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Choreographie John Neumeier · Komponist Peter I. Tschaikowsky

Freitag, 12. Februar 2016
20.00 Uhr – 23.15 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten · 1. Akt (ca. 20.00 - 21.00 Uhr) · Pause (ca. 21.00 - 21.10 Uhr) · 2. Akt (ca. 21.10 - 21.45 Uhr) · Pause (ca. 21.45 - 22.10 Uhr) · 3. Akt (ca. 22.10 - 23.00 Uhr)

Preise G , € - /- /- /- /- /- /- /7

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Besetzung

Musikalische Leitung
Michael Schmidtsdorff
Choreographie und Inszenierung
John Neumeier
Musik
Peter I. Tschaikowsky
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose

Der König
Matej Urban
Prinzessin Natalia
Ivy Amista
Prinzessin Claire
Mai Kono
Graf Alexander
Adam Zvonař
Der Mann im Schatten
Marlon Dino
Odette
Lucia Lacarra
Prinz Siegfried
Cyril Pierre
Königinmutter
Zuzana Zahradníková
Prinz Leopold
Cyril Pierre
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Medien

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Der König flüchtet sich in die theatralische Wirklichkeit einer Schwanensee-Aufführung, in der er sich Erlösung von seinen existentiellen Qualen ersehnt. Auch die unvollendeten Mauern des Schlosses von Herrenchiemsee finden sich wieder, ein Bild seiner nicht zu stillenden Sehnsucht nach Vollendung und gleichzeitig sein Gefängnis. Keine der ihn umwerbenden Frauen kann ihm Erfüllung bedeuten; der Tod und der ständig präsente Mann im Schatten werden eins im atemberaubenden Schlussbild, das die existentiell-tragische Dimension menschlichen Liebes-Verlangens in ihrer ganzen Unerfüllbarkeit erfasst.

Der Choreograph und Direktor des Hamburg Balletts, John Neumeier, ließ sich für sein Ballettdrama Illusionen – wie Schwanensee vom Leben und Leiden König Ludwigs II inspirieren. In diese Geschichte verwob er die sorgfältige Rekonstruktion eines balletthistorischen Gipfelpunktes, des zweiten Aktes von Schwanensee in der Choreographie von Lew Ivanow; und den "Schwarzer-Schwan-Pas de deux", womit auch der wesentliche choreographische Beitrag von Marius Petipa zur definitiven St. Petersburger Schwanensee-Version gerettet war.

 

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Die Wirklichkeit

Ein König wird für wahnsinnig erklärt, während eines Maskenballs festgenommen und eingesperrt.

Der Rohbau seines eigenen Schlosses wird ihm zum Gefängnis. Allein, spürt er die flüchtige Gegenwart eines anderen - Der Mann im Schatten. Bevor er den Trug fassen kann, ist er verschwunden.

Traumbefangen sinkt er über das Modell eines seiner geplanten Prachtbauten.

 

Die erste Erinnerung: Richtfest

Handwerker und bäuerliche Bevölkerung feiern Richtfest. Bei einem der königlichen

Schlossprojekte ist der Dachstuhl fertig gestellt. Auch der König ist als Bauherr anwesend und nimmt mit seinem Vertrauten, Graf Alexander, an der anschließenden Fröhlichkeit und den ausgelassenen bäurischen Kraftspielen teil. Weitere Mitglieder des Hofes treffen ein, unter ihnen die Königinmutter, begleitet von Prinz Leopold, die Prinzessinnen Natalia, des Königs Verlobte, und Claire, Graf Alexanders Braut. Für sie ist das Richtfest willkommener Anlass für eine sommerliche Landpartie.. Man tanzt Quadrille. Die Festlichkeit gipfelt in einer Polonaise, angeführt von der Königinmutter und ihrem Begleiter.

Nur der König entzieht sich dem gesellschaftlichen Treiben. Gedankenversunken bleibt er zurück.

So findet ihn Prinzessin Natalia. Auch ihr verweigert sich der König.

Der Mann im Schatten ist wieder anwesend.

 

Die Wirklichkeit

In seinem Gefängnis stolpert der König über einen der herumstehenden, verhangenen Gegenstände.

Es ist ein Bühnenbildmodell für das Ballett "Schwanensee".

 

Die zweite Erinnerung:

Separatvorstellung "Schwanensee"

Für sich allein lässt der König "Schwanensee" tanzen. Das Ballett erzählt von der Prinzessin Odette, die durch den bösen Zauberer Rotbart in einen Schwan verwandelt wurde und nur um Mitternacht für eine kurze Zeit ihre ursprüngliche Mädchengestalt annehmen darf; es berichtet vom Prinzen Siegfried, der auf der Schwanenjagd die nächtliche Rückverwandlung beobachtet und sich in die Schwanenprinzessin verliebt. Der König identifiziert sich ganz mit der Illusionswelt der Bühne und übernimmt selbst den Part des Prinzen Siegfried.

Heimlich hat sich Prinzessin Natalia in den Saal geschlichen, um dem König einmal ungestört nahe zu sein. Als sie seine intensive Beziehung zur Kunstfigur der Schwanenprinzessin bemerkt, verlässt sie betroffen wieder den Raum.

Am Ende des tragischen Balletts verwandelt sich in den Augen des Königs Rotbart plötzlich in den Mann im Schatten.

 

Die Wirklichkeit

Laute Marschmusik schreckt den erschöpften König in seiner Zelle. Von Zwangsvorstellungen gepeinigt, glaubt er, es ziehe der Siegeszug seines vermeintlichen Rivalen Leopold, des neuen Prinzregenten, vorbei, und bricht zusammen.

Dabei stößt er an ein Gemälde, das ihn bei seiner Inthronisation darstellt, und er verliert sich wieder in die Vergangenheit.

 

Die dritte Erinnerung: Maskenball

Der König erinnert sich an den großen Ball der Nationen, mit dem diese Nacht ihren Anfang genommen hatte; er war als Prinz Siegfried erschienen.

Clowns unterhalten die Gäste und arrangieren als Zeremonienmeister die verschiedenen Touren des Cotillon. Gäste in Nationaltrachten stellen sich mit den entsprechenden Volkstänzen vor. Im ungarischen Gewand eröffnet die Königinmutter den Reigen mit einem Salon-Czardas. Als beim Partnertausch im Wechselwalzer auch der König und Prinzessin Natalia aufeinander treffen, lässt sie überraschend den Domino von den Schultern gleiten, in den sie bisher gehüllt war, und steht in einem der Schwanenprinzessin nachempfundenen Kostüm da. Dem König gefällt der Einfall. Natalias suggestives Spiel versetzt ihn in jene Traumwelt, und zum ersten Mal kommt Verständnis zwischen beiden auf. Unvermutet tauchen die Clowns zwischen

den Tanzenden auf. Sie ziehen jedem die Larve vom Gesicht. Es ist Mitternacht, Faschingsende, Demaskierung. Unbemerkt von den anderen nähert sich der schwarze Clown dem König; langsam nimmt er sich die Maske ab und wird für den König zum Mann im Schatten. Die Wiederbegegnung reißt ihn aus der Illusion. Die Scheinbeziehung zu Natalia-Odette zerbricht. Der König gebärdet sich wie wahnsinnig, lässt sich so weit gehen, die Königinmutter zu brüskieren.

Staatsbeamte nehmen ihn in Gewahrsam.

 

Die Wirklichkeit

Der König schläft. Wie aus einem Alptraum erwacht er, als es an der Tür klopft. Prinzessin Natalia, noch im Karnevalskostüm, wird zu einer kurzen Visite hereingelassen. Er schickt sie weg. Sie geht endgültig.

Phantasien, Wahnvorstellungen von "Schwanensee" tauchen vor seinen Augen auf und vermischen sich mit dem realen Bild. Deutlich empfindet er die Gegenwart des Mannes im Schatten und wendet sich ihm zu. Er nimmt sein Schicksal an.

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Biografien

Solist

Matej Urban ist gebürtiger Tscheche und besuchte bis 2006 das Staatliche Konservatorium in Prag. Anschließend erhielt er sein erstes Engagement am Nationaltheater Prag und tanzte dort zwei Spielzeiten.Seit Herbst 2008 ist Matej Urban beim Bayerischen Staatsballett. Zuerst als Gruppentänzer, seit der Spielzeit 2010/2011 als Halbsolist und seit der Spielzeit 2011/2012 als Solist.

Matej Urban hat das Bayerische Staatsballett zum Ende der Spielzeit 2016/2017 verlassen.

Debüts beim Bayerischen Staatsballett

Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Albrecht in Giselle - Mats Ek (M. Ek)
Mann 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Briaxis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Albrecht in Once Upon an Ever After (T. Kohler)
Solo im Pas Fabergé 3. Akt in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška)
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Fernando in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa/A. Gorski, Tradition)
Pas de six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Gods and Dogs (J. Kylián)
'Mann im Schatten' in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Birthday Offering (F. Ashton)
BIPED (M. Cunningham)
1. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Lysander in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Armand Duval in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Lucien d'Hervilly in Paquita (M. Petipa/A. Ratmansky)
Onegin in Onegin (J.Cranko)
Birbanto, Korsar in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Adam is (A. Barton), Kreation
3. Pas de deux in In the Night (J. Robbins)
Für die Kinder von gestern von gestern, heute und morgen. Ein Stück von Pina Bausch (P. Bausch)
Hilarion in Giselle (P. Wright/M. Petipa)
Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Gladiator in Spartacus (Y. Grigorovich)
Die Herzogin in Alice im Wunderland (C. Wheeldon)

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