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Ballett in zwei Akten und sechs Bildern

Choreographie Marius Petipa / Patrice Bart · Komponist Ludwig Minkus

Donnerstag, 05. Mai 2016
15.00 Uhr – 17.35 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 35 Minuten · 1. Akt (ca. 15.00 - 16.10 Uhr) · Pause (ca. 16.10 - 16.40 Uhr) · 2. Akt (ca. 16.40 - 17.35 Uhr)

Familienvorstellung: ab 8 Jahren · Kindereinführung: 14.15 Uhr

Preise F , € 60 /53 /- /35 /25 /16 /9 /6

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Besetzung

Musikalische Leitung
Michael Schmidtsdorff
Choreographie
Marius Petipa
Choreographie
Patrice Bart
Bühne und Kostüme
Tomio Mohri
Licht
Maurizio Montobbio
Musikalische Einrichtung
Maria Babanina
Dramaturgie
Wolfgang Oberender

Gamzatti
Daria Sukhorukova
Nikija
Ekaterina Petina
Solor
Maxim Chashchegorov
Brahmane
Norbert Graf
Radscha
Ilya Shcherbakov
Aija
Elaine Underwood
1. Variation
Alisa Scetinina
2. Variation
Mai Kono
3. Variation
Luiza Bernardes Bertho
Das Goldene Idol
Adam Zvonař
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Medien

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Mehr dazu

La Bayadère war das erste Werk in einer überaus erfolgreichen Reihe von Rekonstruktionen des Repertoires des 19. Jahrhunderts, das mit der Premiere von Paquita im Dezember 2014 vervollständigt werden konnte.

 

Kreiert 1877, ist La Bayadère exotisches Märchen, Psychodrama und Tanzfest in einem. Im Mittelpunkt stehen die Priesterin - die Bayadère - Nikija und der tapfere Krieger Solor. Ihrer Liebe steht der Heiratsanspruch entgegen, den Gamzatti, die Tochter des Radjas, auf Solor erhebt. Auch der Große Brahmane ist seiner Oberpriesterin Nikija in Liebe verfallen. Sie aber erliegt dem Mordanschlag der Rivalin. Solor träumt sich ihr nach ins Königreich der Schatten, einem der spektakulärsten und schönsten weißen Akte der Ballettgeschichte.

 

 

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1. Akt

1.Bild: vor dem Tempel
Der große Brahmane, seine Priester und die Tempeltänzerinnen, genannt Bayadèren, versammeln sich zur Feier des Heiligen Feuers. Als letzte erscheint Nikija, die vornehmste und heiligste der Bayadèren. Der Große Brahmane bestürmt sie mit seiner Liebe, sie aber weist ihn zurück. Solor, ein reicher und edler Krieger aus königlicher Kaste, ist auf dem Weg zur Jagd. Während er seine Freunde vorausschickt, erwartet er heimlich Nikija. Solor und Nikija gestehen sich ihre Liebe. Die Bayadère verlangt von ihm den Schwur seiner Treue. Der Große Brahmane, der das Liebestreffen gesehen hat, schwört verzweifelt Rache.

2. Bild: Im Palast des Radscha
Der Radscha verkündet seiner Tochter Gamzatti, daß ihre Hochzeit mit Solor, dem sie seit ihrer Kindheit versprochen ist, bevorstehe. Sie ist hingerissen von Solor, versteht aber nicht, weshalb er sich ihr gegenüber so zögernd verhält. Nachdem sich soeben noch einige Tänzerinnen zur Unterhaltung präsentiert haben, erscheint der Große Brahmane, um dem Radscha ein Geheimnis anzuvertrauen. Er erzählt ihm von der verbotenen Liebe zwischen Nikija und Solor in der Hoffnung, der Radscha werde Solor aus dem Weg räumen. Stattdessen befiehlt der Radscha zum Entsetzen des Großen Brahmanen in blinder Wut den Tod Nikijas. Gamzatti hat die Unterhaltung belauscht und lässt durch ihre Dienerin Aija die Bajadère rufen. Sie bittet Nikija, von Solor abzulassen, bietet ihr Juwelen zum Lohn. Nikija weigert sich und stürzt sich in ihrer Verzweiflung mit dem Dolch auf Gamzatti. Zurückgehalten von Aija, flieht sie schließlich hinweg. Gamzatti schwört ihr den Tod.

3. Bild: Im Garten des Palastes
Die Verlobungsfeier von Solor und Gamzatti. Ein großes Défilé eröffnet das Fest, in dem Solor als Jagdbeute einen Tiger präsentiert. Der Große Brahmane bringt Nikija, die als Tempeltänzerin zu Ehren der Zeremonie auftritt. Nikija erhält durch Aija einen Blumenkorb, den sie als geheimes Zeichen der Liebe von Solor begreift. In Wahrheit stammt er vom Radscha und seiner Tochter, die darin eine Schlange verbergen ließen. Als Nikija, das Körbchen an der Brust, weitertanzt, versetzt ihr die Viper einen tödlichen Biß. Der Große Brahmane bietet Nikija ein Gegengift, wenn sie ihn nur erhören würde. Sie weist es zurück und stirbt, mit der Mahnung an Solor auf den Lippen, nie seinen Liebesschwur zu vergessen.

2. Akt

4. Bild: Das Königreich der Schatten

Solor, gepeinigt von den Erinnerungen an Nikija, sucht Vergessen im Opiumrausch. Er findet sich wieder im Reich der Schatten, vereint mit Nikija, die ihm die Welt der Schatten offenbart und ihn an seinen ewigen Treueschwur gemahnt. Beim Erwachen sieht er seine Freunde und den Radscha, die ihn zur Hochzeit abholen wollen.

5. Bild: Im Tempel
Ein ritueller Aufmarsch führt Gamzatti und Solor zur Hochzeitszeremonie zusammen. Der Tanz der Lotusblumen mit Solors Freunden und der Tanz des Goldenen Idols sind Symbole der guten Wünsche von Schönheit und Reichtum für das Paar. In Solors anschließende Begegnung mit Gamzatti mischt – sichtbar einzig für Solor – der Schatten Nikijas. Solor entscheidet sich für das Leben, für Gamzatti. Im Augenblick des Hochzeitschwurs, zu dem das Paar vom Großen Brahmanen gerufen wird, bricht ein Erdbeben aus. Der Tempel stürzt ein und begräbt alles unter seinen Trümmern.

6. Bild: Apotheose
Im Jenseits finden wir Solor, Nikija und Gamzatti vereint im Bild des ewigen Lichtes.

Das Bayerische Staatsballett hat zusammen mit dem französischen Choreographen Patrice Bart und dem japanischen Bühnen- und Kostümbildner Tomio Mohri eine neue Fassung erarbeitet, in der das Herzstück des Balletts, eben der berühmte 'Schattenakt', auch das Verlobungsfest mit seinem atemberaubenden Defilé und einige der kostbarsten Pantomimenszenen in originaler Fassung zu sehen sind.

Der letzte Akt, in Russland Anfang des Jahrhunderts verlorengegangen, ist Neufassung und Rekonstruktion in einem.

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Biografien

Erste Solistin

Die gebürtige Russin Daria Sukhorukova absolvierte ihre Tanzausbildung an der Waganowa-Akademie in ihrer Heimatstadt St. Petersburg.

Nach ihrem Diplom 2001 wurde sie direkt an das Ensemble des Marijinsky Theaters übernommen und während der sechs Jahre ihrer Tänzerkarriere mit zahlreichen solistischen Aufgaben betraut, so etwa mit der weiblichen Titelpartie aus Romeo und Julia, verschiedenen Feenvariationen aus Dornröschen und Soli in Les Sylphides (M. Fokine), Jewels (G. Balanchine) und La Sylphide (nach F. Taglioni).

Zum Beginn der Spielzeit 2007/2008 trat Daria Sukhorukova als Solistin dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts bei und wurde zur Spielzeit 2010/2011 zur Ersten Solistin ernannt. Ende der Spielzeit 2015/2016 hat Daria Sukhorukova das Bayerische Staatsballett verlassen.

Ihr Münchner Debüt gab sie im Herbst 2007 als eine der drei Odalisken in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška).

Debut 2007/2008
Medora und Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Odette/Odile in Schwanensee (R. Barra)
Solopaar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Nikija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Manon Lescaut in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Die Erste Nymphe in L'Après-midi d'un faune (V. Nijinsky)

Debut 2009/2010
Titelpartie in Raymonda (M. Petipa)
Die Dame im blauen Samtwams in Les Biches (B. Nijinska)
Zobéide in Shéhérazade (M. Fokine)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)

Debut 2010/2011
Woman 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Topas in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanesee (J. Neumeier)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Prinzessin Aurora in Dornröschen (M. Petipa/ I.Liška)
Erste Traum-Variation in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa/A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Louise in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Erste Solistin in Scènes de ballet (F. Ashton)

Debut 2013/2014
Hermia in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Choreartium (L. Massine), Kreation
Mütterliche Gestalt in Le Sacre du printemps (M. Wigman)

Debut 2014/2015
Marguerite in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Paquita in Paquita (M. Petipa/A. Ratmansky)
Tatjana in Onegin (J. Cranko)

Debut 2015/16
In A Landscape (R. Siegal)
Solistin 2. und 4. Satz in Sinfonie in C (G. Balanchine)

Debut 2015/2016
Für die Kinder von gestern, heute und morgen. Ein Stück von Pina Bausch (P. Bausch)

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