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Komponist Giuseppe Verdi
Mit deutschen und englischen Übertiteln

Donnerstag, 02. Oktober 2008
19.00 Uhr – 22.10 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden 10 Minuten · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. Akt (ca. 20.35 - 21.00 Uhr)

Freier Verkauf · Serie 44 Premieren-Abo

Premiere am 02. Oktober 2008

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Besetzung

Musikalische Leitung
Nicola Luisotti
Regie
Martin Kušej
Bühne
Martin Zehetgruber
Kostüme
Werner Fritz
Licht
Reinhard Traub
Chor
Sören Eckhoff
Dramaturgie
Olaf A. Schmitt
Dramaturgie
Sebastian Huber

Macbeth
Željko Lučić
Banco
Roberto Scandiuzzi
Lady Macbeth
Nadja Michael
Dama di Lady Macbeth
Lana Kos
Macduff
Dimitri Pittas
Malcolm
Fabrizio Mercurio
Arzt
Steven Humes
Diener
Rüdiger Trebes
Mörder
Christian Rieger
Erscheinung 1
Igor Bakan
Erscheinung 2
Solist/en des Tölzer Knabenchors
Erscheinung 3
Armin Gramer

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Mehr dazu

In den schönsten Tönen offenbaren uns Macbeth und seine Lady ihre leidenschaftlichen und unheimlichen Gefühle. Doch hinter dieser Schönheit liegt ein Abgrund, den Verdi mit einem der grausamsten Dramen der Weltliteratur enthüllt. Um zur Macht zu gelangen und um sie, da sie einmal erreicht ist, zu bewahren, begehen Macbeth und seine Lady einen Mord nach dem anderen. Die Unbedingtheit ihres Verlangens verleiht ihrer Liebe eine Radikalität, die bis dahin in der Oper undenkbar war. „Das Sujet der Oper ist weder politisch noch religiös: Es ist phantastisch“, schrieb Verdi und rückte Shakespeares Vorlage damit einer „romantischen“ Lesart näher. Und tatsächlich lassen sich Hexen, Geister und Erscheinungen, lässt sich das Unheimliche, das den Gesang und die szenischen Vorgänge, mithin die ganze Welt dieser Oper beherrscht, als äußeres Bild für die inneren Zustände seiner Protagonisten verstehen.

 

1. Akt
Macbeth und Banco begegnen Hexen, die Macbeth als Than von Cawdor und künftigen König von Schottland begrüßen. Banco prophezeien sie, er werde Vater von Königen sein. Als Boten König Duncans von der Hinrichtung des Than von Cawdor berichten und Macbeth zu dessen Nachfolger erklären, hat sich eine Prophezeiung bereits erfüllt.

Lady Macbeth erfährt aus einem Brief ihres Gatten von den Voraussagen der Hexen und drängt ihren Mann, den Weg zur Macht über Leichen einzuschlagen. Noch in derselben Nacht tötet Macbeth König Duncan, schreckt aber davor zurück, die Mordwaffe neben die schlafenden Wachen zu legen und so den Verdacht auf sie zu lenken. Die Lady führt diesen Teil ihres Plans deshalb selbst aus. Bei Tagesanbruch wird der Mord entdeckt. Macbeth und seine Lady stimmen in den Trauergesang ein.


2. Akt
Macbeth ist neuer König. Ihn beunruhigt die Prophezeiung, Bancos Nachkommen würden Könige. Er beauftragt Mörder, Banco und dessen Sohn Fleance zu töten. Banco wird in der Nacht von dunklen Vorahnungen erfasst.

Macbeth und seine Lady veranstalten ein großes Fest, der König kündigt ein Trinklied seiner Frau an. Macbeth wird die Ermordung Bancos und die Flucht Fleances gemeldet, kurz darauf erscheint ihm der Geist Bancos. Die Verwirrung des Gastgebers versetzt die Festgesellschaft in Aufruhr. Die Lady zweifelt an der Männlichkeit ihres Gatten und beschimpft ihn als Schwächling. Macduff ahnt die Wahrheit und verlässt das Fest, um den geflohenen Sohn Duncans, Malcolm, nach Schottland zurückzuholen.

Pause

3. Akt
Erneut befragt Macbeth die Hexen, die mit einem schaurigen „namenlosen Werk“ beschäftigt sind. Die Hexen lassen deshalb Erscheinungen auftreten, die Macbeth antworten. Die erste warnt den König vor Macduff. Die zweite bekräftigt seine Mordlust; kein Mensch, der von einer Frau geboren sei, könne ihm schaden. Als drittes erscheint ein gekröntes Kind, das ihm Unbesiegbarkeit vorhersagt, bis er den Wald von Birnam auf sich zukommen sehe. Als letztes nimmt Macbeth acht Könige wahr, den letzten in Gestalt Bancos. Macbeth wird ohnmächtig und von tanzenden Luftgeistern wieder erweckt.

Lady Macbeth erfährt von ihrem Mann die neuen Weissagungen. Das Königspaar beschwört seine Mordlust und beschließt, Macduffs Burg niederzubrennen und Bancos Sohn töten zu lassen.


4. Akt
Schottische Flüchtlinge beklagen das Leid ihres Landes, das ihren Kindern ein Grab geworden ist. Macduff trauert um seine von Macbeth ermordeten Frau und Kinder. Malcolm trifft mit englischen Soldaten im Wald von Birnam unweit von Macbeths Schloss ein und tarnt sein Heer mit abgerissenen Zweigen aus dem Wald.

Die Kammerfrau und ein Arzt beobachten Lady Macbeth, die im Schlaf wandelt und von den begangenen Verbrechen spricht.

Macbeth macht sich Mut für den bevorstehenden Kampf, die Nachricht vom Tod der Lady hält ihn nicht davon ab. Es ereilt ihn die Meldung, der Wald von Birnam bewege sich auf sein Schloss zu. Im Kampf tötet Macduff Macbeth. Erneut bewahrheitet sich die Weissagung, denn Macduff wurde aus dem Leib seiner Mutter geschnitten. Malcolm wird als neuer König von Schottland bejubelt.


© Bayerische Staatsoper

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Biografien

wird 2009 Musikdirektor an der San Francisco Opera. Sein internationales Debüt gab er 2002 mit Il trovatore an der Staatsoper Stuttgart. Es folgten Einladungen des Royal Opera House Covent Garden, der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera New York, der Bayerischen Staatsoper, der San Francisco Opera, der Opéra Bastille in Paris, des Teatro Real in Madrid u.a.

Geboren in Viareggio, studierte Luisotti in Lucca Klavier, Trompete, Komposition und Dirigieren. Er arbeitete als Assistent von Lorin Maazel und Riccardo Muti am Teatro alla Scala in Mailand und als Chordirektor am Teatro La Fenice Venedig. Auf dem Konzertpodium leitete er u.a. die Berliner Philharmoniker, das NHK Symphony Orchestra Tokio, die Academia di Santa Cecilia in Rom und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Dirigate an der Bayerischen Staatsoper: Macbeth, Tosca, Manon Lescaut.

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