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Oper in drei Akten

Komponist Gaetano Donizetti · Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Roman "The Bride of Lammermoor" von Walter Scott
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Münchner Opernfestspiele
Sonntag, 16. Juli 2017
18.00 Uhr
Nationaltheater

1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 19.30 - 20.00 Uhr)

Freier Verkauf

Premiere am 26. Januar 2015

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Oksana Lyniv
Inszenierung
Barbara Wysocka
Bühne
Barbara Hanicka
Kostüme
Julia Kornacka
Video
Andergrand Media + Spektakle
Licht
Rainer Casper
Dramaturgie
Malte Krasting, Daniel Menne
Chor
Stellario Fagone

Lord Enrico Ashton
Ambrogio Maestri
Lucia Ashton
Diana Damrau
Sir Edgardo di Ravenswood
Charles Castronovo
Lord Arturo Bucklaw
Galeano Salas
Raimondo Bidebent
Nicolas Testé
Alisa
Deniz Uzun
Normanno
Dean Power
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Mehr dazu

„Wenn große Emotionen nicht ehrlich ausgedrückt werden können, explodieren sie mit der Stärke einer Atombombe“ (Barbara Wysocka). Donizettis Lucia di Lammermoor – sozusagen Romeo und Julia in den schottischen Lowlands – ist keineswegs eine private Liebestragödie, sondern eine eminent politische Geschichte, die vorführt, wie ein Machtsystem die menschlichen Beziehungen bis ins Innerste deformiert und letztlich zerfrisst. Dem Aufbäumen und Verlöschen betrogener Liebe hat Donizetti seine eindringlichste Musik verliehen: Die Rache ist blutig, der Wahnsinn tödlich. Und die missbrauchten Gefühle – meint die Regisseurin – „zerstören alles und alle“.

 

Die Adelsfamilien Ravenswood und Ashton sind seit Menschengedenken verfeindet. Der letzte Ravenswood, Edgardo, hat Enrico Ashton, den er für den Tod seines Vaters und den Verlust des Familienbesitzes verantwortlich macht, blutige Rache geschworen. Mittlerweile sind die Ashtons allerdings selbst in Schwierigkeiten geraten. Enrico sieht nur einen Weg, seiner Familie politische Macht und Reichtum zu erhalten und die Ashton-Dynastie vor ihrem Untergang zu bewahren: Seine Schwester Lucia muss Lord Arturo Bucklaw heiraten. Lucia selbst will hiervon allerdings nichts wissen. Sie hat sich ausgerechnet in Edgardo verliebt, nachdem dieser ihr beim Angriff eines wilden Stiers das Leben gerettet hatte. Bevor Edgardo, der Lucias Liebe erwidert, zu einer Reise ins Ausland aufbricht, versprechen die beiden einander ewige Treue.

Lucias beharrliche Weigerung, Arturo zu heiraten, bringt Enrico in Bedrängnis. Er beauftragt daher Normanno, die Briefe abzufangen, die Lucia und Edgardo einander schreiben, und ein Dokument zu fälschen, das Edgardo Untreue unterstellen soll. Lucia ist angesichts dieses Schreibens bestürzt. Aber erst als ihr Erzieher Raimondo sie um der Familie willen zur Zustimmung drängt und ihr einredet, das Treuegelöbnis zu Edgardo sei – weil nicht von einem Priester bestätigt – ohnehin ungültig, willigt sie resigniert in die Ehe mit Arturo ein. Kurz nachdem sie den Heiratsvertrag unterschrieben hat, kehrt Edgardo, für alle überraschend, zurück. Lucias Unterschrift ist für ihn ein so schlagender Beweis für ihre Untreue, dass er Lucia und die ganze Familie Ashton verflucht. Lucia bricht zusammen.

Um seinen Todfeind endgültig zu vernichten, sucht Enrico noch am selben Abend Edgardo auf und fordert ihn für den nächsten Morgen zum Duell. Lucia tötet Arturo in der Hochzeitsnacht und halluziniert die glückliche Vereinigung mit ihrem Geliebten Edgardo. Ihr zerrütteter Geist lässt ihre Lebenskräfte schwinden. Als Edgardo von Lucias Wahnsinn erfährt und ihre Totenglocken läuten hört, setzt er seinem Leben ein Ende.

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Biografien

Oksana Lyniv absolvierte von 2005 bis 2009 ein Aufbau- und Meisterklassenstudium an der Dresdner Musikhochschule. Von 2008 bis 2013 war sie stellvertretende Chefdirigentin am Odessa National Academic Opera and Ballet Theater. Als Dirigentin leitete sie u. a. Opernaufführungen an der Estnischen Nationaloper, der Oper Bonn und der Königlichen Oper in Stockholm. Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie an der Bayerischen Staatsoper als Assistentin des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko engagiert. Hier dirigierte sie u. a. Boris Blachers Die Flut sowie La clemenza di Tito und La traviata. Für die Neuproduktionen von Selma Jezkova und Le Comte Ory wurde sie mit dem Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele sowie mit dem „Stern des Jahres 2015“ im Bereich Klassik ausgezeichnet.

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