Opern in je einem Akt

Komponist Giacomo Puccini · Libretti von Giuseppe Adami und Giovacchino Forzano
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

Montag, 01. Januar 2018
17.00 Uhr
Nationaltheater

Einführung: 16.00 Uhr

Freier Verkauf · Serie 10

Preise L, € 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11

Karten

Premiere am 17. Dezember 2017

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Kirill Petrenko
Inszenierung
Lotte de Beer
Konzeptionelle Beratung
Peter te Nuyl
Bühne
Bernhard Hammer
Kostüme
Jorine van Beek
Licht
Alex Brok
Dramaturgie
Malte Krasting
Chöre
Sören Eckhoff


Il tabarro

Michele
Wolfgang Koch
Luigi
Yonghoon Lee
Il Tinca
Kevin Conners
Il Talpa
Martin Snell
Giorgetta
Eva-Maria Westbroek
La Frugola
Heike Grötzinger
Ein Liedverkäufer
Dean Power
Ein Liebespärchen Sopran
Rosa Feola
Ein Liebespärchen Tenor
Pavol Breslik

Suor Angelica

Suor Angelica
Ermonela Jaho
Die Fürstin
Michaela Schuster
Die Äbtissin
Heike Grötzinger
Die Schwester Eiferin
Helena Zubanovich
Die Lehrmeisterin der Novizen
Jennifer Johnston
Schwester Genoveva
Anna El-Khashem
Schwester Dolcina
Paula Iancic
Schwester Pflegerin
Alyona Abramowa
1. Almosensucherin
Selene Zanetti
2. Almosensucherin
Niamh O’Sullivan
1. Laienschwester
Selene Zanetti
2. Laienschwester
Niamh O’Sullivan
Kinderchor
Kinderchor der Bayerischen Staatsoper

Gianni Schicchi

Gianni Schichi
Ambrogio Maestri
Lauretta
Rosa Feola
Zita
Michaela Schuster
Rinuccio
Pavol Breslik
Gherardo
Dean Power
Nella
Selene Zanetti
Betto di Signa
Christian Rieger
Simone
Martin Snell
Marco
Sean Michael Plumb
La Ciesca
Jennifer Johnston
Maestro Spinelloccio
Donato Di Stefano
Ser Amantio di Nicolao
Andrea Borghini
Pinellino
Milan Siljanov
Guccio
Boris Prýgl
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

Besetzung für alle Termine

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Mediathek

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Mehr dazu

IL TABARRO
Libretto von Giuseppe Adami

SUOR ANGELICA
Libretto von Giovacchino Forzano

GIANNI SCHICCHI
Libretto von Giovacchino Forzano

Das Schauerdrama an der Seine. Leiden, Tod und Verklärung einer Mutter, der man das Kind genommen hat. Und als Satyrspiel der Trickbetrug durch den gerissensten Erbschleicher des Mittelalters. Drei in sich abgeschlossene Opern, deren Geschichten nichts miteinander zu tun haben. Oder doch? Il tabarro, Suor Angelica und Gianni Schicchi – die drei Einakter, die Giacomo Puccini unter dem kunstgeschichtlichen Begriff „Triptychon“ zusammengefasst hat – sind Wirklichkeitsausschnitte: An die Stelle des vergeblichen Versuchs, in einer großen Oper wie in einem großen Roman die Welt als Ganzes abzubilden, setzt er drei historische Schlaglichter, gebündelt durch eine Musik, die den menschlichen Regungen von unbarmherziger Kälte bis zur glühenden Leidenschaft jede Nuance abzulauschen versteht.

 

Il tabarro (Der Mantel)

Paris, Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Lastkahn auf der Seine. Harte Arbeit, wenig Geld. Die Menschen suchen ihr bescheidenes Glück in den kleinen Dingen: ein Lied, ein paar Fundstücke, ein Glas Wein. Michele, der Besitzer des Kahns, und seine junge Frau Giorgetta hatten schon fast das große Glück in Händen: Liebe, Ehe, ein Kind. Das Kind aber ist gestorben, und sein Tod hat ihnen erst die Sprache verschlagen und dann die Vertrautheit genommen. Giorgetta verliebt sich in den Löscher Luigi, der aus demselben Pariser Viertel stammt wie sie, und beginnt mit ihm ein heimliches Verhältnis. Der Betrug an ihrem Mann erweckt nochmals ein altes Gefühl der Verbundenheit mit ihm. Doch für eine neue Annäherung ist es zu spät. Michele ist misstrauisch geworden und findet seinen Verdacht bestätigt. Die Affäre nimmt ein tödliches Ende.

 

Suor Angelica (Schwester Angelica)

Ein italienisches Nonnenkloster, Ende des 17. Jahrhunderts. Nach strengen Regeln verläuft das Leben im Konvent. Die Frauen beten und arbeiten, jede mit ihrer eigenen Aufgabe. Schwester Angelica, im Kloster für Heilkräuter zuständig, ist vor über sieben Jahren ins Kloster gekommen; den Grund kennt keine ihrer Mitschwestern, aber dass sie ein trauriges Geheimnis in sich trägt, wissen sie alle. Es ist ihr Kind, an das sie ständig denken muss. Einst hatte sie einen unehelichen Sohn zur Welt gebracht. Gleich nach der Geburt hatte man sie von ihm getrennt und sie ins Kloster verbannt. Nun erhält sie erstmals seitdem Besuch: Ihre Tante, eine Fürstin, verlangt Angelicas Unterschrift, damit ihre jüngere Schwester heiraten kann. Von ihrem Kind spricht sie erst, nachdem Angelica ihr androht, sie sonst zu verfluchen, und berichtet in dürren Worten, es sei gestorben. In ihrer Verzweiflung wähnt sich Angelica von ihrem Sohn gerufen, ersehnt sich eine Vereinigung mit ihm im Himmel und nutzt ihre Kenntnisse zur Zubereitung eines Giftes. Als sie das tödliche Mittel trinkt, wird ihr die damit verbundene Sünde bewusst, und sie fürchtet, sich den Weg in den Himmel für immer verstellt zu haben. Nur ein Wunder kann sie mit ihrem Kind zusammenbringen.

 

Gianni Schicchi

Florenz, im Jahre 1299. Der reiche alte Buoso Donati ist gestorben. Die ganze Verwandtschaft ist in Erwartung seiner materiellen Hinterlassenschaft um sein Totenbett versammelt – und findet sich, zugunsten von Mönchen, per Testament enterbt. Der junge Rinuccio meint, nur Gianni Schicchi könne helfen; für sich selbst erhofft er von Schicchi Schützenhilfe, die älteren Donatis von seiner Verbindung mit Schicchis Tochter Lauretta zu überzeugen. Da außer den Anwesenden bislang niemand von Buosos Tod weiß, schlüpft Schicchi kurzerhand in die Rolle des Verblichenen und setzt mit verstellter Stimme (und im Schutz von Bettvorhang und Schlafmütze) in Buosos Namen vor dem Notar ein neues Testament auf. Dabei versäumt er nicht, sich selbst einen substantiellen Anteil am Erbe zuzusprechen. Und die Familie, so erbost sie auch ist, kann nichts dagegen tun: Die Strafe für Mitwisser solchen Betrugs ist empfindlich. Am Ende küsst sich das junge Paar, Schicchi aber wendet sich an das Theaterpublikum und bittet, ihm mildernde Umstände zu gewähren.

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Biografien

Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit elf Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem dortigen Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie (Vater Geiger, Mutter Musikwissenschaftlerin) nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Kirill Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren an der Musikuniversität in Wien. 

Direkt nach dem Abschluss engagierte ihn Nikolaus Bachler an die  Wiener Volksoper. Von 1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Meininger Theater. Mit seinem Dirigat von Wagners Der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und in der Ausstattung von Alfred Hrdlicka erregte er 2001 zum ersten Mal internationales Aufsehen. Im Jahr 2002 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin an, wo er bis 2007 eine Reihe von prägenden Produktionen leitete.

Parallel zu seinen Positionen in Meiningen und Berlin entwickelte sich sehr rasch seine internationale Karriere. Im Jahre 2000 debütierte Kirill Petrenko beim Maggio Musicale Fiorentino, 2001 an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden, 2003 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Opéra National de Paris, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Metropolitan Opera in New York und 2005 an der Oper Frankfurt. Von 2006 bis 2008 erarbeitete er gemeinsam mit Peter Stein in Lyon Inszenierungen der drei Puschkin-Opern Tschaikowskys (Mazeppa, Eugen Onegin und Pique Dame), die im Frühjahr 2010 auch als Zyklus gezeigt wurden.

Seit seinem Weggang von der Komischen Oper Berlin war Kirill Petrenko als Dirigent freischaffend tätig. In dieser Zeit leitete er unter anderem 2009 an der Bayerischen Staatsoper die Neuproduktion von Janáčeks Jenůfa (Inszenierung: Barbara Frey). In Frankfurt interpretierte er Pfitzners Palestrina (Inszenierung: Harry Kupfer) und Puccinis Tosca (Inszenierung: Andreas Kriegenburg). Im Jahr 2011 folgten dann zwei Neuproduktionen von Tristan und Isolde, zuerst an der Opéra National de Lyon und dann bei der Ruhrtriennale.

Zu den wichtigsten Orchestern, die Kirill Petrenko bisher geleitet hat, gehören die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das Sinfonieorchester des WDR Köln, die Hamburger Philharmoniker und das NDR-Sinfonieorchester Hamburg, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Wiener Symphoniker, das Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Orchestra Santa Cecilia in Rom, das Orchester der RAI Turin und das Israel Philharmonic Orchestra. Außerdem dirigierte Kirill Petrenko Konzerte bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Von 2013 bis 2015 leitete er Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen.

Im Herbst 2013 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, das er bis Ende der Spielzeit 2019/20 innehaben wird. Seither hat er die Premieren von Die Frau ohne Schatten, La clemenza di Tito, Die Soldaten, Lucia di Lammermoor, Lulu, South Pole und Die Meistersinger von Nürnberg geleitet und unter anderem die Wiederaufnahme von Der Ring des Nibelungen dirigiert. 

Kirill Petrenko wurde im Juni 2015 zum zukünftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt; diese Position wird er im Herbst 2019 antreten. In der Spielzeit 2016/17 leitet Kirill Petrenko die Neuinszenierungen von Lady Macbeth von Mzensk und Tannhäuser. Außerdem dirigiert er ein breites Repertoire: Die Meistersinger von Nürnberg, Der Rosenkavalier, South Pole, Die Fledermaus, Die Frau ohne Schatten, sowie drei Akademiekonzerte.

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