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Oper in drei Akten

Komponist Gaetano Donizetti · Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Roman "The Bride of Lammermoor" von Walter Scott
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Donnerstag, 29. Januar 2015
19.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden und 5 Minuten · Pause zwischen dem 2. und 3. Akt (ca. 20.30 - 21.00 Uhr)

Einführung: 18.00 Uhr

Freier Verkauf. Die Anzahl der Karten ist auf 2 Karten je Kunde beschränkt.

· Serie 45

Premiere am 26. Januar 2015

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Kirill Petrenko
Inszenierung
Barbara Wysocka
Bühne
Barbara Hanicka
Kostüme
Julia Kornacka
Licht
Rainer Casper
Dramaturgie
Daniel Menne, Malte Krasting
Chor
Stellario Fagone
Video
Andergrand Media + Spektakle

Lord Enrico Ashton
Dalibor Jenis
Lucia Ashton
Diana Damrau
Sir Edgardo di Ravenswood
Pavol Breslik
Lord Arturo Bucklaw
Emanuele D'Aguanno
Raimondo Bidebent
Georg Zeppenfeld
Alisa
Rachael Wilson
Normanno
Dean Power
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Mehr dazu

„Wenn große Emotionen nicht ehrlich ausgedrückt werden können, explodieren sie mit der Stärke einer Atombombe“ (Barbara Wysocka). Donizettis Lucia di Lammermoor – sozusagen Romeo und Julia in den schottischen Lowlands – ist keineswegs eine private Liebestragödie, sondern eine eminent politische Geschichte, die vorführt, wie ein Machtsystem die menschlichen Beziehungen bis ins Innerste deformiert und letztlich zerfrisst. Dem Aufbäumen und Verlöschen betrogener Liebe hat Donizetti seine eindringlichste Musik verliehen: Die Rache ist blutig, der Wahnsinn tödlich. Und die missbrauchten Gefühle – meint die Regisseurin – „zerstören alles und alle“.

 

Die Adelsfamilien Ravenswood und Ashton sind seit Menschengedenken verfeindet. Der letzte Ravenswood, Edgardo, hat Enrico Ashton, den er für den Tod seines Vaters und den Verlust des Familienbesitzes verantwortlich macht, blutige Rache geschworen. Mittlerweile sind die Ashtons allerdings selbst in Schwierigkeiten geraten. Enrico sieht nur einen Weg, seiner Familie politische Macht und Reichtum zu erhalten und die Ashton-Dynastie vor ihrem Untergang zu bewahren: Seine Schwester Lucia muss Lord Arturo Bucklaw heiraten. Lucia selbst will hiervon allerdings nichts wissen. Sie hat sich ausgerechnet in Edgardo verliebt, nachdem dieser ihr beim Angriff eines wilden Stiers das Leben gerettet hatte. Bevor Edgardo, der Lucias Liebe erwidert, zu einer Reise ins Ausland aufbricht, versprechen die beiden einander ewige Treue.

Lucias beharrliche Weigerung, Arturo zu heiraten, bringt Enrico in Bedrängnis. Er beauftragt daher Normanno, die Briefe abzufangen, die Lucia und Edgardo einander schreiben, und ein Dokument zu fälschen, das Edgardo Untreue unterstellen soll. Lucia ist angesichts dieses Schreibens bestürzt. Aber erst als ihr Erzieher Raimondo sie um der Familie willen zur Zustimmung drängt und ihr einredet, das Treuegelöbnis zu Edgardo sei – weil nicht von einem Priester bestätigt – ohnehin ungültig, willigt sie resigniert in die Ehe mit Arturo ein. Kurz nachdem sie den Heiratsvertrag unterschrieben hat, kehrt Edgardo, für alle überraschend, zurück. Lucias Unterschrift ist für ihn ein so schlagender Beweis für ihre Untreue, dass er Lucia und die ganze Familie Ashton verflucht. Lucia bricht zusammen.

Um seinen Todfeind endgültig zu vernichten, sucht Enrico noch am selben Abend Edgardo auf und fordert ihn für den nächsten Morgen zum Duell. Lucia tötet Arturo in der Hochzeitsnacht und halluziniert die glückliche Vereinigung mit ihrem Geliebten Edgardo. Ihr zerrütteter Geist lässt ihre Lebenskräfte schwinden. Als Edgardo von Lucias Wahnsinn erfährt und ihre Totenglocken läuten hört, setzt er seinem Leben ein Ende.

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Biografien

Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit elf Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem dortigen Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie (Vater Geiger, Mutter Musikwissenschaftlerin) nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Kirill Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren an der Musikuniversität in Wien. 

Direkt nach dem Abschluss engagierte ihn Nikolaus Bachler an die  Wiener Volksoper. Von 1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Meininger Theater. Mit seinem Dirigat von Wagners Der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und in der Ausstattung von Alfred Hrdlicka erregte er 2001 zum ersten Mal internationales Aufsehen. Im Jahr 2002 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin an, wo er bis 2007 eine Reihe von prägenden Produktionen leitete.

Parallel zu seinen Positionen in Meiningen und Berlin entwickelte sich sehr rasch seine internationale Karriere. Im Jahre 2000 debütierte Kirill Petrenko beim Maggio Musicale Fiorentino, 2001 an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden, 2003 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Opéra National de Paris, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Metropolitan Opera in New York und 2005 an der Oper Frankfurt. Von 2006 bis 2008 erarbeitete er gemeinsam mit Peter Stein in Lyon Inszenierungen der drei Puschkin-Opern Tschaikowskys (Mazeppa, Eugen Onegin und Pique Dame), die im Frühjahr 2010 auch als Zyklus gezeigt wurden.

Seit seinem Weggang von der Komischen Oper Berlin war Kirill Petrenko als Dirigent freischaffend tätig. In dieser Zeit leitete er unter anderem 2009 an der Bayerischen Staatsoper die Neuproduktion von Janáčeks Jenůfa (Inszenierung: Barbara Frey). In Frankfurt interpretierte er Pfitzners Palestrina (Inszenierung: Harry Kupfer) und Puccinis Tosca (Inszenierung: Andreas Kriegenburg). Im Jahr 2011 folgten dann zwei Neuproduktionen von Tristan und Isolde, zuerst an der Opéra National de Lyon und dann bei der Ruhrtriennale.

Zu den wichtigsten Orchestern, die Kirill Petrenko bisher geleitet hat, gehören die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das Sinfonieorchester des WDR Köln, die Hamburger Philharmoniker und das NDR-Sinfonieorchester Hamburg, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Wiener Symphoniker, das Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Orchestra Santa Cecilia in Rom, das Orchester der RAI Turin und das Israel Philharmonic Orchestra. Außerdem dirigierte Kirill Petrenko Konzerte bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Von 2013 bis 2015 leitete er Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen.

Im Herbst 2013 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, das er bis Ende der Spielzeit 2019/20 innehaben wird. Seither hat er die Premieren von Die Frau ohne Schatten, La clemenza di Tito, Die Soldaten, Lucia di Lammermoor, Lulu, South Pole und Die Meistersinger von Nürnberg geleitet und unter anderem die Wiederaufnahme von Der Ring des Nibelungen dirigiert. 

Kirill Petrenko wurde im Juni 2015 zum zukünftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt; diese Position wird er im Herbst 2019 antreten. In der Spielzeit 2016/17 leitet Kirill Petrenko die Neuinszenierungen von Lady Macbeth von Mzensk und Tannhäuser. Außerdem dirigiert er ein breites Repertoire: Die Meistersinger von Nürnberg, Der Rosenkavalier, South Pole, Die Fledermaus, Die Frau ohne Schatten, sowie drei Akademiekonzerte.

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