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Oper in drei Akten

Komponist Giuseppe Verdi · Libretto von Francesco Maria Piave nach Alexandre Dumas d.J.
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Mittwoch, 02. Juli 2008
19.30 Uhr – 22.35 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 05 Minuten · Pausen zwischen 1. Akt und 2. Akt (ca. 20.05 - 20.35 Uhr) zwischen 2. Akt und 3. Akt (ca. 21.40 - 22.00 Uhr)

Freier Verkauf

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Besetzung

Musikalische Leitung
Massimo Zanetti
Inszenierung
Günter Krämer
Bühne
Andreas Reinhardt
Kostüme
Carlo Diappi
Licht
Wolfgang Göbbel
Chor
Sören Eckhoff

Violetta Valéry
Anja Harteros
Flora Bervoix
Heike Grötzinger
Annina
Helena Jungwirth
Alfredo Germont
Ramón Vargas
Giorgio Germont
Anthony Michaels-Moore
Gaston
Ulrich Reß
Baron Douphol
Steven Humes
Marquis d'Obigny
Rüdiger Trebes
Doktor Grenvil
Giuseppe Scorsin
Giuseppe
Kenneth Roberson
Ein Diener Floras
Chorsolo
Ein Gärtner
Adrian Sâmpetrean
Alfredos Schwester
Demet Gül
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Kurtisanen liebt man nicht! Das findet Alfredos Vater, nachdem sein Sohn mit der schwindsüchtigen Violetta Valéry zusammengezogen ist. Aus Liebe zu Alfredo sieht Violetta das sogar ein. Sie verlässt ihn, stirbt arm, krank - nur noch vom Glück wahrer Liebe träumend. Eine der beliebtesten Opern Verdis hält der Gesellschaft immer noch einen Spiegel ihrer verlogenen Moral vor. Eine exemplarische Produktion! Ansehen!

 

1. Bild

Alfredo Germont, ein junger Mann aus der Provence, wird von Gaston, Vicomte de Letorieres, bei der berühmten KurtisaneVioletta Valery eingeführt. Sie gibt in ihrem Haus in Paris ein Fest. Gaston weiß, wie sehr Alfredo die Valery bewundert, aber sie schenkt Germont anfangs kaum Aufmerksamkeit.

Als Baron Douphol, dessen Maitresse Violetta bis zu diesem Zeitpunkt ist, es ablehnt, den Abend mit einem Trinkspruch zu feiern, erklärt sich Alfredo, von Violetta aufgefordert, bereit: Er singt ein leidenschaftliches Lied auf die Liebe, in dasVioletta und die Gesellschaft einstimmen.

Während sich die Gäste zum Tanz begeben, zwingt ein plötzlicher Schwächeanfall Violetta, zurückzubleiben. Alfredo gesteht ihr seine Liebe. Mit leichtem Hohn weist Violetta ihn zurück. Betroffen von dem offenherzigen Auftreten Alfredos, schenkt sie ihm jedoch eine Kamelie: Er darf wiederkommen, wenn die Blüte verwelkt ist, also innerhalb eines Tages. Im Morgengrauen verabschieden sich die Gäste.

Als sie allein ist, wird sich Violetta der Sinnlosigkeit ihres bisherigen Lebens bewußt. Dennoch kämpft sie gegen die erwachende Liebe zu Alfredo an.


2. Bild

Violetta hat sich mit Alfredo in ein Landhaus zurückgezogen. Fern von Paris will sie mit dem Geliebten glücklich sein.

Von der Dienerin Annina erfährt Alfredo, daß Violetta ihre Wertsachen verkaufen will, um den gemeinsamen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Nachdem Alfredo das Haus verlassen hat, um von sich aus die benötigte Summe zu beschaffen, erscheint überraschend sein Vater bei Violetta. Er verlangt von ihr, auf seinen Sohn zu verzichten. Giorgio Germont fordert dieses Opfer, da das Verhältnis zwischen seinem Sohn und einer Lebedame die Familie kompromittiere und damit vor allem die Heirat seiner Tochter unmöglich mache.

Violetta will das Opfer bringen und Alfredo verlassen unter einer Bedingung: Sie verlangt von Giorgio Germont, daß er seinem Sohn nach ihrem Tod die wahren Beweggründe ihres Handelns aufdeckt.

Durch Annina übersendet Violetta eine Zusage an ihre Freundin Flora Bervoix in Paris, von der sie für den gleichen Abend zu einem Fest eingeladen worden war. Dann schreibt sie einen Abschiedsbrief an Alfredo. Unter dem Vorwand, sich wegen des angekündigten Besuches seines Vaters zurückziehen zu wollen, verläßt Violetta den nichtsahnenden Alfredo und kehrt heimlich nach Paris zurück.

Ein Bote überbringt Alfredo wenige Augenblicke später den Brief Violettas. Sie teilt ihm mit, daß sie sich für ihr früheres Leben entschieden habe.

Vergeblich versucht Alfredos Vater, seinen Sohn zur Rückkehr in die Familie zu bewegen. Dieser eilt davon und begibt sich nach Paris in den Salon Floras.


3. Bild

Auf dem Fest der Kurtisane Flora Bervoix wechseln Tänze, Lieder und Glücksspiele.

Alfredo, auf der Suche nach Violetta, beantwortet scheinbar gleichgültig die Frage nach seiner Geliebten und wird von allen Anwesenden zum Spieltisch gebeten.

Kurze Zeit darauf betritt Violetta am Arm ihres früheren Freundes, Baron Douphols, den Saal. Am Spieltisch provoziert Alfredo nicht nur den Baron mit herausfordernden Bemerkungen, sondern auch Violetta.

Nachdem sich die Gesellschaft zu Tisch begeben hat, kann Alfredo mit Violetta unter vier Augen sprechen. Sie gibt vor, jetzt den Baron zu lieben, und bittet ihn verzweifelt, sofort zu gehen, da sie fürchtet, daß er in einem Duell mit Douphol sein Leben verlieren könnte.

In wahnsinniger Erregung ruft Alfredo die Gesellschaft herbei. Vor aller Augen wirft er Violetta das beim Glücksspiel gewonnene Geld vor die Füße. In diesem Augenblick erscheint Alfredos Vater, der seinen Sohn wegen dessen Unbeherrschtheit zurechtweist. Die Aufregungen haben Violettas Kraft gebrochen. Von der Gesellschaft ausgestoßen, verläßt sie langsam den Saal.


4. Bild

Einige Zeit später. Zu dem körperlichen Verfall Violettas kommt materielles Elend. Doktor Grenvil spricht der todkranken Frau Mut zu.

Aus einem Brief Giorgio Germonts an sie erfährt Violetta von einem Duell zwischen Alfredo und Baron Douphol. Germont kündigt außerdem die Ankunft seines Sohnes an.

Violetta nimmt Abschied vom Leben. Draußen zieht ein Faschingszug vorbei. Annina bereitet Violetta auf die Begegnung mit dem zurückgekehrten Alfredo vor.

Die Liebenden fallen sich in die Arme. Alfredo bittet Violetta um Vergebung. Jetzt flackert Violettas mattes Lebenslicht noch einmal kurz auf, um anschließend zu verlöschen. Doktor Grenvil und Giorgio Germont finden eine Sterbende.

© Bayerische Staatsoper

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Biografien

Massimo Zanetti erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand. Von 1999 bis 2002 war er Chefdirigent an der Flämischen Oper Antwerpen/Gent. Dort erarbeitete er so unterschiedliche Werke wie u.a. Rigoletto, Der fliegende Holländer, Salome, Pelléas et Melisande und Norma. 2000 gab er sein Debüt an der Dresdner Semperoper mit Un ballo in maschera, im Oktober 2002 debütierte er an der Staatsoper Berlin. Weitere Stationen seiner Karriere waren die Mailänder Scala, das Teatro dell’Opera di Roma, das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra national de Paris sowie die San Francisco Opera. In der Spielzeit 2008/09 dirigierte er u.a. Rigoletto beim Verdi Festival in Parma und debütierte an der Oper Zürich mit La bohème. Als Konzertdirigent arbeitete er mit dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem NDR Sinfonieorchester und dem New Zealand Symphonie. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Luisa Miller.

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