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· Ein Stück von Saar Magal | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Samstag, 11. Juli 2015
19.00 Uhr – 20.50 Uhr
Haus der Kunst

Dauer ca. 1 Stunden 50 Minuten

Junges Publikum

€ 20,- / 10,- (Schüler und Studenten)

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Premiere am 07. Juli 2015
Uraufführung

  • Partner der Festspiel-Werkstatt

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Besetzung

Konzept, Choreographie
Saar Magal
Raum
Lea Dietrich
Kostüme
Wiebke Schlüter
Konzeptionelle Mitarbeit
David J. Levin
Licht
Michael Bauer
Musik
Haggai Cohen Milo, James Shipp, Mateo Lugo
Dramaturgie
Miron Hakenbeck

Tenor
Richard Resch
Bass
Frederic Jost
Sopran I
Friederike Mauß
Sopran II
Josephine Renelt
Tänzer
Jasmine Ellis, Adaya Berkovich, Leila Bakhtali, Moritz Ostruschnjak, Elik Niv, Hervé Guerrisi, Shiori Tada, Margaux Marielle-Tréhouart
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Das alttestamentarische Buch der Richter berichtet von Jephta und – durch ihn – von seiner Tochter. Auf dem Höhepunkt einer großen Schlacht zur Verteidigung seines Landes schwört der frisch zum Anführer Israels gekürte Jephta einen Eid: Lässt Gott ihn siegen, so will Jeptha ihm opfern, wer oder was ihm bei seiner Heimkehr als erstes begegnet. Nach der gewonnenen Schlacht ist es seine Tochter, die ihm entgegenläuft. Sie respektiert den Eid des Vaters, bittet aber um einen kurzen Aufschub: zwei Monate, in denen sie sich mit ihren Freundinnen in die Berge zurückzieht, um "ihre Jungfräulichkeit zu beweinen".

In Reaktion auf Varianten dieser Opferungsgeschichte und im Dialog mit ihren musikalischen Bearbeitungen - allen voran Giacomo Carissimis Oratorium Historia di Jephte von 1647- macht sich die israelische Choreographin Saar Magal mit einer Gruppe von Tänzern, Sängern und Musikern auf den Weg, einige der Rätsel im Zentrum der Geschichte zu erkunden: Was bewegt den Vater, den Eid zu befolgen? Was ereignet sich in den zwei Monaten, die die Tochter dem Vater abringt? Wohin brechen die jungen Frauen auf? Welche Erfahrungen machen sie? Warum kehren sie zurück? Ihre Untersuchung führt durch ein ganzes Feld von Themen, die um diese dubiose Geschichte kreisen: Opferung und Selbstopfer, Hingabe und Glaube, Jungfräulichkeit und Unschuld, Ehrgeiz, Erfindung, Einbildung und Öffentlichkeit.

 

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Biografien

Saar Magal, geboren in Tel Aviv, studierte Tanz an der Thelma Yellin High School of the Arts in Tel Aviv sowie am Laban Centre for Movement and Dance in London. Sie entwickelte zahlreiche Tanzperformances, etwa für die Batsheva Dance Company in Tel Aviv. Ihre Stücke wurden u.a. in den Sophiensaelen in Berlin, im Arts House in Melbourne und der Roten Fabrik in Zürich gezeigt. Seit 1997 arbeitet Magal regelmäßig mit dem Regisseur Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. in Brüssel (Medée, Macbeth) sowie in Paris (u.a. Parsifal, Król Roger). Darüber hinaus unterrichtet sie zeitgenössischen Tanz und Performance u.a. in Israel und in den USA. An der Bayerischen Staatsoper übernahm sie in der Spielzeit 2007/08 bei Eugen Onegin die Choreographie. 2011/12 realisierte sie das Festspielprojekt Hacking Wagner. Konzept, Choreografie und Regie hier 2014/15: Jephta’s Daughter.

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