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Oper in vier Akten (acht Bildern)

Komponist Giuseppe Verdi · Libretto von Salvatore Cammarano, fertiggestellt von Leone Emanuele Bardare, nach "El trovador" von Antonio García Gutiérrez
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Samstag, 16. November 2013
18.00 Uhr – 20.50 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 50 Minuten · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. + 4. Akt (ca. 19.15 - 19.45 Uhr)

Preise L

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  • gefördert durch

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Besetzung

Musikalische Leitung
Paolo Carignani
Inszenierung
Olivier Py
Bühne und Kostüme
Pierre-André Weitz
Licht
Bertrand Killy
Chor
Sören Eckhoff

Conte di Luna
Vitaliy Bilyy
Leonora
Krassimira Stoyanova
Azucena
Elena Manistina
Manrico
Jonas Kaufmann
Ferrando
Goran Jurić
Ines
Mária Celeng
Ruiz
Dean Power
Ein Zigeuner
Rafal Pawnuk
Ein Bote
Joshua Stewart
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor und Extrachor der Bayerischen Staatsoper
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Mehr dazu

„Wenn Du nach Indien fährst und nach Zentralafrika, wirst Du den Trovatore hören.“ Neun Jahre nach der triumphalen Uraufführung hatte Verdis Oper eine weltweite Popularität erreicht, die den Komponisten zu dieser Bemerkung hinriss. Der Stoff könnte kaum düsterer sein: Eine Zigeunerin, die den Tod ihrer Mutter auf dem Scheiterhaufen rächen will; ein Graf, der mit der Hinrichtung dieser Zigeunerin seinen Nebenbuhler ins Mark treffen will; eine grauenvolle Wahrheit, die im Todesmoment enthüllt wird. Sämtliche Ingredienzen von Verdis szenischem Reichtum treten hervor: unheimliche Klangwelten, schroffe Kontraste, vokale Brillanz, opulente Tableaux. Die schlüssige Erzählweise weicht der Variation suggestiver musikalischer Bilder, mit denen Verdi „dem wichtigsten Teil des Dramas“ diente: der Rache.

 

Vorgeschichte

Der mittlerweile verstorbene Graf von Luna hatte zwei Söhne. Eines Tages wurde an der Wiege des Jüngeren eine Zigeunerin entdeckt. Als das Kind kurz darauf erkrankte, wurde die Frau als Hexe zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Die Tochter der Zigeunerin, Azucena, raubte daraufhin den jüngeren Sohn Lunas, um ihn an gleicher Stelle zu verbrennen und so den Tod der Mutter zu rächen. Sie verwechselte jedoch das geraubte Kind mit ihrem eigenen Sohn. An dessen Stelle zog sie den jüngeren Sohn Lunas als ihr eigenes Kind auf und gab ihm den Namen Manrico.

In Spanien sind heftige Kämpfe um die Krone von Aragonien entbrannt. Der ältere Sohn Lunas ist nun selbst Graf von Luna und kämpft für die Königspartei. Manrico hat sich den Rebellen angeschlossen.

Erster Teil: Das Duell

Ferrando, ein Hauptmann in Lunas Heer, erzählt seinen Gefolgsleuten die Geschichte von der Verbrennung der alten Zigeunerin und von der Rachetat ihrer Tochter. Er ist überzeugt, dass der Geist der Alten noch immer auf Erden herumspukt.

Leonora erwartet die Ankunft ihres Geliebten, des Troubadours Manrico. Sie schildert Ines, wie sie ihn auf einem Turnier kennengelernt habe. Graf Luna, ebenfalls in Leonora verliebt, erklärt ihr seine Liebe. Als Manricos Stimme zu hören ist, und sie ihm entgegen eilen will, trifft sie auf Luna, den sie in der Dunkelheit für Manrico gehalten hat. Manrico und Luna wird klar, dass sie nicht nur Rivalen um Leonoras Gunst, sondern auch politische Gegner sind. Sie fordern einander zum Zweikampf.

Zweiter Teil: Die Zigeunerin

Manrico hat Luna im Kampf besiegt, wurde jedoch von einer inneren Stimme abgehalten, ihn zu töten. In dem darauf folgenden Handgemenge mit Lunas Gefolge ist er verwundet worden. Azucena erzählt ihm die Geschichte von der Verbrennung ihrer Mutter und der eigenen Rachetat, wobei sie statt Lunas Sohn ihren eigenen verbrannt habe. Auf Manricos zweifelnde Frage, ob er wirklich ihr Sohn sei, reagiert sie mit Ausflüchten. Ein Bote verkündet, dass Leonora in der Annahme, Manrico sei gefallen, ins Kloster eintreten wolle. Manrico beschließt, dies zu verhindern.

Leonora betrauert den vermuteten Tod Manricos. Luna hat ebenfalls von ihrem Vorhaben gehört und plant, die Angebetete zu entführen. Manrico und seinen Gefährten gelingt es jedoch, Luna zu entwaffnen und mit Leonora zu fliehen.

Dritter Teil: Der Sohn der Zigeunerin

Manrico hat sich mit Leonora verschanzt. Lunas Soldaten bereiten die Erstürmung vor. Azucena ist als angebliche Spionin gefasst worden. Ferrando erkennt in ihr die Zigeunerin, die damals den Bruder des Grafen geraubt hat. Als Azucena verzweifelt nach Manrico ruft, wird Luna klar, dass er die Mutter seines Todfeindes in seiner Gewalt hat.

Manrico und Leonora bereiten ihre Hochzeit vor, als sein Gefährte Ruiz die Ergreifung Azucenas meldet. Manrico ruft seine Anhänger zu den Waffen und zieht davon, um die vermeintliche Mutter zu befreien.

Vierter Teil: Die Hinrichtung

Manricos Befreiungsversuch ist gescheitert. Zusammen mit Azucena wurde er gefangen genommen. Als Leonora hört, dass Luna Mutter und Sohn hinrichten lassen will, fleht sie ihn um Manricos Freilassung an und bietet sich selbst als Preis für Lunas Gnade an. Dieser willigt ein. Heimlich nimmt Leonora Gift, um ihr Versprechen nicht einlösen zu müssen.

Manrico tröstet Azucena, die sich nach der Heimat sehnt. Leonora drängt ihn zur sofortigen Flucht – sie selbst wolle aber zurückbleiben. Manrico ahnt, um welchen Preis sie ihn gerettet hat. Leonora stirbt. Luna sieht sich getäuscht. Er lässt Manrico unverzüglich hinrichten und zwingt Azucena dabei zuzusehen. Sie enthüllt ihm die Wahrheit: „Er war dein Bruder!“

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Biografien

Paolo Carignani, geboren in Mailand, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Komposition, Orgel, Klavier und Orchesterdirektion. Zudem nahm er an der International Conductor Masterclass in Hilversum teil. Seither dirigierte er u. a. an den Opernhäusern von New York, Toronto, Tokio, Brüssel, Barcelona, Paris, Wien, Berlin, London, Kopenhagen, Rom, Bologna, Neapel und Genua sowie bei den Bregenzer Festspielen, beim Glyndebourne Festival und beim Rossini Festival in Pesaro. Von 1999 bis 2008 war er Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt. Zuletzt leitete er etwa Macbeth am Théâtre Royal de La Monnaie in Brüssel und Otello an der Staatsoper Hamburg und am New National Theatre in Tokio. An der Bayerischen Staatsoper dirigierte er bisher u. a. La traviata, Macbeth und Nabucco. (Stand 2017)

 

 

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