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Favola in musica in einem Prolog und fünf Akten

Komponist Claudio Monteverdi · Alessandro Striggio
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Mittwoch, 23. Juli 2014
19.00 Uhr – 21.15 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 15 Minuten

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  • Mit freundlicher Unterstützung der

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Besetzung

Musikalische Leitung
Asher Fisch
Inszenierung
Robert Carsen
Bühne
Peter Pabst
Kostüme
Falk Bauer
Licht
Manfred Voss
Choreographie
Marco Santi
Dramaturgie
Ingrid Zellner

Der Haushofmeister
Johannes Klama
Ein Musiklehrer
Martin Gantner
Der Komponist
Daniela Sindram
Der Tenor / Bacchus
Robert Dean Smith
Ein Offizier
Francesco Petrozzi
Ein Tanzmeister
Kevin Conners
Ein Perückenmacher
Andrea Borghini
Ein Lakai
Christian Rieger
Zerbinetta
Jane Archibald
Primadonna / Ariadne
Ricarda Merbeth
Harlekin
Markus Eiche
Scaramuccio
Ulrich Reß
Truffaldin
Tareq Nazmi
Brighella
Paul Kaufmann
Najade
Eri Nakamura
Dryade
Anna Lapkovskaja
Echo
Iulia Maria Dan

Monteverdi-Continuo-Ensemble und Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters

Zürcher Sing-Akademie

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Medien

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Mehr dazu

Trotz einiger Vorläufer – mit der Uraufführung von Monteverdis L’Orfeo in Mantua beginnt im Jahre 1607 die Erfolgsgeschichte der Oper. Und – die Operngeschichte beginnt mit der Rebellion eines Künstlers, der sich nicht mit dem Tod seiner Gattin zufrieden gibt. Der Sänger Orfeo wagt und erreicht das Unmögliche: Die Götter erlauben ihm dank seines betörenden und alle Sinne berührenden Gesangs, seine Frau Euridice wieder zu den Lebenden zurückzuführen. Doch er scheitert, er scheitert als Mensch. Aber es bleibt die Möglichkeit und Hoffnung, der singende Mensch könne mit seiner Kunst alle Grenzen sprengen, immer wieder – und heute?

 

Die Musik ist von den Quellen des Permessos in eine von Zerstörung gezeichnete Gegend gekommen, um die Geschichte des berühmten Sängers Orfeo zu erzählen, eine Geschichte, die Mut und Hoffnung für verwundete Seelen geben soll.

Und so verwandelt sich der Ort in ein Arkadien voll Blumen, in dem Hirten und Nymphen die Hochzeit von Orfeo und Euridice feiern wollen, nachdem diese ihn endlich erhört und der Heirat zugestimmt hat.

Doch eine Botin unterbricht den fröhlichen Gesang mit einer schrecklichen Nachricht: Euridice wurde von einer Schlange gebissen und ist gestorben. Noch vor dem Leichnam Euridices beschließt Orfeo, seine Geliebte nicht einfach in die Unterwelt ziehen zu lassen. Er will ihr folgen und sich unter die Erde begeben. Dabei begleitet ihn die Musik, die für Orfeo zur Hoffnung wird.

Doch Caronte verwehrt ihm den Einlass in das Totenreich. Und so klagt Orfeo – von der Hoffnung getragen – sein Leid und bittet von den Göttern der Unterwelt, sie mögen ihm Euridice zurückgeben. Doch erst als Caronte einschläft, gelingt ihm der Gang in den Hades. Ein Chor der Geister jubelt.

Proserpina und Plutone streiten sich. Sie – von Orfeos Gesang gerührt – überredet ihren Gatten, die Bitte des Sängers zu gewähren. Plutone stellt jedoch eine Bedingung: Orfeo darf sich auf dem Weg zurück zu den Lebenden nicht nach Euridice umsehen. Doch Orfeo scheitert. Als ein ungeheuerlicher Lärm ertönt dreht sich Orfeo nach seiner Gattin um, die nun für immer in der Unterwelt bleiben muss.

Orfeos Trauer ist grenzenlos, auch die Erinnerung an die Hochzeitsfeierlichkeit spendet ihm keinen Trost mehr. Selbst Apollos Angebot, ihm zu den Sternen zu folgen, erscheint ihm als perspektivlos. Er stirbt von seinen Schmerzen gezeichnet.

Die Musik bleibt allein in ihrer Erinnerung an Orfeo und Euridice zurück.

Premiere von Claudio Monteverdis "L'Orfeo" am 20. Juli 2014 im Prinzregententheater

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Biografien

Asher Fisch, geboren in Jerusalem, begann seine Karriere als Assistent von Daniel Barenboim. Anschließend wurde er musikalischer Leiter an der Wiener Volksoper und an der New Israeli Opera in Tel Aviv. Von 2007 bis 2014 war er Principal Guest Conductor an der Seattle Opera, seit 2014 hat er die musikalische Leitung des West Australian Symphony Orchestra inne. Gastverträge führten ihn u. a. an die Opernhäuser von New York, London, Mailand, Neapel, Turin, Berlin, Dresden, Hamburg, Paris, Chicago und Los Angeles. Neben seinen Opernengagements trat er mit Orchestern wie dem New York Philharmonic, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Berliner sowie den Münchner Philharmonikern auf. (Stand: 2018)

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