Infos

Favola in musica in einem Prolog und fünf Akten

Komponist Claudio Monteverdi · Alessandro Striggio
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Münchner Opernfestspiele
Donnerstag, 23. Juli 2015
19.00 Uhr – 20.50 Uhr
Prinzregententheater

Dauer ca. 1 Stunden 50 Minuten

Einführung: 18.00 Uhr

Preise PA

ausverkauft

Download Besetzungszettel (PDF)
  • Mit freundlicher Unterstützung der

zur Stücknavigation

Besetzung

Musikalische Leitung
Christopher Moulds
Inszenierung
David Bösch
Bühne
Patrick Bannwart
Kostüme und Video
Falko Herold
Licht
Michael Bauer
Dramaturgie
Rainer Karlitschek, Daniel Menne
Chor
Tim Brown

Orfeo
Christian Gerhaher
Euridice
Elsa Benoit
Messagiera
Anna Bonitatibus
Proserpina
Anna Bonitatibus
Caronte
Tareq Nazmi
Speranza
Anna Stéphany
La Musica
Anna Stéphany
Plutone
Goran Jurić
Apollo
Dean Power
Pastore I
Mathias Vidal
Pastore II
Jeroen de Vaal
Spirito I
Mathias Vidal
Spirito III
Jeroen de Vaal
Echo
Jeroen de Vaal
Pastore III
James Hall
Pastore IV
Simon Robinson
Spirito II
Simon Robinson
Ninfa
Lucy Knight

Monteverdi-Continuo-Ensemble und Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters

Zürcher Sing-Akademie

zur Stücknavigation

Mediathek

zur Stücknavigation

Mehr dazu

Trotz einiger Vorläufer – mit der Uraufführung von Monteverdis L’Orfeo in Mantua beginnt im Jahre 1607 die Erfolgsgeschichte der Oper. Und – die Operngeschichte beginnt mit der Rebellion eines Künstlers, der sich nicht mit dem Tod seiner Gattin zufrieden gibt. Der Sänger Orfeo wagt und erreicht das Unmögliche: Die Götter erlauben ihm dank seines betörenden und alle Sinne berührenden Gesangs, seine Frau Euridice wieder zu den Lebenden zurückzuführen. Doch er scheitert, er scheitert als Mensch. Aber es bleibt die Möglichkeit und Hoffnung, der singende Mensch könne mit seiner Kunst alle Grenzen sprengen, immer wieder – und heute?

 

Die Musik ist von den Quellen des Permessos in eine von Zerstörung gezeichnete Gegend gekommen, um die Geschichte des berühmten Sängers Orfeo zu erzählen, eine Geschichte, die Mut und Hoffnung für verwundete Seelen geben soll.

Und so verwandelt sich der Ort in ein Arkadien voll Blumen, in dem Hirten und Nymphen die Hochzeit von Orfeo und Euridice feiern wollen, nachdem diese ihn endlich erhört und der Heirat zugestimmt hat.

Doch eine Botin unterbricht den fröhlichen Gesang mit einer schrecklichen Nachricht: Euridice wurde von einer Schlange gebissen und ist gestorben. Noch vor dem Leichnam Euridices beschließt Orfeo, seine Geliebte nicht einfach in die Unterwelt ziehen zu lassen. Er will ihr folgen und sich unter die Erde begeben. Dabei begleitet ihn die Musik, die für Orfeo zur Hoffnung wird.

Doch Caronte verwehrt ihm den Einlass in das Totenreich. Und so klagt Orfeo – von der Hoffnung getragen – sein Leid und bittet von den Göttern der Unterwelt, sie mögen ihm Euridice zurückgeben. Doch erst als Caronte einschläft, gelingt ihm der Gang in den Hades. Ein Chor der Geister jubelt.

Proserpina und Plutone streiten sich. Sie – von Orfeos Gesang gerührt – überredet ihren Gatten, die Bitte des Sängers zu gewähren. Plutone stellt jedoch eine Bedingung: Orfeo darf sich auf dem Weg zurück zu den Lebenden nicht nach Euridice umsehen. Doch Orfeo scheitert. Als ein ungeheuerlicher Lärm ertönt dreht sich Orfeo nach seiner Gattin um, die nun für immer in der Unterwelt bleiben muss.

Orfeos Trauer ist grenzenlos, auch die Erinnerung an die Hochzeitsfeierlichkeit spendet ihm keinen Trost mehr. Selbst Apollos Angebot, ihm zu den Sternen zu folgen, erscheint ihm als perspektivlos. Er stirbt von seinen Schmerzen gezeichnet.

Die Musik bleibt allein in ihrer Erinnerung an Orfeo und Euridice zurück.

Premiere von Claudio Monteverdis "L'Orfeo" am 20. Juli 2014 im Prinzregententheater

zur Stücknavigation

Biografien

Christopher Moulds stammt aus Halifax/USA und studierte Klavier und Dirigieren u. a. an der Guildhall School of Music and Drama in London und am Londoner Royal College of Music. Er gastierte u. a. am Royal Opera House Covent Garden in London, am Bolschoi-Theater in Moskau, an der Opéra National de Lyon, am Teatro Real Madrid, an der Semperoper Dresden, am Opernhaus Zürich, am Aalto-Musiktheater in Essen, am Teatro dell’Opera di Roma, an der Berliner Staatsoper, am Theater an der Wien und an der Komischen Oper Berlin sowie bei den Festspielen in Salzburg, Bregenz und Glyndebourne. Er dirigiert Werke von Monteverdi, Händel und Mozart bis Brittens The Turn of the Screw. Zudem widmete er sich zeitgenössischen Opern wie Birtwistles Punch and Judy. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2017/18: La Calisto. (Stand: 2017)

zur Stücknavigation

Shop

zur Stücknavigation