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Oper in drei Akten

Komponist Giuseppe Verdi · Libretto von Francesco Maria Piave nach Alexandre Dumas d.J.
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Donnerstag, 09. März 2006
19.00 Uhr – 22.05 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 05 Minuten · Pausen zwischen 1. Akt und 2. Akt (ca. 19.35 - 20.05 Uhr) zwischen 2. Akt und 3. Akt (ca. 21.10 - 21.30 Uhr)

Freier Verkauf

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Besetzung

Musikalische Leitung
Zubin Mehta
Inszenierung
Günter Krämer
Bühne
Andreas Reinhardt
Kostüme
Carlo Diappi
Licht
Wolfgang Göbbel
Chor
Sören Eckhoff

Violetta Valéry
Anja Harteros
Flora Bervoix
Heike Grötzinger
Annina
Helena Jungwirth
Alfredo Germont
Piotr Beczala
Giorgio Germont
Paolo Gavanelli
Gaston
Kevin Conners
Baron Douphol
Steven Humes
Marquis d'Obigny
Rüdiger Trebes
Doktor Grenvil
Auer
Giuseppe
Maximilian Schmitt
Ein Diener Floras
Dieter Miserre
Ein Gärtner
Pawel Czekala
Alfredos Schwester
Demet Gül
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Kurtisanen liebt man nicht! Das findet Alfredos Vater, nachdem sein Sohn mit der schwindsüchtigen Violetta Valéry zusammengezogen ist. Aus Liebe zu Alfredo sieht Violetta das sogar ein. Sie verlässt ihn, stirbt arm, krank - nur noch vom Glück wahrer Liebe träumend. Eine der beliebtesten Opern Verdis hält der Gesellschaft immer noch einen Spiegel ihrer verlogenen Moral vor. Eine exemplarische Produktion! Ansehen!

 

1. Bild

Alfredo Germont, ein junger Mann aus der Provence, wird von Gaston, Vicomte de Letorieres, bei der berühmten KurtisaneVioletta Valery eingeführt. Sie gibt in ihrem Haus in Paris ein Fest. Gaston weiß, wie sehr Alfredo die Valery bewundert, aber sie schenkt Germont anfangs kaum Aufmerksamkeit.

Als Baron Douphol, dessen Maitresse Violetta bis zu diesem Zeitpunkt ist, es ablehnt, den Abend mit einem Trinkspruch zu feiern, erklärt sich Alfredo, von Violetta aufgefordert, bereit: Er singt ein leidenschaftliches Lied auf die Liebe, in dasVioletta und die Gesellschaft einstimmen.

Während sich die Gäste zum Tanz begeben, zwingt ein plötzlicher Schwächeanfall Violetta, zurückzubleiben. Alfredo gesteht ihr seine Liebe. Mit leichtem Hohn weist Violetta ihn zurück. Betroffen von dem offenherzigen Auftreten Alfredos, schenkt sie ihm jedoch eine Kamelie: Er darf wiederkommen, wenn die Blüte verwelkt ist, also innerhalb eines Tages. Im Morgengrauen verabschieden sich die Gäste.

Als sie allein ist, wird sich Violetta der Sinnlosigkeit ihres bisherigen Lebens bewußt. Dennoch kämpft sie gegen die erwachende Liebe zu Alfredo an.


2. Bild

Violetta hat sich mit Alfredo in ein Landhaus zurückgezogen. Fern von Paris will sie mit dem Geliebten glücklich sein.

Von der Dienerin Annina erfährt Alfredo, daß Violetta ihre Wertsachen verkaufen will, um den gemeinsamen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Nachdem Alfredo das Haus verlassen hat, um von sich aus die benötigte Summe zu beschaffen, erscheint überraschend sein Vater bei Violetta. Er verlangt von ihr, auf seinen Sohn zu verzichten. Giorgio Germont fordert dieses Opfer, da das Verhältnis zwischen seinem Sohn und einer Lebedame die Familie kompromittiere und damit vor allem die Heirat seiner Tochter unmöglich mache.

Violetta will das Opfer bringen und Alfredo verlassen unter einer Bedingung: Sie verlangt von Giorgio Germont, daß er seinem Sohn nach ihrem Tod die wahren Beweggründe ihres Handelns aufdeckt.

Durch Annina übersendet Violetta eine Zusage an ihre Freundin Flora Bervoix in Paris, von der sie für den gleichen Abend zu einem Fest eingeladen worden war. Dann schreibt sie einen Abschiedsbrief an Alfredo. Unter dem Vorwand, sich wegen des angekündigten Besuches seines Vaters zurückziehen zu wollen, verläßt Violetta den nichtsahnenden Alfredo und kehrt heimlich nach Paris zurück.

Ein Bote überbringt Alfredo wenige Augenblicke später den Brief Violettas. Sie teilt ihm mit, daß sie sich für ihr früheres Leben entschieden habe.

Vergeblich versucht Alfredos Vater, seinen Sohn zur Rückkehr in die Familie zu bewegen. Dieser eilt davon und begibt sich nach Paris in den Salon Floras.


3. Bild

Auf dem Fest der Kurtisane Flora Bervoix wechseln Tänze, Lieder und Glücksspiele.

Alfredo, auf der Suche nach Violetta, beantwortet scheinbar gleichgültig die Frage nach seiner Geliebten und wird von allen Anwesenden zum Spieltisch gebeten.

Kurze Zeit darauf betritt Violetta am Arm ihres früheren Freundes, Baron Douphols, den Saal. Am Spieltisch provoziert Alfredo nicht nur den Baron mit herausfordernden Bemerkungen, sondern auch Violetta.

Nachdem sich die Gesellschaft zu Tisch begeben hat, kann Alfredo mit Violetta unter vier Augen sprechen. Sie gibt vor, jetzt den Baron zu lieben, und bittet ihn verzweifelt, sofort zu gehen, da sie fürchtet, daß er in einem Duell mit Douphol sein Leben verlieren könnte.

In wahnsinniger Erregung ruft Alfredo die Gesellschaft herbei. Vor aller Augen wirft er Violetta das beim Glücksspiel gewonnene Geld vor die Füße. In diesem Augenblick erscheint Alfredos Vater, der seinen Sohn wegen dessen Unbeherrschtheit zurechtweist. Die Aufregungen haben Violettas Kraft gebrochen. Von der Gesellschaft ausgestoßen, verläßt sie langsam den Saal.


4. Bild

Einige Zeit später. Zu dem körperlichen Verfall Violettas kommt materielles Elend. Doktor Grenvil spricht der todkranken Frau Mut zu.

Aus einem Brief Giorgio Germonts an sie erfährt Violetta von einem Duell zwischen Alfredo und Baron Douphol. Germont kündigt außerdem die Ankunft seines Sohnes an.

Violetta nimmt Abschied vom Leben. Draußen zieht ein Faschingszug vorbei. Annina bereitet Violetta auf die Begegnung mit dem zurückgekehrten Alfredo vor.

Die Liebenden fallen sich in die Arme. Alfredo bittet Violetta um Vergebung. Jetzt flackert Violettas mattes Lebenslicht noch einmal kurz auf, um anschließend zu verlöschen. Doktor Grenvil und Giorgio Germont finden eine Sterbende.

© Bayerische Staatsoper

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Biografien

Zubin Mehta wurde in Bombay geboren und erhielt von seinem Vater Mehli Mehta, dem Gründer des Bombay Symphony Orchestra, seine erste musikalische Ausbildung. Nach zwei Semestern Medizinstudium konzentrierte er sich ganz auf die Musik und absolvierte an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky eine Dirigentenausbildung. Er gewann den Internationalen Dirigentenwettbewerb von Liverpool und war Preisträger der Akademie in Tanglewood.  

Er war Music Director des Montreal Symphony Orchestra (1961-1967) und des Los Angeles Philharmonic Orchestra (1962-1978). 1969 wurde er außerdem musikalischer Berater des Israel Philharmonic Orchestra, wo man ihn 1977 zum Chefdirigenten und 1981 zum Music Director auf Lebenszeit ernannte. Von 1978 bis 1991 war er Music Director des New York Philharmonic Orchestra. Seit 1985 ist er Chefdirigent des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz.

Sein Debüt als Operndirigent gab er 1964 in Montreal mit Tosca und stand seitdem u.a. am Pult der Metropolitan Opera in New York, der Wiener Staatsoper, des Royal Opera House Covent Garden in London, des Teatro alla Scala in Mailand, der Opernhäuser in Chicago und Florenz sowie bei den Salzburger Festspielen. Zwischen 1998 und 2006 war Zubin Mehta Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, wo er 2006 zum Ehrenmitglied ernannt worden ist.

Er erhielt diverse Auszeichnungen und Ehrungen, u.a. ist er Träger des Nikisch-Rings, Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv und wurde 2008 mit dem Praemium Imperiale ausgezeichnet. Zudem ist er Ehrendirigent der Wiener und der Münchner Philharmoniker, des Los Angeles Philharmonic Orchestras, der Staatskapelle Berlin und des Bayerischen Staatsorchesters. 2011 erhielt er außerdem als erster klassischer Musiker einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

2006 eröffnete er mit einer Produktion von Beethovens Fidelio den Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia, gefolgt von einer Neuproduktion von Der Ring des Nibelungen mit La Fura dels Baus in Koproduktion mit dem Opernhaus Florenz. 2008 dirigierte er Don Carlos zur Eröffnung des neuen Opernhauses in Oslo. In der Spielzeit 2015/16 leitet er an der Bayerischen Staatsoper außer den Gurre-Liedern noch die Wiederaufnahme von Fidelio und die Neuproduktion von Un ballo in maschera.

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