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Ballett in zwei Akten und sechs Bildern

Choreographie Marius Petipa / Patrice Bart · Komponist Ludwig Minkus

Donnerstag, 06. März 2014
19.30 Uhr – 22.05 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 35 Minuten · 1. Akt (ca. 19.30 - 20.40 Uhr) · Pause (ca. 20.40 - 21.10 Uhr) · 2. Akt (ca. 21.10 - 22.05 Uhr)

Preise G

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Besetzung

Musikalische Leitung
Myron Romanul
Choreographie
Patrice Bart
Choreographie
Marius Petipa
Bühne und Kostüme
Tomio Mohri
Licht
Maurizio Montobbio
Musikalische Einrichtung
Maria Babanina
Dramaturgie
Wolfgang Oberender

Nikija
Daria Sukhorukova
Gamzatti
Ivy Amista
Solor
Timur Askerov
Brahmane
Peter Jolesch
Radscha
Norbert Graf
Aija
Elaine Underwood
Das Goldene Idol
Karen Azatyan
1. Variation
Lisa-Maree Cullum
2. Variation
Katherina Markowskaja
3. Variation
Luiza Bernardes Bertho
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Medien

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La Bayadère war das erste Werk in einer überaus erfolgreichen Reihe von Rekonstruktionen des Repertoires des 19. Jahrhunderts, das mit der Premiere von Paquita im Dezember 2014 vervollständigt werden konnte.

 

Kreiert 1877, ist La Bayadère exotisches Märchen, Psychodrama und Tanzfest in einem. Im Mittelpunkt stehen die Priesterin - die Bayadère - Nikija und der tapfere Krieger Solor. Ihrer Liebe steht der Heiratsanspruch entgegen, den Gamzatti, die Tochter des Radjas, auf Solor erhebt. Auch der Große Brahmane ist seiner Oberpriesterin Nikija in Liebe verfallen. Sie aber erliegt dem Mordanschlag der Rivalin. Solor träumt sich ihr nach ins Königreich der Schatten, einem der spektakulärsten und schönsten weißen Akte der Ballettgeschichte.

 

 

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1. Akt

1.Bild: vor dem Tempel
Der große Brahmane, seine Priester und die Tempeltänzerinnen, genannt Bayadèren, versammeln sich zur Feier des Heiligen Feuers. Als letzte erscheint Nikija, die vornehmste und heiligste der Bayadèren. Der Große Brahmane bestürmt sie mit seiner Liebe, sie aber weist ihn zurück. Solor, ein reicher und edler Krieger aus königlicher Kaste, ist auf dem Weg zur Jagd. Während er seine Freunde vorausschickt, erwartet er heimlich Nikija. Solor und Nikija gestehen sich ihre Liebe. Die Bayadère verlangt von ihm den Schwur seiner Treue. Der Große Brahmane, der das Liebestreffen gesehen hat, schwört verzweifelt Rache.

2. Bild: Im Palast des Radscha
Der Radscha verkündet seiner Tochter Gamzatti, daß ihre Hochzeit mit Solor, dem sie seit ihrer Kindheit versprochen ist, bevorstehe. Sie ist hingerissen von Solor, versteht aber nicht, weshalb er sich ihr gegenüber so zögernd verhält. Nachdem sich soeben noch einige Tänzerinnen zur Unterhaltung präsentiert haben, erscheint der Große Brahmane, um dem Radscha ein Geheimnis anzuvertrauen. Er erzählt ihm von der verbotenen Liebe zwischen Nikija und Solor in der Hoffnung, der Radscha werde Solor aus dem Weg räumen. Stattdessen befiehlt der Radscha zum Entsetzen des Großen Brahmanen in blinder Wut den Tod Nikijas. Gamzatti hat die Unterhaltung belauscht und lässt durch ihre Dienerin Aija die Bajadère rufen. Sie bittet Nikija, von Solor abzulassen, bietet ihr Juwelen zum Lohn. Nikija weigert sich und stürzt sich in ihrer Verzweiflung mit dem Dolch auf Gamzatti. Zurückgehalten von Aija, flieht sie schließlich hinweg. Gamzatti schwört ihr den Tod.

3. Bild: Im Garten des Palastes
Die Verlobungsfeier von Solor und Gamzatti. Ein großes Défilé eröffnet das Fest, in dem Solor als Jagdbeute einen Tiger präsentiert. Der Große Brahmane bringt Nikija, die als Tempeltänzerin zu Ehren der Zeremonie auftritt. Nikija erhält durch Aija einen Blumenkorb, den sie als geheimes Zeichen der Liebe von Solor begreift. In Wahrheit stammt er vom Radscha und seiner Tochter, die darin eine Schlange verbergen ließen. Als Nikija, das Körbchen an der Brust, weitertanzt, versetzt ihr die Viper einen tödlichen Biß. Der Große Brahmane bietet Nikija ein Gegengift, wenn sie ihn nur erhören würde. Sie weist es zurück und stirbt, mit der Mahnung an Solor auf den Lippen, nie seinen Liebesschwur zu vergessen.

2. Akt

4. Bild: Das Königreich der Schatten

Solor, gepeinigt von den Erinnerungen an Nikija, sucht Vergessen im Opiumrausch. Er findet sich wieder im Reich der Schatten, vereint mit Nikija, die ihm die Welt der Schatten offenbart und ihn an seinen ewigen Treueschwur gemahnt. Beim Erwachen sieht er seine Freunde und den Radscha, die ihn zur Hochzeit abholen wollen.

5. Bild: Im Tempel
Ein ritueller Aufmarsch führt Gamzatti und Solor zur Hochzeitszeremonie zusammen. Der Tanz der Lotusblumen mit Solors Freunden und der Tanz des Goldenen Idols sind Symbole der guten Wünsche von Schönheit und Reichtum für das Paar. In Solors anschließende Begegnung mit Gamzatti mischt – sichtbar einzig für Solor – der Schatten Nikijas. Solor entscheidet sich für das Leben, für Gamzatti. Im Augenblick des Hochzeitschwurs, zu dem das Paar vom Großen Brahmanen gerufen wird, bricht ein Erdbeben aus. Der Tempel stürzt ein und begräbt alles unter seinen Trümmern.

6. Bild: Apotheose
Im Jenseits finden wir Solor, Nikija und Gamzatti vereint im Bild des ewigen Lichtes.

Das Bayerische Staatsballett hat zusammen mit dem französischen Choreographen Patrice Bart und dem japanischen Bühnen- und Kostümbildner Tomio Mohri eine neue Fassung erarbeitet, in der das Herzstück des Balletts, eben der berühmte 'Schattenakt', auch das Verlobungsfest mit seinem atemberaubenden Defilé und einige der kostbarsten Pantomimenszenen in originaler Fassung zu sehen sind.

Der letzte Akt, in Russland Anfang des Jahrhunderts verlorengegangen, ist Neufassung und Rekonstruktion in einem.

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Biografien

In Baltimore geboren, gab Myron Romanul bereits im Alter von elf Jahren sein Debüt als Solopianist mit dem Boston Symphony Orchestra.

Er studierte in Boston, wo er als Solist sowie als Mitglied des Boston Symphony Orchestra und des Boston Pops Orchestra mit Seiji Ozawa, Kurt Mazur, Arthur Fiedler, John Williams und anderen arbeitete. Im Jahr 1973 wurde Romanul mit dem New England Conservatory Ragtime Ensemble mit dem Grammy Award für "Best Classical Chamber Music" ausgezeichnet.

Nach Aufgaben als Assistant Music Director an der Boston Lyric Opera sowie als Erster Dirigent des Boston Ballet war er von 1985 bis 1990 Dirigent und Solopianist des Stuttgart Balletts. Danach arbeitete er als 2. Kapellmeister und Assistenz-Generalmusikdirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1990-1994), als 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Stadttheater Mainz (1994-1997) sowie als 1. Kapellmeister am Aalto Theater Essen. Hinzu kamen Gastdirigate innerhalb Deutschlands und anderen Ländern. Zurzeit ist Myron Romanul Principal Conductor des Central Massachusetts Symphony Orchestra und Gastdirigent am Opéra national du Rhin und in Metz, beide in Frankreich und am His Majesty's Theater in Perth, Australien.

Seit 1987 leitet Myron Romanul Aufführungen der Bayerischen Staatsoper und des Balletts. Für das Bayerische Staatsballett dirigierte Romanul unter anderem Der Widerspenstigen ZähmungOneginDon Quijote, Balanchines Brahms-Schönberg Quartett, Jacopo Godanis After DarkDer NussknackerRomeo und Julia und La Bayadère. Er übernahm darüber hinaus die musikalische Leitung zahlreicher Premieren wie Die Silberne RoseBombana/Simon/Godani und Le Corsaire, Terence Kohlers Helden, Den Abend Der gelbe Klang und Le Sacre du printemps.

(Stand: April 2018)

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