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Oper in drei Akten

Komponist Gaetano Donizetti · Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Roman "The Bride of Lammermoor" von Walter Scott
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Samstag, 09. Dezember 2017
19.00 Uhr – 22.05 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 05 Minuten · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.30 - 21.00 Uhr)

Freier Verkauf

Premiere am 26. Januar 2015

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Besetzung

Musikalische Leitung
Antonino Fogliani
Inszenierung
Barbara Wysocka
Bühne
Barbara Hanicka
Kostüme
Julia Kornacka
Video
Andergrand Media + Spektakle
Licht
Rainer Casper
Dramaturgie
Malte Krasting, Daniel Menne
Chor
Stellario Fagone

Lord Enrico Ashton
Ludovic Tézier
Lucia Ashton
Adela Zaharia
Sir Edgardo di Ravenswood
Piotr Beczala
Lord Arturo Bucklaw
Galeano Salas
Raimondo Bidebent
Nicolas Testé
Alisa
Alyona Abramowa
Normanno
Sergiu Saplacan
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Mehr dazu

„Wenn große Emotionen nicht ehrlich ausgedrückt werden können, explodieren sie mit der Stärke einer Atombombe“ (Barbara Wysocka). Donizettis Lucia di Lammermoor – sozusagen Romeo und Julia in den schottischen Lowlands – ist keineswegs eine private Liebestragödie, sondern eine eminent politische Geschichte, die vorführt, wie ein Machtsystem die menschlichen Beziehungen bis ins Innerste deformiert und letztlich zerfrisst. Dem Aufbäumen und Verlöschen betrogener Liebe hat Donizetti seine eindringlichste Musik verliehen: Die Rache ist blutig, der Wahnsinn tödlich. Und die missbrauchten Gefühle – meint die Regisseurin – „zerstören alles und alle“.

 

Die Adelsfamilien Ravenswood und Ashton sind seit Menschengedenken verfeindet. Der letzte Ravenswood, Edgardo, hat Enrico Ashton, den er für den Tod seines Vaters und den Verlust des Familienbesitzes verantwortlich macht, blutige Rache geschworen. Mittlerweile sind die Ashtons allerdings selbst in Schwierigkeiten geraten. Enrico sieht nur einen Weg, seiner Familie politische Macht und Reichtum zu erhalten und die Ashton-Dynastie vor ihrem Untergang zu bewahren: Seine Schwester Lucia muss Lord Arturo Bucklaw heiraten. Lucia selbst will hiervon allerdings nichts wissen. Sie hat sich ausgerechnet in Edgardo verliebt, nachdem dieser ihr beim Angriff eines wilden Stiers das Leben gerettet hatte. Bevor Edgardo, der Lucias Liebe erwidert, zu einer Reise ins Ausland aufbricht, versprechen die beiden einander ewige Treue.

Lucias beharrliche Weigerung, Arturo zu heiraten, bringt Enrico in Bedrängnis. Er beauftragt daher Normanno, die Briefe abzufangen, die Lucia und Edgardo einander schreiben, und ein Dokument zu fälschen, das Edgardo Untreue unterstellen soll. Lucia ist angesichts dieses Schreibens bestürzt. Aber erst als ihr Erzieher Raimondo sie um der Familie willen zur Zustimmung drängt und ihr einredet, das Treuegelöbnis zu Edgardo sei – weil nicht von einem Priester bestätigt – ohnehin ungültig, willigt sie resigniert in die Ehe mit Arturo ein. Kurz nachdem sie den Heiratsvertrag unterschrieben hat, kehrt Edgardo, für alle überraschend, zurück. Lucias Unterschrift ist für ihn ein so schlagender Beweis für ihre Untreue, dass er Lucia und die ganze Familie Ashton verflucht. Lucia bricht zusammen.

Um seinen Todfeind endgültig zu vernichten, sucht Enrico noch am selben Abend Edgardo auf und fordert ihn für den nächsten Morgen zum Duell. Lucia tötet Arturo in der Hochzeitsnacht und halluziniert die glückliche Vereinigung mit ihrem Geliebten Edgardo. Ihr zerrütteter Geist lässt ihre Lebenskräfte schwinden. Als Edgardo von Lucias Wahnsinn erfährt und ihre Totenglocken läuten hört, setzt er seinem Leben ein Ende.

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Biografien

Antonino Fogliani schloss sein Dirigierstudium mit Auszeichnung am Giuseppe-Verdi-Konservatorium in Mailand ab und intensivierte es an der Musikakademie in Siena. 2001 gab er sein Pultdebüt beim Rossini Opera Festival in Pesaro mit Il viaggio a Reims. Weitere Dirigate führten in u. a. an das Teatro alla Scala in Mailand, das Teatro dell’Opera in Rom, das Teatro la Fenice in Venedig, das Gran Teatro del Liceu in Barcelona, an die Theater in St. Gallen, Verona, Parma, Bergamo, Rennes, Modena und Oslo. 2011 wurde er zum Musikdirektor des Wildbad-Festivals ernannt. Er dirigierte zahlreiche Konzerte u. a. am Pult des Orchesters der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und des Sydney Symphony Orchestras. (Stand: 2017)

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