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Oper in drei Akten (1910)

Komponist Giacomo Puccini · Libretto von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini nach dem Schauspiel „The Girl of the Golden West“ von David Belasco
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dienstag, 19. März 2019
19.00 Uhr – 21.45 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 45 Minuten · 1. Akt (ca. 19.00 - 20.00 Uhr) · Pause (ca. 20.00 - 20.35 Uhr) · 2.+3. Akt (ca. 20.35 - 21.45 Uhr)

Einführung: 18.00 Uhr · Junges Publikum

Freier Verkauf · Serie 45

Premiere am 16. März 2019

#BSOfanciulla

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Besetzung

Musikalische Leitung
James Gaffigan
Inszenierung
Andreas Dresen
Regie Mitarbeit
Frauke Meyer
Bühne
Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme
Sabine Greunig
Licht
Michael Bauer
Chor
Stellario Fagone
Dramaturgie
Rainer Karlitschek, Lukas Leipfinger

Minnie
Anja Kampe
Jack Rance
John Lundgren
Dick Johnson
Brandon Jovanovich
Nick
Kevin Conners
Ashby
Bálint Szabó
Sonora
Tim Kuypers
Trin
Manuel Günther
Sid
Alexander Milev
Bello
Justin Austin
Harry
Galeano Salas
Joe
Freddie De Tommaso
Happy
Christian Rieger
Larkens
Norman Garrett
Billy Jackrabbit
Oleg Davydov
Wowkle
Noa Beinart
Jake Wallace
Sean Michael Plumb
José Castro
Oğulcan Yilmaz
Ein Postillon
Ulrich Reß
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Eine Szene voll Melancholie und Trauer: Den Goldgräbern in Puccinis Oper La fanciulla del west nach David Belascos Drama The Girl of the Golden West ist von ihrer Hoffnung auf Reichtum nichts mehr anzusehen. Die bittere Realität: trostloses Arbeiterleben. Nur mühselig schürfen sie ein wenig Gold zusammen – zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Allein Minnie, die einzige Frau im Lager und Barfrau und Autoritätsperson in einem, vermag es, ein wenig Trost und Zuneigung zu verbreiten. Auch sie sehnt sich nach der einzigen und reinen Liebe. Doch der mysteriöse Neuankömmling birgt ein dunkles Geheimnis. Er ist Hauptmann einer brutalen Räuberbande, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Gibt es in einer solch unwirtlichen Welt die Möglichkeit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, neu zu beginnen oder gar Verzeihung zu erlangen? Und Puccini spitzt mit avancierter, hochemotionaler Klangdramaturgie die Oper auf die Frage zu, was stärker sei: Recht oder Liebe?

 

1. Akt: In der Bar „Polka“

In einem Goldgräberlager finden sich die Arbeiter in der Bar „Polka“ zusammen, um dort ihren Feierabend gemeinsam zu verbringen. Es wird gezecht, geraucht und Karten gespielt. Der Minstrelsänger Jake Wallace stimmt ein Lied an, das von Heimweh erzählt. Von Erinnerungen an die Familie und an die Heimat ergriffen, fallen die Minenarbeiter nach und nach in den Gesang mit ein. Larkens droht an dieser Sehnsucht zugrunde zu gehen und fleht die Kameraden um Hilfe an. Sonora sammelt daraufhin Geld für die Heimreise des Verzweifelten.

Sid betrügt beim Poker und wird dabei entdeckt. Als die Männer Sid lynchen wollen, greift Jack Rance, der Sheriff, in das Chaos ein. Er verbietet dem Falschspieler die Teilnahme an weiteren Partien. Sid wird aus der Bar hinausgeworfen.

Ashby, der Vertreter der Transportagentur „Wells Fargo“, die für die sichere Beförderung des Goldes sorgen soll, kommt in die Bar und berichtet von seiner vergeblichen Fahndung nach dem Banditen Ramerrez und dessen Räuberbande. Rance und Sonora geraten währenddessen in heftigen Streit darüber, wem die Gunst Minnies, der Wirtin der „Polka“, zustehe. Geschlichtet werden kann die Auseinandersetzung erst durch Minnie selbst. Die Männer machen der angehimmelten Hausherrin verschiedene Geschenke.

Mit größter Aufmerksamkeit nehmen alle Männer am Religionsunterricht teil, in dem Minnie anhand des 51. Psalms erklärt, dass die Liebe Gottes jedem Sünder Vergebung ermögliche. Ein Postillon bringt Briefe, in die sich die Arbeiter vertiefen. Ashby verkündet Rance stolz, dass er Informationen über den Verbleib Ramerrezʼ von dessen mutmaßlicher Geliebter Nina Micheltorena erhalten habe und er den Banditen deshalb noch am selben Tag fangen wolle. Der Sheriff zeigt sich skeptisch und warnt davor, der Informantin zu trauen.

Rance bedrängt Minnie, ihn zu heiraten und wird von ihr abgewiesen. Als Johnson in die Bar kommt, lässt Rance von ihr ab. Minnie und Johnson erkennen einander wieder: Sie sind sich einst flüchtig begegnet und schwelgen nun in Erinnerungen daran. Die von Rance gegen den Fremden aufgehetzten Arbeiter lassen sich von Minnie beschwichtigen und ermuntern diese sogar, mit Johnson Walzer zu tanzen.

Die heitere Stimmung schlägt um, als der gefasste Bandit Castro aus Ramerrezʼ Bande in die Bar geschleppt und verhört wird. Von dem Gefangenen auf eine falsche Fährte gelockt, jagt ein Großteil der Männer fort, um Ramerrez zu stellen. Castro, der in Johnson seinen Hauptmann Ramerrez erkennt, weiht ihn unbemerkt in den Plan ein: Er habe sich absichtlich fassen lassen – ein Pfeifen Johnsons genüge als Zeichen, um die Banditenbande herbeizurufen.

Außer dem Kellner Nick bleiben Minnie und Johnson zurück, die sich jetzt näherkommen. Johnson erfährt von Minnie, sie habe noch nie einen Mann geküsst. Minnie lädt ihn zu sich nach Hause ein, nachdem sie ihm die Bar gezeigt hat, einschließlich des Ortes, an dem sie das Gold der Arbeiter verwahrt.

2. Akt: Bei Minnie Zuhause

Minnies Haushälterin Wowkle und deren Partner Billy Jackrabbit – beide bettelarm und um die Zukunft des gemeinsamen Kindes besorgt – planen ihre Hochzeit. Die Hausherrin scheucht Billy fort und befiehlt Wowkle, für Johnsons Besuch Essen vorzubereiten und die Wohnung zu putzen.

Sie schickt Wowkle nach Johnsons Ankunft nach Hause und gesteht ihm ihre Liebe. Minnie und Johnson küssen sich. Er will aufbrechen, doch heftiger Schneefall hat die Wege unpassierbar gemacht. Johnson wird nervös, als draußen Pistolenschüsse fallen, und bleibt bei Minnie. Beide beschwören ihre Liebe zueinander, und Minnie erfährt Johnsons Vornamen: Dick.

Als sie von draußen Rufe hören, drängt Minnie Johnson, sich zu verstecken, da sie die Eifersucht Rances fürchtet. Dieser kommt zusammen mit Nick, Ashby und Sonora zu Minnie, um sie vor dem Banditen Ramerrez zu warnen, der in der Nähe ihres Hauses

gesehen worden sei. Außerdem klären die

Männer Minnie darüber auf, dass es sich bei Johnson um Ramerrez handle, was sie nicht glauben will. Nick bemerkt Johnsons Zigarrenstummel auf dem Boden, verschweigt diese Spur aber den anderen gegenüber. Minnie erfährt von Rance, dass die Information über Johnsons wahre Identität von Nina Micheltorena stamme und diese eine Fotografie des Banditen bei sich getragen habe.

Nachdem die Männer Minnies Wohnung wieder verlassen haben, stellt Minnie Johnson zur Rede und macht ihm Vorwürfe: Er sei nur in die „Polka“ gekommen, um Gold zu stehlen. Johnson gibt sich tatsächlich als Ramerrez zu erkennen und rechtfertigt sich: Nach dem Tod des Vaters habe er, Johnson, die Räuberbande als Anführer übernommen und dieses Vermächtnis als sein Schicksal akzeptiert. Da Johnson ihr den ersten Kuss unter falschen Voraussetzungen geraubt habe, jagt Minnie ihn fort.

Johnson wird angeschossen und schleppt sich wieder zu Minnies Heim, die ihn auf ihrem Dachboden versteckt. Rance ist Johnsons Spur in Minnies Wohnung gefolgt, wo er den Geflohenen vorerst nicht finden kann. Er bedrängt Minnie und versichert ihr abermals seine Liebe. Da entdeckt Rance Blutspuren und findet Johnson.

In ihrer Not schlägt Minnie Rance eine Partie Poker vor: Der Sieg soll darüber entscheiden, ob sich Minnie dem Sheriff hingeben und Johnson sterben oder ob Rance die beiden Liebenden ziehen lassen muss. Minnie betrügt und gewinnt. Rance hält sich an sein Versprechen und verlässt wortlos die Wohnung.

3. Akt: Auf der Jagd

Die Bergwerkarbeiter sind zusammen mit Billy, Nick, Ashby und Rance mittlerweile seit mehreren Tagen auf der Suche nach Johnson. Rance hadert mit seiner Entscheidung, diesen nicht festgenommen zu haben, als er die Chance dazu hatte.

Nach einer stürmischen Hetzjagd wird Johnson gefangen genommen und von Ashby an Rance übergeben, der die Hinrichtung vollstrecken soll. Rance kostet seinen Triumph aus, während die anderen Männer eine schnelle Exekution Johnsons fordern. Nick besticht Billy, der den Galgen vorbereitet, um das Erhängen Johnsons hinauszuzögern und Minnie alarmieren zu können.

Die wütenden Männer klagen Johnson mehrerer Morde an, die dieser alle bestreitet: Er sei ein Dieb, aber kein Mörder. Außerdem bittet er darum, Minnie nach seinem Tod die brutale Hinrichtung zu verschweigen und sie im Glauben zu lassen, dass er mit dem Leben davongekommen und geflüchtet sei.

Die mit einer Pistole bewaffnete Minnie unterbricht die Hinrichtung und stellt sich schützend vor Johnson, um dessen Hals bereits der Strick gebunden ist, an dem ihn die Männer baumeln sehen wollen. Indem sie mit ihrem Selbstmord droht, kann Minnie die

wilde Meute zurückhalten. Sie erinnert die Männer daran, wie sie ihnen schon im Religionsunterricht das Verzeihen gepredigt habe. Einer nach dem anderen entschließen sich die Männer, Johnson zu verschonen. Minnie verabschiedet sich von den Arbeitern. Sie will gemeinsam mit Johnson das Land verlassen.

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Biografien

James Gaffigan, geboren in New York, studierte am New England Conservatory of Music in Boston sowie an der Shepherd School of Music der Universität von Houston. Von 2003 bis 2006 war er musikalischer Assistent von Franz Welser-Möst beim Cleveland Orchestra. 2004 gewann er den Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti. Von 2009 bis 2012 war er fester Gastdirigent beim San Francisco Symphony Orchestra. 2010 wurde er Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters. Zudem ist er Erster Gastdirigent der Niederländischen Radio-Philharmonie. Gastengagements führten ihn u. a. zum London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre National de France, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Staatskapelle Dresden, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Philharmonie Seoul sowie an die Metropolitan Opera in New York, die Wiener Staatsoper, die Staatsoper Hamburg und zum Glyndebourne Festival. (Stand: 2019)

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