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Oper in drei Akten

Komponist Gaetano Donizetti · Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Roman "The Bride of Lammermoor" von Walter Scott
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Freitag, 15. Dezember 2017
19.00 Uhr
Rennert-Saal

Neues Probengebäude, Einlass über die Tageskasse

1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.30 - 21.00 Uhr)

Ermäßigung für Schüler, Azubis und Studierende: € 10,- (nur am Schalter und telefonisch)

Premiere am 26. Januar 2015

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Termine & Karten

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Besetzung

Konzeption und Inszenierung
Jessica Glause
Komposition, Arrangements und Musikalische Leitung
Benedikt Brachtel
Kostüme
Lena Winkler-Hermaden
Licht
Thomas Wendt
Bühne
Valerie Liegl
Chorleitung
Amelie Erhard
Theaterpädagogik
Ursula Gessat, Nikola Ziegler
Dramaturgie
Daniel Menne

  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Medien

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Mehr dazu

„Wenn große Emotionen nicht ehrlich ausgedrückt werden können, explodieren sie mit der Stärke einer Atombombe“ (Barbara Wysocka). Donizettis Lucia di Lammermoor – sozusagen Romeo und Julia in den schottischen Lowlands – ist keineswegs eine private Liebestragödie, sondern eine eminent politische Geschichte, die vorführt, wie ein Machtsystem die menschlichen Beziehungen bis ins Innerste deformiert und letztlich zerfrisst. Dem Aufbäumen und Verlöschen betrogener Liebe hat Donizetti seine eindringlichste Musik verliehen: Die Rache ist blutig, der Wahnsinn tödlich. Und die missbrauchten Gefühle – meint die Regisseurin – „zerstören alles und alle“.

 

Die Adelsfamilien Ravenswood und Ashton sind seit Menschengedenken verfeindet. Der letzte Ravenswood, Edgardo, hat Enrico Ashton, den er für den Tod seines Vaters und den Verlust des Familienbesitzes verantwortlich macht, blutige Rache geschworen. Mittlerweile sind die Ashtons allerdings selbst in Schwierigkeiten geraten. Enrico sieht nur einen Weg, seiner Familie politische Macht und Reichtum zu erhalten und die Ashton-Dynastie vor ihrem Untergang zu bewahren: Seine Schwester Lucia muss Lord Arturo Bucklaw heiraten. Lucia selbst will hiervon allerdings nichts wissen. Sie hat sich ausgerechnet in Edgardo verliebt, nachdem dieser ihr beim Angriff eines wilden Stiers das Leben gerettet hatte. Bevor Edgardo, der Lucias Liebe erwidert, zu einer Reise ins Ausland aufbricht, versprechen die beiden einander ewige Treue.

Lucias beharrliche Weigerung, Arturo zu heiraten, bringt Enrico in Bedrängnis. Er beauftragt daher Normanno, die Briefe abzufangen, die Lucia und Edgardo einander schreiben, und ein Dokument zu fälschen, das Edgardo Untreue unterstellen soll. Lucia ist angesichts dieses Schreibens bestürzt. Aber erst als ihr Erzieher Raimondo sie um der Familie willen zur Zustimmung drängt und ihr einredet, das Treuegelöbnis zu Edgardo sei – weil nicht von einem Priester bestätigt – ohnehin ungültig, willigt sie resigniert in die Ehe mit Arturo ein. Kurz nachdem sie den Heiratsvertrag unterschrieben hat, kehrt Edgardo, für alle überraschend, zurück. Lucias Unterschrift ist für ihn ein so schlagender Beweis für ihre Untreue, dass er Lucia und die ganze Familie Ashton verflucht. Lucia bricht zusammen.

Um seinen Todfeind endgültig zu vernichten, sucht Enrico noch am selben Abend Edgardo auf und fordert ihn für den nächsten Morgen zum Duell. Lucia tötet Arturo in der Hochzeitsnacht und halluziniert die glückliche Vereinigung mit ihrem Geliebten Edgardo. Ihr zerrütteter Geist lässt ihre Lebenskräfte schwinden. Als Edgardo von Lucias Wahnsinn erfährt und ihre Totenglocken läuten hört, setzt er seinem Leben ein Ende.

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Biografien

Jessica Glause studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim sowie Theater und Darstellende Kunst an der Universität der Provence Aix-Marseille. 

Von 2002 bis 2006 übernahm sie die Regie- und Tourassistenz beim Berliner Theaterensemble Nico and the Navigators. 2007 war sie Regieassistentin u.a. an der Jungen Oper Stuttgart, beim KAZ Open Air Festival und bei den Bregenzer Festspielen, von 2008 bis 2010 an den Münchner Kammerspielen. Seit 2010 ist sie als freischaffende Regisseurin tätig und inszenierte bisher u.a. am Theater Freiburg, am Staatstheater Nürnberg, an den Münchner Kammerspielen und an den Vereinigten Bühnen Bozen. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. 2015 den Publikumspreis beim Festival Radikal Jung am Münchner Volkstheater für ihre Inszenierung von Und jetzt: Die Welt. An der Bayerischen Staatsoper inszeniert sie 2015/16 NOAH.

 

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