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Oper in vier Bildern

Komponist Giacomo Puccini · Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach "Scène de la vie de bohème" von Henri Murger
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Münchner Opernfestspiele
Mittwoch, 06. Juli 2016
19.00 Uhr
Nationaltheater

1 Pause zwischen 1. + 2. Bild und 3.+ 4. Bild (ca. 20.05 - 20.40 Uhr)

Freier Verkauf

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Asher Fisch
Inszenierung
Otto Schenk
Bühne und Kostüme
Rudolf Heinrich
Chöre
Stellario Fagone

Mimì
Sonya Yoncheva
Musetta
Julie Fuchs
Rodolfo
Wookyung Kim
Marcello
Levente Molnár
Schaunard
Andrea Borghini
Colline
Goran Jurić
Parpignol
Petr Nekoranec
Benoît
Christian Rieger
Alcindoro
Peter Lobert
Ein Zöllner
Igor Tsarkov
Sergeant der Zollwache
Johannes Kammler
Kinderchor
Kinderchor der Bayerischen Staatsoper
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor und Kinderchor der Bayerischen Staatsoper

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Herz, Schmerz und Schmelz total: Vier arme Künstler-Freunde - die Liebe in der ärmlichen Mansarde - der mondäne Boulevard, auf dem das Leben tobt - doch Mimi wird sterben. Ihr Händchen: eiskalt! Die unglaublich opulente, ewig gültige Produktion von Otto Schenk fasziniert. Ganz Paris ist hier auf die Bühne gezaubert. Zum Weinen schön!

 

1. Akt
Der Dichter Rodolfo und der Maler Marcello sitzen am Weihnachtsabend frierend in ihrer kalten Mansarde, Kälte, Hunger und Geldnot sind bei ihnen heimisch. Um den Raum etwas zu erwärmen, verbrennt Rodolfo seine Manuskripte. Niedergeschlagen kehrt der Philosoph Colline von einem erfolglosen Gang zum Pfandhaus zurück. Der Musiker Schaunard, der letzte im Freundesquartett, hat mehr Erfolg gehabt. Er bringt Essen, Wein und etwas Geld. Die zunächst gedrückte Stimmung wandelt sich in Ausgelassenheit.Diese jedoch wird durch das Auftreten des Hauswirtes Benoit unterbrochen, der die rückständige Miete fordert. Die Freunde setzen ihm Wein vor, so daß der Alte betrunken die Miete vergißt und seine Liebesabenteuer zum Besten gibt. Daraufhin werfen ihn die vier mit gespielter moralischer Entrüstung hinaus. Nun wollen die Freunde im Café "Momus" weiterfeiern. Nur Rodolfo bleibt zurück, um einen Artikel zu beenden. Da erscheint Mimi, die Flurnachbarin, und bittet, ihre Kerze wieder anzünden zu dürfen, die der Wind ausgelöscht habe. Als Mimi wieder gehen möchte, verliert sie ihren Wohnungsschlüssel. Rodolfo, der sich in sie verliebt, findet den Schlüssel, verschweigt es aber Mimi. Sie erzählen einander ihre Lebensgeschichte und gestehen einander ihre Liebe.

2. Akt
Im Quartier Latin, vor dem Café "Momus", herrscht buntes Treiben. Musetta, die frühere Geliebte Marcellos, erscheint mit einem neuen vornehmen Kavalier namens Alcindoro. Als Musetta und Marcello einander wieder erblicken, erwacht ihre Liebe von neuem. Unter dem Vorwand, auf der Stelle ein Paar neue Schuhe zu benötigen, schüttelt Musetta ihren Begleiter ab. Die aufziehende Wache verursacht ein großes Gedränge. Die Freunde benützen die Gelegenheit, um mit den Mädchen zu verschwinden. Dem zurückkehrenden Alcindoro bleibt nichts anderes übrig, als die Zeche zu bezahlen.

3. Akt
An einem kalten Wintermorgen kommt Mimi zum Wirtshaus an der Stadtgrenze von Paris, um Marcello zu sprechen, der dort malt. Starker Husten quält sie. Sie bittet Marcello, ihr zu helfen, denn Rodolfo habe sie aus Eifersucht verlassen. Rodolfo aber erzählt seinem Freund den wahren Grund seines Verhaltens. Er hat Mimi verlassen, weil er weiß, daß sie unheilbar krank ist, und er sie infolge seiner Armut nicht genügend pflegen kann. Mimi, die das Gespräch belauscht hat, tritt aus ihrem Versteck hervor. Sie weiß jetzt, daß sie sterben muß und nimmt wehmütig Abschied von Rodolfo. Marcello streitet sich inzwischen eifersüchtig mit Musetta, die ihm schließlich davonläuft.

4. Akt
In der Dachkammer sind Rodolfo und Marcello wieder beisammen. Sie versuchen zu arbeiten und bemühen sich dabei, voreinander ihre Sehnsucht nach Mimi und Musetta zu verbergen. Schaunard und Colline servieren eine karge Mahlzeit, bei der die vier trotz allem bald ausgelassen und fröhlich werden. Da erscheint Musetta mit der todkranken Mimi. Alle Bemühungen um ihre Rettung sind vergeblich. Während Rodolfo in Erwartung des angekündigten Arztes neue Hoffnung schöpft, bemerken die Freunde, daß Mimi bereits entschlafen ist. Als Rodolfo dessen gewahr wird, wirft er sich verzweifelt über die tote Geliebte.

© Bayerische Staatsoper

Premiere von Giacomo Puccinis "La bohème" am 14. Juni 1969 im Nationaltheater

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Biografien

Asher Fisch, geboren in Jerusalem, begann seine Karriere als Assistent von Daniel Barenboim. Anschließend wurde er musikalischer Leiter an der Wiener Volksoper und an der New Israeli Opera in Tel Aviv. Von 2007 bis 2014 war er Principal Guest Conductor an der Seattle Opera, seit 2014 hat er die musikalische Leitung des West Australian Symphony Orchestra inne. Gastverträge führten ihn u. a. an die Opernhäuser von New York, London, Mailand, Neapel, Turin, Berlin, Dresden, München, Paris, Chicago und Los Angeles. Neben seinen Opernengagements trat er mit Orchestern wie dem New York Philharmonic, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Berliner sowie den Münchner Philharmonikern auf. (Stand: 2017)

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